Mandarinhai
Callorhinchus milii
Mandarinhai (Callorhinchus milii), gehört zur Familie Callorhinchidae, lebt in Süßwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Das Erscheinungsbild von Callorhinchus milii ist durch einen langgestreckten Körper und eine auffällige, rüsselartige Schnauze geprägt.
- Maulstellung: Beim Mandarinhai befindet sich das Maul endständig und unterhalb der verlängerten Schnauze und unterstützt das Aufsuchen bodennaher Nahrung.
- Die Färbung reicht von silbrig-grau bis bräunlich mit leichtem Metallglanz; Jungtiere sind meist heller gefärbt.
- Typisch ist der rüsselartige Fortsatz an der Schnauze sowie ein giftiger Dorn an der ersten Rückenflosse.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Mandarinhai sind Männchen an einem markanten Frontalfortsatz und speziellen Begattungsorganen erkennbar, Weibchen weisen diese Merkmale nicht auf.
Lebensraum
Mandarinhai sind bodennahe Bewohner von Schelfgebieten und bevorzugen sandige bis schlammige Böden in Küstennähe.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: See, Küstengewässer, Sandgrund, Schlammgrund, Bodennah
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Schlamm
Temperatur: 8 - 20 Grad C
Das Verbreitungsgebiet des Mandarinhais Callorhinchus milii erstreckt sich von südlichen und westlichen Küsten Australiens über Tasmanien bis zu Teilen der Küste von Neuseeland.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Bodentierfresser, Weichtierfresser, Krebstierfresser
Die Nahrung besteht überwiegend aus Weichtieren, Krebstieren und bodenlebenden Organismen, die mit der langen Schnauze aufgespürt werden.
Beute: Vor allem Muscheln, Würmer, kleine Krebse und gelegentlich Krabben.
Verbreitung
Region: Australien, Ozeanien, Indischer Ozean
Länder: Australien, Neuseeland
Das Verbreitungsgebiet des Mandarinhais Callorhinchus milii erstreckt sich von südlichen und westlichen Küsten Australiens über Tasmanien bis zu Teilen der Küste von Neuseeland.
Galerie
Besonderheiten
- Tagsüber ist diese Art am aktivsten und sucht vorwiegend in der Dämmerung nach Nahrung.
- Mandarinhai leben außerhalb der Paarungszeit meist einzelgängerisch, können sich aber zur Fortpflanzung in größeren Gruppen versammeln.
- Saisonale Wanderungen zur Küste während der Fortpflanzung sind bei dieser Art zu beobachten.
- Die Fortpflanzung erfolgt eierlegend, wobei große, spiralige Eikapseln am Boden abgelegt werden.
- Ein Stich mit dem Rückenflossenstachel kann zu Schwellungen führen, ist aber in der Regel ungefährlich.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Chondrichthyes
- überordnung
- Holocephali
- Ordnung
- Chimaeriformes
- Familie
- Callorhinchidae
- Gattung
- Callorhinchus
- Art
- milii
- Erstbeschreiber
- Bory de Saint-Vincent, 1823
- Synonyme
- Elephant fish, Plough-nose chimaera
Morphologie
- Körperform
- Das Erscheinungsbild von Callorhinchus milii ist durch einen langgestreckten Körper und eine auffällige, rüsselartige Schnauze geprägt.
- Maulstellung
- Beim Mandarinhai befindet sich das Maul endständig und unterhalb der verlängerten Schnauze und unterstützt das Aufsuchen bodennaher Nahrung.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 1 - 1
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 30 - 40
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 15 - 20
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Mandarinhai sind Männchen an einem markanten Frontalfortsatz und speziellen Begattungsorganen erkennbar, Weibchen weisen diese Merkmale nicht auf.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Fortpflanzung erfolgt eierlegend, wobei große, spiralige Eikapseln am Boden abgelegt werden.
- Laichtyp
- Substratlaicher, große Eikapseln
- Brutpflege
- Keine Brutpflege, die Eier sind aber durch dicke Kapseln geschützt.
- Inkubation
- 120 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Tagsüber ist diese Art am aktivsten und sucht vorwiegend in der Dämmerung nach Nahrung.
- Sozialverhalten
- Mandarinhai leben außerhalb der Paarungszeit meist einzelgängerisch, können sich aber zur Fortpflanzung in größeren Gruppen versammeln.
- Wanderung
- Saisonale Wanderungen zur Küste während der Fortpflanzung sind bei dieser Art zu beobachten.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Australis
Nutzung
- Fischerei
- Geringe wirtschaftliche Bedeutung, meist als Beifang gefangen und regional vermarktet.
- Aquakultur
- Hat keine größere Bedeutung für die Aquakultur.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, IUCN, Australian Museum, Fishes of Australia
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung60 °C
80 kcal / 100 g
17 g / 100 g
Mager
Grätenarm, das Fleisch lässt sich leicht filetieren.
Einfach
Das Fleisch gilt als mild und leicht süßlich, in australischen Küstenregionen wird es gern frisch zubereitet.
Feinfasriges, zartes Fleisch mit geringem Fettanteil.
Filet, Schwanzstück
Die zähe Haut sollte vor dem Garen entfernt werden.
Am besten eignen sich Dünsten, Backen oder sanftes Braten. Räuchern ist möglich.
10-15 Minuten bei mittlerer Hitze, bis das Fleisch weiß und mürbe ist.
Petersilie, Dill, Zitrone, weißer Pfeffer, Meersalz.
Kartoffelpüree, grüner Spargel, sommerliche Salate.
Trockener Weißwein oder leichter Roséwein harmonieren gut.
Haut und eventuell vorhandenes Fett sorgfältig entfernen; Filets kurz mit Zitronensaft beträufeln.
Keine toxischen Bestandteile bekannt; Flossendorn vermeiden.

