Riesen-Schlangenkopffisch
Channa micropeltes
Riesen-Schlangenkopffisch (Channa micropeltes), gehört zur Familie Channidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Riesen-Schlangenkopffisch besitzt einen langgestreckten, kräftigen Körper, der an einen Aal erinnert und ihm eine hohe Wendigkeit in dicht bewachsenen Gewässern ermöglicht.
- Maulstellung: Beim Riesen-Schlangenkopffisch befindet sich das Maul endständig und ist stark bezahnt, was das Greifen und Verschlingen großer Beute begünstigt.
- Junge Tiere zeigen auffällige rot-schwarze Streifen, ausgewachsene Exemplare besitzen eine dunkle Rückenfärbung mit silbrigen Flanken und ein helles Bauchgebiet.
- Typisch für die Art ist das an ein Schlangenkopf erinnernde Maul mit kräftigen Zähnen sowie ein Hilfsatmungsorgan zur Luftatmung.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Riesen-Schlangenkopffisch sind äußere Geschlechtsunterschiede kaum ausgeprägt, wobei erwachsene Weibchen oft etwas fülliger wirken.
Lebensraum
Diese Art bewohnt langsam fließende oder stehende Süßgewässer wie Flüsse, Seen oder Sumpflandschaften mit dichter Vegetation in Südostasien.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, See, Teich, Überschwemmungsgebiet, Sumpf
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Pflanzenbestand
Temperatur: 22 - 30 Grad C
pH-Wert: 6 - 8
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Channa micropeltes erstreckt sich von Thailand, Malaysia und Indonesien bis nach Sumatra und Borneo. Die Art findet sich in vielen großen Flusssystemen der Region.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser
Der Riesen-Schlangenkopffisch ernährt sich vorrangig von Fischen, ergänzt durch Krebstiere, Amphibien und auch größere Insekten.
Beute: Junge Exemplare fressen Insektenlarven und Garnelen, adulte Tiere schlagen häufig auf kleinere Fische.
Verbreitung
Region: Südostasien, Ostasien
Länder: Indonesien, Brunei, Malaysia, Thailand
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Channa micropeltes erstreckt sich von Thailand, Malaysia und Indonesien bis nach Sumatra und Borneo. Die Art findet sich in vielen großen Flusssystemen der Region.
Galerie
Besonderheiten
- Channa micropeltes ist bevorzugt in den frühen Morgen- und Abendstunden aktiv, ruht aber auch tagsüber gut versteckt.
- Junge Riesen-Schlangenkopffische leben oftmals in Gruppen, während erwachsene Tiere territorial und einzelgängerisch sind.
- Erwachsene Tiere sind wohnorttreu, Jungfische wandern gelegentlich den Wasserständen folgend.
- Die Eier werden von den Eltern gemeinsam in einem flachen Nest, meist zwischen Pflanzen, bewacht.
- Bisse können bei unvorsichtiger Handhabung schmerzhaft sein – beim Hantieren ist deshalb Vorsicht geboten.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Anabantaria
- Ordnung
- Anabantiformes
- Unterordnung
- Channoidei
- Familie
- Channidae
- Gattung
- Channa
- Art
- micropeltes
- Erstbeschreiber
- Cuvier, 1831
- Synonyme
- Ophiocephalus micropeltes, Channa melanoptera
Morphologie
- Körperform
- Der Riesen-Schlangenkopffisch besitzt einen langgestreckten, kräftigen Körper, der an einen Aal erinnert und ihm eine hohe Wendigkeit in dicht bewachsenen Gewässern ermöglicht.
- Maulstellung
- Beim Riesen-Schlangenkopffisch befindet sich das Maul endständig und ist stark bezahnt, was das Greifen und Verschlingen großer Beute begünstigt.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 45 - 55
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 28 - 32
- Wirbel
- 52 - 55
- Seitenlinie
- 78 - 86
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Riesen-Schlangenkopffisch sind äußere Geschlechtsunterschiede kaum ausgeprägt, wobei erwachsene Weibchen oft etwas fülliger wirken.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Eier werden von den Eltern gemeinsam in einem flachen Nest, meist zwischen Pflanzen, bewacht.
- Laichtyp
- Substratlaicher mit Nestpflege
- Brutpflege
- Der Riesen-Schlangenkopffisch betreibt intensive Brutpflege, oft bewachen beide Eltern die Gelege und die geschlüpften Larven.
- Inkubation
- 2 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Channa micropeltes ist bevorzugt in den frühen Morgen- und Abendstunden aktiv, ruht aber auch tagsüber gut versteckt.
- Sozialverhalten
- Junge Riesen-Schlangenkopffische leben oftmals in Gruppen, während erwachsene Tiere territorial und einzelgängerisch sind.
- Wanderung
- Erwachsene Tiere sind wohnorttreu, Jungfische wandern gelegentlich den Wasserständen folgend.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Orientalis / Indomalaiische Region
Nutzung
- Fischerei
- In Teilen Südostasiens ist die Art ein geschätzter Speisefisch und wird gefangen oder gezüchtet.
- Aquakultur
- Die Aquakultur von Channa micropeltes wird regional betrieben, vor allem in Thailand und Indonesien.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 48
- Quellen
- FishBase, IUCN Red List, Kottelat M. (2001), Raffles Bulletin of Zoology
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangGanzjährig
Morgendämmerung, Abenddämmerung, Nacht
Schwer
Invasive Potenziale: Einsetzen außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes ist vielerorts verboten.
Lokale Fischer nutzen Handangeln, Netze und Reusen, häufig mit lebenden oder toten Fischködern.
Lebende Fische gehören zu den effektivsten Ködern. Auch Fischstücke werden angenommen.
Ruhige, dichte Uferzonen mit ausreichender Tiefe und vielen Unterständen bieten beste Fangchancen.
Sehr kräftiges Gerät wird für die Angelei empfohlen, Haken und Vorfächer müssen robust sein.
Nach Regenfällen gehen Riesen-Schlangenkopffische verstärkt auf Nahrungssuche und reagieren aktiver auf Beute.
Im natürlichen Verbreitungsgebiet ganzjährig fangbar; Aktivität ist temperaturabhängig.
Bisse erfolgen meist sehr entschlossen und kräftig.
Im Drill zeigen größere Exemplare einen kraftvollen Widerstand und können das Gerät stark belasten.
Kiemen- oder Schwanzgriff, möglichst schnell und sicher landen; Vorsicht beim Öffnen des Mauls.
Andere große Raubfische sowie mittelgroße Cypriniden.
Langer, massiver Körper mit schlangenartigem Kopf, Jugendstadium rot-schwarz quergebändert.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung62 °C
110 kcal / 100 g
20 g / 100 g
Mittelfett
Mittel
Der Anteil feiner Gräten ist mäßig, größere Filets lassen sich gut auslösen.
Mittel
Das Fleisch gilt als saftig und aromatisch, besonders beliebt für Currys und Eintöpfe.
Das Muskelfleisch ist fest und bleibt auch nach dem Garen angenehm saftig.
Filets, Steaks, Kiemen und Innereien werden in Asien gelegentlich verwendet.
Die Haut kann nach dem Abziehen für asiatische Suppen genutzt werden, ist aber recht dick.
Geeignet sind Braten, Grillen, Dämpfen oder Kochen in kräftigen Suppen.
Filets benötigen je nach Dicke 10-15 Minuten Garzeit.
Ingwer, Chili, Zitronengras, Koriander, Kurkuma, Knoblauch
Reis, Wokgemüse, frische Kräuter
Trockene Weißweine oder asiatische Teesorten ergänzen Gerichte gut.
Vor dem Filetieren Haut abziehen; frisches Fleisch rasch verarbeiten.
Keine speziellen Toxizitäten bekannt. Organe und Blut sollten wie bei allen Fischen ausreichend erhitzt werden.
Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.

