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Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch

Altilapia heckelii

Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch (Altilapia heckelii), gehört zur Familie Cichlidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.

20 cm, max 30 cmmax 0.8 kgbis 10 Jahre0.5-5 m TiefeAllesfresserKI-unterstuetzt

Merkmale

  • Körperform: Der Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch hat einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper, was ihm ein typisches Buntbarschaussehen verleiht.
  • Maulstellung: Beim Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch ist das Maul endständig, was das Aufnehmen von Nahrung sowohl vom Boden als auch aus dem freien Wasser ermöglicht.
  • Die Art zeigt eine silbrig-goldene Grundfarbe mit rötlichen Flossensäumen und dem auffälligen schwarzen bis blauen Fleck auf den Kiemendeckeln.
  • Charakteristisch ist der namengebende dunkle Fleck auf dem Kiemendeckel, der als wichtiges Unterscheidungsmerkmal dient.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch sind die Männchen größer und oft farbintensiver gefärbt als die Weibchen, außerdem tragen sie längere Flossen.

Lebensraum

Ohrfleck-Kaiserbuntbarsche besiedeln bevorzugt langsame, pflanzenreiche Flussabschnitte, Altarme, Seen und Überschwemmungsgebiete West- und Zentralafrikas.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Fluss, See, Teich, Überschwemmungsgebiet, Sumpf

Klimazone: Tropisch

Bodengrund: Sand, Schlamm, Pflanzenbestand

Temperatur: 23 - 28 Grad C

pH-Wert: 6 - 7.5

Altilapia heckelii ist weit verbreitet in West- und Zentralafrika, vom Senegalbecken bis in Teile des Tschadbeckens und darüber hinaus, in stehenden und langsam fließenden Gewässern.

Ernährung

Ernährungsweise: Allesfresser

Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Bodentierfresser, Algenfresser, Nahrungs-Generalist, Krebstierfresser, Weichtierfresser, Detritusfresser

Die Art ernährt sich in der Natur von Insektenlarven, kleinen Wirbellosen, Algen und Pflanzenmaterial sowie Detritus.

Beute: Mückenlarven, Krebstiere, kleine Schnecken, Algen, Detritus.

Mückenlarven
Krebstiere
kleine Schnecken

Verbreitung

Region: Afrika südlich der Sahara

Altilapia heckelii ist weit verbreitet in West- und Zentralafrika, vom Senegalbecken bis in Teile des Tschadbeckens und darüber hinaus, in stehenden und langsam fließenden Gewässern.

Besonderheiten

  • Ohrfleck-Kaiserbuntbarsche sind meist tagaktiv und zeigen ausgeprägte Aktivität in den Morgen- und Nachmittagsstunden.
  • Typisch ist ein territoriales Verhalten zur Brutzeit, außerhalb davon leben sie auch in kleineren Gruppen zusammen.
  • Die Art gilt als relativ standorttreu und zeigt keine ausgeprägten Wanderbewegungen.
  • Ohrfleck-Kaiserbuntbarsche betreiben Substratlaichen mit elterlicher Brutpflege.
  • Beim Fang oder Transport entstehen keine speziellen Risiken für den Menschen.
TagaktivInsektenfresser, Bodentierfresser, Algenfresser...Die Art wird sowohl als Aquarienfisch gehalten al...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Acanthopterygii
Ordnung
Cichliformes
Familie
Cichlidae
Gattung
Altilapia
Art
heckelii
Erstbeschreiber
Heckel, 1840
Synonyme
Tilapia heckelii

Morphologie

Körperform
Der Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch hat einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper, was ihm ein typisches Buntbarschaussehen verleiht.
Maulstellung
Beim Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch ist das Maul endständig, was das Aufnehmen von Nahrung sowohl vom Boden als auch aus dem freien Wasser ermöglicht.
Rückenflosse Hartstrahlen
14 - 16
Rückenflosse Weichstrahlen
10 - 12
Afterflosse Hartstrahlen
3 - 3
Afterflosse Weichstrahlen
7 - 10
Seitenlinie
27 - 33
Geschlechtsunterschiede
Beim Ohrfleck-Kaiserbuntbarsch sind die Männchen größer und oft farbintensiver gefärbt als die Weibchen, außerdem tragen sie längere Flossen.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Ohrfleck-Kaiserbuntbarsche betreiben Substratlaichen mit elterlicher Brutpflege.
Laichtyp
Substratlaicher
Brutpflege
Beide Eltern schützen Eier und Larven intensiv durch biparentale Brutpflege.
Inkubation
3 Tage

Verhalten

Aktivität
Ohrfleck-Kaiserbuntbarsche sind meist tagaktiv und zeigen ausgeprägte Aktivität in den Morgen- und Nachmittagsstunden.
Sozialverhalten
Typisch ist ein territoriales Verhalten zur Brutzeit, außerhalb davon leben sie auch in kleineren Gruppen zusammen.
Wanderung
Die Art gilt als relativ standorttreu und zeigt keine ausgeprägten Wanderbewegungen.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Afrotropis

Nutzung

Fischerei
Er spielt in der lokalen Binnenfischerei Westafrikas eine gewisse Rolle.
Aquakultur
In einigen afrikanischen Ländern wird Altilapia heckelii in kleinerem Maßstab aquakultiviert.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Chromosomenzahl
44
Quellen
FishBase, IUCN Red List, Stiassny & Balon (1991), Baensch & Riehl (Aquarienatlas)

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer

Angelzeit

Vormittag, Nachmittag

Schwierigkeit

Einfach

Angelmethoden

Lokale Angler nutzen kleine Netze, Reusen oder traditionelle Handangeln im Flachwasser.

Empfohlene Köder

Regenwürmer, Insektenlarven oder kleine Teigbällchen führen häufig zum Erfolg.

Fangplätze

Flache Altarme, bewachsene Uferzonen und Überschwemmungsbereiche bieten beste Fangchancen.

Ausrüstung

Leichte Posenmontage oder einfache Stipprute mit 0,25er Schnur genügen.

Wetter & Mond

Warmes, ruhiges Wetter mit leichter Bewölkung erhöht im Flachwasser die Aktivität der Art.

Winterverhalten

Während kühlerer Jahreszeiten zieht sich die Art in tiefere, wärmere Uferbereiche zurück und ist seltener zu fangen.

Bissanzeige

Ein vorsichtiger, mehrmaliger Zupfer an der Pose deutet auf den Biss dieses Cichliden hin.

Drillverhalten

Verglichen mit größeren Cichliden ist der Drill eher moderat, aber der Fisch liefert durchaus kraftvolle Fluchten.

Landung & Abhaken

Schonende Landung mit kleinem Kescher; nach dem Fang feucht halten und bald zurücksetzen.

Typischer Beifang

Kleinere afrikanische Buntbarsche, Barben und Garra-Arten kommen als Beifang häufig vor.

Schnell erkennen

Silbergoldene Färbung mit dem namensgebenden dunklen ohrnahen Fleck und rötlich gefärbten Flossensäumen.

Regelhinweis

Regionale Fangbegrenzungen und Schonzeiten sind vor Ort zu beachten.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

60 °C

Energie

108 kcal / 100 g

Eiweiß

19 g / 100 g

Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Mittlerer Grätenanteil, größere Gräten sind jedoch leicht zu erkennen und zu entfernen.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Das Fleisch ist weiß, mild im Geschmack und eignet sich gut für regionale Eintöpfe und Pfannengerichte.

Fleischstruktur

Die fleischige Textur ist zart, aber dennoch relativ fest im Biss.

Verwertbare Teile

Filets, Flanken und Schwänze sind gut verwertbar.

Hautzubereitung

Die Haut kann mitgegessen werden, nach dem Braten oder Backen wird sie knusprig.

Zubereitungsarten

Das Fleisch eignet sich für Braten, Backen und Dünsten sowie für traditionelle Eintöpfe.

Garzeit

Bei Filets reichen meist 8–10 Minuten in der Pfanne oder im Ofen.

Kräuter & Gewürze

Koriander, Knoblauch, Zitrone, Chili und Petersilie ergänzen das Aroma gut.

Beilagen

Reis, Süßkartoffeln, Okra-Gemüse und gebratene Kochbananen sind passende Beilagen.

Getränke

Leichte Weißweine, Ingwerbier oder einheimische Limonaden passen gut.

Vorbereitung

Vor der Zubereitung Schuppen entfernen und Filets entgräten; gelegentlich mariniert zubereiten.

Warnhinweise

Es sind keine Risiken bezüglich Giften bekannt; übliche Küchenhygiene genügt.

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 300 l

Mindestteich

ab 2000 l

Temperatur

23 - 28 °C

pH-Wert

6 - 7.5

Karbonathärte

2 - 10 dKH

Schwimmzone

Mittlere Wasserschichten, Bodennah

Haltungsanspruch

Die Haltung gelingt mit ausreichendem Platz, strukturreicher Einrichtung und guter Wasserqualität auch engagierten Laien.

Gruppengröße

Eine Haltung als Paar oder kleine Gruppe mit mindestens einem Männchen und zwei Weibchen wird empfohlen.

Vergesellschaftung

Eine Vergesellschaftung ist am besten mit anderen robusten Cichliden ähnlicher Größe möglich.

Pflanzen

Mit robusten, fest verankerten Pflanzen ist eine Bepflanzung meist möglich—zu weiche Arten werden gelegentlich ausgegraben.

Strömung & Sauerstoff

Leichte bis moderate Strömung steigert das Wohlbefinden, wobei größere ruhige Zonen im Aquarium wichtig bleiben.

Futterannahme

Im Aquarium nehmen sie Frost-, Lebend- und hochwertiges Trockenfutter problemlos an.

überwinterung

Überwinterung im Teich ist nur in tropischen Regionen sicher, da Temperaturen unter 20 °C gemieden werden sollten.

Nachzucht

Zur Zucht sind ruhige Ecken, flache Steine und stabile Wasserwerte vorteilhaft.

Nachzuchtanspruch

Mittel

Beleuchtung

Anpassungsfähig