Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch
Altilapia heckelii
Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch (Altilapia heckelii), gehört zur Familie Cichlidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch hat einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper, was ihm ein typisches Buntbarschaussehen verleiht.
- Maulstellung: Beim Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch ist das Maul endständig, was das Aufnehmen von Nahrung sowohl vom Boden als auch aus dem freien Wasser ermöglicht.
- Die Art zeigt eine silbrig-goldene Grundfarbe mit rötlichen Flossensäumen und dem auffälligen schwarzen bis blauen Fleck auf den Kiemendeckeln.
- Charakteristisch ist der namengebende dunkle Fleck auf dem Kiemendeckel, der als wichtiges Unterscheidungsmerkmal dient.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch sind die Männchen größer und oft farbintensiver gefärbt als die Weibchen, außerdem tragen sie längere Flossen.
Lebensraum
Ohrfleck-Kaiserbuntbarsche besiedeln bevorzugt langsame, pflanzenreiche Flussabschnitte, Altarme, Seen und Überschwemmungsgebiete West- und Zentralafrikas.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, See, Teich, Überschwemmungsgebiet, Sumpf
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Pflanzenbestand
Temperatur: 23 - 28 Grad C
pH-Wert: 6 - 7.5
Altilapia heckelii ist weit verbreitet in West- und Zentralafrika, vom Senegalbecken bis in Teile des Tschadbeckens und darüber hinaus, in stehenden und langsam fließenden Gewässern.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Bodentierfresser, Algenfresser, Nahrungs-Generalist, Krebstierfresser, Weichtierfresser, Detritusfresser
Die Art ernährt sich in der Natur von Insektenlarven, kleinen Wirbellosen, Algen und Pflanzenmaterial sowie Detritus.
Beute: Mückenlarven, Krebstiere, kleine Schnecken, Algen, Detritus.
Verbreitung
Region: Afrika südlich der Sahara
Altilapia heckelii ist weit verbreitet in West- und Zentralafrika, vom Senegalbecken bis in Teile des Tschadbeckens und darüber hinaus, in stehenden und langsam fließenden Gewässern.
Galerie
Besonderheiten
- Ohrfleck-Kaiserbuntbarsche sind meist tagaktiv und zeigen ausgeprägte Aktivität in den Morgen- und Nachmittagsstunden.
- Typisch ist ein territoriales Verhalten zur Brutzeit, außerhalb davon leben sie auch in kleineren Gruppen zusammen.
- Die Art gilt als relativ standorttreu und zeigt keine ausgeprägten Wanderbewegungen.
- Ohrfleck-Kaiserbuntbarsche betreiben Substratlaichen mit elterlicher Brutpflege.
- Beim Fang oder Transport entstehen keine speziellen Risiken für den Menschen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Cichliformes
- Familie
- Cichlidae
- Gattung
- Altilapia
- Art
- heckelii
- Erstbeschreiber
- Heckel, 1840
- Synonyme
- Tilapia heckelii
Morphologie
- Körperform
- Der Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch hat einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper, was ihm ein typisches Buntbarschaussehen verleiht.
- Maulstellung
- Beim Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch ist das Maul endständig, was das Aufnehmen von Nahrung sowohl vom Boden als auch aus dem freien Wasser ermöglicht.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 14 - 16
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 10 - 12
- Afterflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 7 - 10
- Seitenlinie
- 27 - 33
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch sind die Männchen größer und oft farbintensiver gefärbt als die Weibchen, außerdem tragen sie längere Flossen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Ohrfleck-Kaiserbuntbarsche betreiben Substratlaichen mit elterlicher Brutpflege.
- Laichtyp
- Substratlaicher
- Brutpflege
- Beide Eltern schützen Eier und Larven intensiv durch biparentale Brutpflege.
- Inkubation
- 3 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Ohrfleck-Kaiserbuntbarsche sind meist tagaktiv und zeigen ausgeprägte Aktivität in den Morgen- und Nachmittagsstunden.
- Sozialverhalten
- Typisch ist ein territoriales Verhalten zur Brutzeit, außerhalb davon leben sie auch in kleineren Gruppen zusammen.
- Wanderung
- Die Art gilt als relativ standorttreu und zeigt keine ausgeprägten Wanderbewegungen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Afrotropis
Nutzung
- Fischerei
- Er spielt in der lokalen Binnenfischerei Westafrikas eine gewisse Rolle.
- Aquakultur
- In einigen afrikanischen Ländern wird Altilapia heckelii in kleinerem Maßstab aquakultiviert.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 44
- Quellen
- FishBase, IUCN Red List, Stiassny & Balon (1991), Baensch & Riehl (Aquarienatlas)
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer
Vormittag, Nachmittag
Einfach
Lokale Angler nutzen kleine Netze, Reusen oder traditionelle Handangeln im Flachwasser.
Regenwürmer, Insektenlarven oder kleine Teigbällchen führen häufig zum Erfolg.
Flache Altarme, bewachsene Uferzonen und Überschwemmungsbereiche bieten beste Fangchancen.
Leichte Posenmontage oder einfache Stipprute mit 0,25er Schnur genügen.
Warmes, ruhiges Wetter mit leichter Bewölkung erhöht im Flachwasser die Aktivität der Art.
Während kühlerer Jahreszeiten zieht sich die Art in tiefere, wärmere Uferbereiche zurück und ist seltener zu fangen.
Ein vorsichtiger, mehrmaliger Zupfer an der Pose deutet auf den Biss dieses Cichliden hin.
Verglichen mit größeren Cichliden ist der Drill eher moderat, aber der Fisch liefert durchaus kraftvolle Fluchten.
Schonende Landung mit kleinem Kescher; nach dem Fang feucht halten und bald zurücksetzen.
Kleinere afrikanische Buntbarsche, Barben und Garra-Arten kommen als Beifang häufig vor.
Silbergoldene Färbung mit dem namensgebenden dunklen ohrnahen Fleck und rötlich gefärbten Flossensäumen.
Regionale Fangbegrenzungen und Schonzeiten sind vor Ort zu beachten.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung60 °C
108 kcal / 100 g
19 g / 100 g
Mager
Mittlerer Grätenanteil, größere Gräten sind jedoch leicht zu erkennen und zu entfernen.
Mittel
Das Fleisch ist weiß, mild im Geschmack und eignet sich gut für regionale Eintöpfe und Pfannengerichte.
Die fleischige Textur ist zart, aber dennoch relativ fest im Biss.
Filets, Flanken und Schwänze sind gut verwertbar.
Die Haut kann mitgegessen werden, nach dem Braten oder Backen wird sie knusprig.
Das Fleisch eignet sich für Braten, Backen und Dünsten sowie für traditionelle Eintöpfe.
Bei Filets reichen meist 8–10 Minuten in der Pfanne oder im Ofen.
Koriander, Knoblauch, Zitrone, Chili und Petersilie ergänzen das Aroma gut.
Reis, Süßkartoffeln, Okra-Gemüse und gebratene Kochbananen sind passende Beilagen.
Leichte Weißweine, Ingwerbier oder einheimische Limonaden passen gut.
Vor der Zubereitung Schuppen entfernen und Filets entgräten; gelegentlich mariniert zubereiten.
Es sind keine Risiken bezüglich Giften bekannt; übliche Küchenhygiene genügt.
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 300 l
ab 2000 l
23 - 28 °C
6 - 7.5
2 - 10 dKH
Mittlere Wasserschichten, Bodennah
Die Haltung gelingt mit ausreichendem Platz, strukturreicher Einrichtung und guter Wasserqualität auch engagierten Laien.
Eine Haltung als Paar oder kleine Gruppe mit mindestens einem Männchen und zwei Weibchen wird empfohlen.
Eine Vergesellschaftung ist am besten mit anderen robusten Cichliden ähnlicher Größe möglich.
Mit robusten, fest verankerten Pflanzen ist eine Bepflanzung meist möglich—zu weiche Arten werden gelegentlich ausgegraben.
Leichte bis moderate Strömung steigert das Wohlbefinden, wobei größere ruhige Zonen im Aquarium wichtig bleiben.
Im Aquarium nehmen sie Frost-, Lebend- und hochwertiges Trockenfutter problemlos an.
Überwinterung im Teich ist nur in tropischen Regionen sicher, da Temperaturen unter 20 °C gemieden werden sollten.
Zur Zucht sind ruhige Ecken, flache Steine und stabile Wasserwerte vorteilhaft.
Mittel
Anpassungsfähig

