Koiheringshai
Lamna nasus
Koiheringshai (Lamna nasus), gehört zur Familie Lamnidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Koiheringshai zeichnet sich durch einen kräftigen, stromlinienförmigen Körper aus, der für schnelle Schwimmbewegungen optimiert ist.
- Maulstellung: Beim Koiheringshai ist das Maul endständig ausgeprägt, was ihm effizient das Greifen von Beute in der Wassersäule ermöglicht.
- Typisch für den Koiheringshai ist die blaue bis schiefergraue Färbung des Rückens mit einer deutlich helleren Bauchseite.
- Die Art zeigt eine sichelförmige Schwanzflosse und große Brustflossen, welche besondere Wendigkeit im offenen Wasser unterstützen.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Koiheringshai sind Weibchen meist größer als Männchen; äußerliche Unterschiede bleiben ansonsten gering.
Lebensraum
Koiheringshaie bewohnen vorwiegend das offene Meer in gemäßigten bis subpolaren Regionen, werden jedoch gelegentlich auch in Küstennähe angetroffen.
Wasserlebensraum: Meerwasser
Lebensraumtypen: Küstengewässer, Küstennahes Freiwasser
Klimazone: Gemäßigt, Subpolar
Bodengrund: Kein Substratbezug
Temperatur: 2 - 20 Grad C
Lamna nasus, der Koiheringshai, ist weit verbreitet im Nord- und Südatlantik sowie partiell im südlichen Indischen und Pazifischen Ozean.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser
Der Koiheringshai ernährt sich vor allem von Schwarmfischen wie Hering und Makrele, aber auch von Tintenfischen und kleineren Haien.
Beute: Heringe, Makrelen, Kabeljauartige, Tintenfische.
Verbreitung
Region: Atlantik
Lamna nasus, der Koiheringshai, ist weit verbreitet im Nord- und Südatlantik sowie partiell im südlichen Indischen und Pazifischen Ozean.
Galerie
Besonderheiten
- Koiheringshaie sind vorwiegend tagaktiv, können aber auch in der Dämmerung Beute jagen.
- Meist als Einzelgänger unterwegs, können sich Koiheringshaie zur Jagd an Schwärmen von Beutefischen aufhalten.
- Die Art zeigt ausgeprägte Wanderungen entlang der Kontinentalsockel und in kühlere Gewässer zur Nahrungsaufnahme.
- Lamna nasus ist ovovivipar: Die Eier entwickeln sich im Mutterleib und die Jungen werden lebend geboren.
- Vorsicht geboten ist bei großen Individuen wegen der kräftigen Bezahnung, ein Angriff auf Menschen ist aber extrem selten.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Chondrichthyes
- überordnung
- Selachimorpha
- Ordnung
- Lamniformes
- Familie
- Lamnidae
- Gattung
- Lamna
- Art
- nasus
- Erstbeschreiber
- Bonnaterre, 1788
- Synonyme
- Porbeagle, Mackerelhaie
Morphologie
- Körperform
- Der Koiheringshai zeichnet sich durch einen kräftigen, stromlinienförmigen Körper aus, der für schnelle Schwimmbewegungen optimiert ist.
- Maulstellung
- Beim Koiheringshai ist das Maul endständig ausgeprägt, was ihm effizient das Greifen von Beute in der Wassersäule ermöglicht.
- Wirbel
- 160 - 170
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Koiheringshai sind Weibchen meist größer als Männchen; äußerliche Unterschiede bleiben ansonsten gering.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Ovovivipar
- Modus
- Lamna nasus ist ovovivipar: Die Eier entwickeln sich im Mutterleib und die Jungen werden lebend geboren.
- Laichtyp
- Ovoviviparer Entwicklung im Mutterleib
- Brutpflege
- Der Koiheringshai betreibt keine Brutpflege; die Jungen sind nach der Geburt vollständig selbstständig.
Verhalten
- Aktivität
- Koiheringshaie sind vorwiegend tagaktiv, können aber auch in der Dämmerung Beute jagen.
- Sozialverhalten
- Meist als Einzelgänger unterwegs, können sich Koiheringshaie zur Jagd an Schwärmen von Beutefischen aufhalten.
- Wanderung
- Die Art zeigt ausgeprägte Wanderungen entlang der Kontinentalsockel und in kühlere Gewässer zur Nahrungsaufnahme.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis, Nearktis
Nutzung
- Fischerei
- Weltweit wird die Art kommerziell befischt, obwohl Bestände vielerorts rückläufig sind.
- Aquakultur
- Eine Zucht in Aquakultur ist beim Koiheringshai nicht etabliert.
Schutz & Quellen
- CITES
- Anhang II
- Chromosomenzahl
- 82
- Quellen
- FishBase; IUCN Red List; FAO Species Catalogue; Compagno, 2001
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer, Herbst
Vormittag, Nachmittag, Abenddämmerung
Schwer
Beachte lokale Schutzvorgaben und Schonzeiten, da die Art in vielen Regionen als bedroht gilt.
Der Koiheringshai wird meist durch Langleinen oder gezieltes Schleppfischen gefangen, bisweilen auch mit starken Spinngeräten.
Köderfische wie Makrelen oder Heringe sowie große Fischfetzen sind bewährte Lockmittel.
Typische Fangplätze sind steile Kontinentalsockel und küstennahe Gebiete mit reichen Heringsschwärmen.
Zum Fang eignen sich stabile Meeresruten, Drahtvorfächer und kräftige Rollen für die offene See.
An Tagen mit stärkerem Beuteaufkommen und guten Sichtverhältnissen ist die Fangwahrscheinlichkeit besonders hoch.
Im Winter ziehen Koiheringshaie oft in tiefere oder südlichere Gewässerbereiche.
Bisse sind sehr kräftig und erfolgen oft plötzlich, daher ist die Bremse stets richtig einzustellen.
Im Drill zeigt die Art einige kräftige, schnelle Fluchten und kann über längere Zeit eine hohe Gegenwehr leisten.
Beim Landen ist besondere Vorsicht geboten, da die Zähne Verletzungsgefahr bergen; möglichst im Wasser abhaken.
Thunfische, Makrelen, Blaue Haie können als Beifang auftreten.
Kräftiger, stromlinienförmiger Körper, spitze Schnauze, große Brustflossen, schieferblaue Rückenfärbung.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung60 °C
104 kcal / 100 g
21 g / 100 g
Mager
Gering
Das Fleisch enthält wenig störende Gräten, was die Verarbeitung erleichtert.
Mittel
Das Fleisch ist fest, weißlich und gilt als äußerst schmackhaft für viele Zubereitungen.
Es besitzt eine feine, dichte Struktur, die beim Garen ihre Form behält.
Filets, Steaks, Schwanzstücke
Die Haut sollte aufgrund ihrer Dicke und Festigkeit vor dem Zubereiten entfernt werden.
Geeignet sind Grillen, Braten oder Räuchern; der Geschmack bleibt stets aromatisch.
Steaks benötigen etwa 10 Minuten pro 2 cm Dicke auf dem Grill oder in der Pfanne.
Zitrone, Dill, Pfeffer, Petersilie und Knoblauch passen hervorragend zu Porbeagle-Steaks.
Kartoffeln, gebratene Gemüse, Salate oder Reis sind ideale Begleiter.
Ein trockener Weißwein oder ein aromatisches Bier harmonieren besonders gut.
Vor dem Garen sollte die Haut entfernt und das Fleisch gewässert werden, um Restblut und Ammoniak zu mindern.
Das Fleisch sollte frisch verarbeitet werden, da es wie bei anderen Haien Ammoniak entwickeln und gelegentlich Quecksilber enthalten kann.
Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.

