Ostasiatischer Steinbeißer
Misgurnus anguillicaudatus
Ostasiatischer Steinbeißer (Misgurnus anguillicaudatus), gehört zur Familie Cobitidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Die Art besitzt einen länglichen, fast aalartigen Körper mit gleichmäßigem Querschnitt, wodurch sie bestens an das Graben im Bodengrund angepasst ist.
- Maulstellung: Die endständige Maulstellung unterstützt den Ostasiatischen Steinbeißer beim Absuchen und Durchwühlen des Bodens nach Nahrung.
- Die Individuen zeigen eine bräunliche Grundfarbe mit dunklen Flecken sowie unregelmäßigen Marmorierungen und gelegentlichen Seitenstreifen.
- Typisch ist die Vielzahl an Barteln rund um das Maul, die als Tastorgane für das Aufspüren von Nahrung dienen.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Ostasiatischen Steinbeißer sind Männchen anhand eines verdickten 2. Brustflossenstrahls und schlankerer Körperform zu erkennen.
Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst stehende und langsam fließende Gewässer mit weichem, sandigem oder schlammigem Untergrund.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See, Teich, Überschwemmungsgebiet, Feuchtgebiet, Sumpf
Klimazone: Subtropisch, Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Schlamm, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 10 - 28 Grad C
pH-Wert: 6 - 8
Der Ostasiatische Steinbeißer (Misgurnus anguillicaudatus) stammt aus Gewässern in China, Japan, Korea und Vietnam und wurde lokal auch in Teilen Europas eingeführt.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Algenfresser, Bodentierfresser, Detritusfresser
Die Nahrung umfasst kleine Wirbellose, Insektenlarven, Detritus und Pflanzenreste, wobei dieser Fisch als sehr anpassungsfähig gilt.
Beute: Würmer, kleine Krebstiere, Algen, organische Bodensubstanzen
Verbreitung
Region: Europa, Ostasien, Südostasien
Länder: China, Japan, Südkorea, Vietnam
Der Ostasiatische Steinbeißer (Misgurnus anguillicaudatus) stammt aus Gewässern in China, Japan, Korea und Vietnam und wurde lokal auch in Teilen Europas eingeführt.
Galerie
Besonderheiten
- Diese Art ist dämmerungs- und nachtaktiv, sucht jedoch auch tagsüber Schutz im Bodengrund.
- Gruppenhaltung ist empfehlenswert, da Ostasiatische Steinbeißer gesellig sind und untereinander selten aggressiv.
- Der Steinbeißer ist überwiegend ortstreu und wechselt den Lebensraum nur zur Laichzeit.
- Zur Fortpflanzung werden Eier oft an dichte Pflanzenbestände oder im Biotop vorhandene Wurzeln und Detritus abgelegt.
- Keine bekannten Risiken; robuste und friedliche Art.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Cypriniformes
- Ordnung
- Cypriniformes
- Unterordnung
- Cobitoidei
- Familie
- Cobitidae
- Gattung
- Misgurnus
- Art
- anguillicaudatus
- Erstbeschreiber
- Cantor, 1842
- Synonyme
- Japanischer Schlammpeitzger, Dojo loach, Japanese weatherfish
Morphologie
- Körperform
- Die Art besitzt einen länglichen, fast aalartigen Körper mit gleichmäßigem Querschnitt, wodurch sie bestens an das Graben im Bodengrund angepasst ist.
- Maulstellung
- Die endständige Maulstellung unterstützt den Ostasiatischen Steinbeißer beim Absuchen und Durchwühlen des Bodens nach Nahrung.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 10 - 12
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 7 - 8
- Wirbel
- 44 - 48
- Seitenlinie
- 60 - 65
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Ostasiatischen Steinbeißer sind Männchen anhand eines verdickten 2. Brustflossenstrahls und schlankerer Körperform zu erkennen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Zur Fortpflanzung werden Eier oft an dichte Pflanzenbestände oder im Biotop vorhandene Wurzeln und Detritus abgelegt.
- Laichtyp
- Substratlaicher
- Brutpflege
- Brutpflege findet nicht statt; die Eier und Larven sind sich selbst überlassen.
- Inkubation
- 5 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Diese Art ist dämmerungs- und nachtaktiv, sucht jedoch auch tagsüber Schutz im Bodengrund.
- Sozialverhalten
- Gruppenhaltung ist empfehlenswert, da Ostasiatische Steinbeißer gesellig sind und untereinander selten aggressiv.
- Wanderung
- Der Steinbeißer ist überwiegend ortstreu und wechselt den Lebensraum nur zur Laichzeit.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis, Orientalis / Indomalaiische Region
Nutzung
- Fischerei
- Für die kommerzielle Fischerei spielt diese Art nur eine untergeordnete Rolle, ist aber als Speisefisch im Herkunftsraum bekannt.
- Aquakultur
- Wird gelegentlich für Teiche gezüchtet; Bedeutung variiert lokal.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 48
- Quellen
- FishBase, IUCN Redlist, GBIF, Kottelat & Freyhof 2007
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung65 °C
85 kcal / 100 g
16 g / 100 g
Mager
Enthält wenige Gräten, die meist leicht zu entfernen sind.
Mittel
Das Fleisch gilt als mild und fest, wird im Ursprungsgebiet oft gebraten oder frittiert.
Das Filet ist fest, grätenarm und eignet sich gut für Pfanne oder Suppe.
Filet, ganzer Fisch für Suppe, Haut meist mitverwendet.
Haut kann mitgegessen werden, sollte zuvor gründlich gereinigt und ggf. abgezogen werden.
Geeignet für Braten in der Pfanne, Frittieren oder als Zutat für asiatische Suppen und Eintöpfe.
Nach Filetstärke 5–8 Minuten in der Pfanne oder als Ganzfisch 10–12 Minuten pochieren.
Ingwer, Frühlingszwiebel, Knoblauch, Sojasauce, Dille
Reis, asiatisches Wok-Gemüse, frische Kräuter
Leichter Weißwein oder grüner Tee passen gut.
Vor der Zubereitung die Schleimhaut mit Salz abreiben und gründlich abspülen.
Keine spezifischen Warnhinweise bekannt, bei Wildfängen auf mögliche Umweltbelastungen achten.
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 80 l
ab 500 l
10 - 28 °C
6 - 8
1 - 10 dKH
Bodennah
Die Haltung im Aquarium ist relativ einfach, sofern ausreichend Bodensubstrat und Verstecke geboten werden.
Mindestens 4-5 Tiere sollten gemeinsam gepflegt werden, um das volle Sozialverhalten auszuleben.
Kann gut mit ruhigen, bodenorientierten Arten vergesellschaftet werden, sollte aber nicht mit sehr kleinen Fischen vergesellschaftet werden.
Wasserpflanzen werden von Ostasiatischen Steinbeißern in der Regel nicht angefressen.
Eine geringe Strömung mit ruhigen Zonen fördert das Wohlbefinden, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Nimmt bereitwillig Frost- und Lebendfutter sowie Futtertabletten auf.
Überwinterung gelingt auch in Mitteleuropa, solange der Teich nicht komplett durchfriert.
Zucht im Aquarium gelingt selten, spezielle Simulation von jahreszeitlichen Schwankungen und Überflutungsphasen notwendig.
Schwer
Gedämpft

