FischLex
KI-generiert

Königs-Panaque

Panaque nigrolineatus

Königs-Panaque (Panaque nigrolineatus), gehoert zur Familie Loricariidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Detritusfresser.

30 cm, max 43 cm0.5-20 m TiefeDetritusfresser

Merkmale

  • Körperform: Der Königs-Panaque zeigt einen gedrungenen, dorsoventral leicht abgeflachten Körper mit breitem Kopf und sichelförmiger Bauchseite; die Panzerwelse besitzen eine robuste Panzerung aus Knochenplatten.
  • Maulstellung: Mit dem saug- und haftfähigen Unterkiefer kann der Königs-Panaque Holz, Aufwuchs und Detritus von Oberflächen abreiben und so Nahrung gewinnen.
  • Typisch ist ein dunkelbrauner bis schwarzer Grundton mit kontrastreichen, gelblich-weißen Längsstreifen und variablen Punkten; Jungfische haben oft deutlichere Bänderung, die mit dem Alter verblasst.
  • Die Art verfügt über kräftige, abgeflachte Zähne und einen breit ausgeformten Saugmund, mit denen Holz und Aufwuchs abgeschabt werden; außerdem sind die Flanken von festen Knochenplatten geschützt.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Königs-Panaque ist der Geschlechtsdimorphismus nur schwach ausgeprägt; Männchen zeigen gelegentlich etwas breitere Kopfpartien und stärkere Kiemendeckelstacheln während der Laichzeit.

Lebensraum

Bevorzugt werden Amazonaseinzugsgebiete mit reichlich Treibholz, langsam fließenden Nebenarmen und überschwemmten Waldkanälen, wo der Königs-Panaque an Wurzeln und Baumstämmen lebt.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Fluss, Überschwemmungsgebiet, Bodennah, Bodenlebend

Klimazone: Tropisch

Bodengrund: Sand, Fels / Stein, Schlamm, Detritus / Laub, Pflanzenbestand

Temperatur: 22 - 30 Grad C

pH-Wert: 6 - 7.5

Die Verbreitung umfasst das südamerikanische Amazonas- und Teile des Orinoco-Einzugsgebiets; Panaque nigrolineatus kommt in Brasilien, Kolumbien, Peru und Venezuela in niedergeschlagenen, holzreichen Flussabschnitten vor.

Ernährung

Ernährungsweise: Detritusfresser

Nahrungsschwerpunkte: Detritusfresser, Bodentierfresser, Algenfresser

Der Königs-Panaque ernährt sich überwiegend von auf Holz und Substraten sitzendem Aufwuchs, Detritus und Algen; dabei raspelt er mit spezialisierten Zähnen an Treibholz und nimmt die dadurch freigesetzten Mikroorganismen auf.

Beute: Holzfasern, Biofilm, abgestorbene Pflanzenteile und Algen bilden die Hauptnahrung; gelegentlich werden bodenlebende Wirbellose aufgenommen.

Holzfasern
Biofilm
abgestorbene Pflanzenteile und Algen bilden die Hauptnahrung

Verbreitung

Region: Südamerika

Länder: Brasilien, Kolumbien, Peru, Venezuela

Die Verbreitung umfasst das südamerikanische Amazonas- und Teile des Orinoco-Einzugsgebiets; Panaque nigrolineatus kommt in Brasilien, Kolumbien, Peru und Venezuela in niedergeschlagenen, holzreichen Flussabschnitten vor.

Besonderheiten

  • Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber oft in Höhlen oder unter Treibholz ruhend.
  • Erwachsene Individuen sind meist einzelgängerisch und territorial gegenüber Artgenossen, während juvenile Tiere in großen Aquarien toleranter nebeneinander leben können.
  • Lokale Wanderungen entlang von Flussarmen und während der Hochwasserperioden sind möglich; echte Fernwanderungen sind nicht typisch.
  • Männchen besetzt Höhlen und bewacht die abgelegten Eier; Laichpflege durch den Vater ist dokumentiert.
  • Keine bekannten toxischen Risiken; beim Transport und bei zu kleinem Aquarium besteht Stress- und Verletzungsgefahr für die Tiere.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivDetritusfresser, Bodentierfresser, AlgenfresserIn der Aquaristik ist Panaque nigrolineatus wegen...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Siluriformes
Familie
Loricariidae
Gattung
Panaque
Art
nigrolineatus
Synonyme
Hypostomus nigrolineatus

Morphologie

Körperform
Der Königs-Panaque zeigt einen gedrungenen, dorsoventral leicht abgeflachten Körper mit breitem Kopf und sichelförmiger Bauchseite; die Panzerwelse besitzen eine robuste Panzerung aus Knochenplatten.
Maulstellung
Mit dem saug- und haftfähigen Unterkiefer kann der Königs-Panaque Holz, Aufwuchs und Detritus von Oberflächen abreiben und so Nahrung gewinnen.
Geschlechtsunterschiede
Beim Königs-Panaque ist der Geschlechtsdimorphismus nur schwach ausgeprägt; Männchen zeigen gelegentlich etwas breitere Kopfpartien und stärkere Kiemendeckelstacheln während der Laichzeit.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Männchen besetzt Höhlen und bewacht die abgelegten Eier; Laichpflege durch den Vater ist dokumentiert.
Laichtyp
Höhlenlaicher mit väterlicher Brutpflege
Brutpflege
Der männliche Königs-Panaque bewacht das Gelege in einer Höhle oder Rindenspalt, reinigt die Eier und schützt den Bereich gegen Eindringlinge.
Inkubation
7 Tage

Verhalten

Aktivität
Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber oft in Höhlen oder unter Treibholz ruhend.
Sozialverhalten
Erwachsene Individuen sind meist einzelgängerisch und territorial gegenüber Artgenossen, während juvenile Tiere in großen Aquarien toleranter nebeneinander leben können.
Wanderung
Lokale Wanderungen entlang von Flussarmen und während der Hochwasserperioden sind möglich; echte Fernwanderungen sind nicht typisch.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Neotropis

Nutzung

Fischerei
Gelegentliche Entnahme für den Heimtierhandel, jedoch keine bedeutende kommerzielle Fischerei.
Aquakultur
Für die Aquakultur nur von begrenztem Interesse; Nachzuchten finden vereinzelt in Zoohandels- und Hobbykreisen statt.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; GBIF; Fachliteratur zu Loricariidae und Aquaristik-Quellen

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 500 l

Temperatur

22 - 30 °C

pH-Wert

6 - 7.5

Schwimmzone

Bodennah

Haltungsanspruch

Die Haltung des Königs-Panaque erfordert ein sehr großes Aquarium, viel Treibholz als Nahrung und stabile Wasserwerte, weshalb die Art für erfahrene Aquarianer empfohlen wird.

Gruppengröße

Erwachsene sollten einzeln oder in sehr großen Becken mit klar definierten Revierstrukturen gehalten werden; junge Tiere können in Gruppen gepflegt werden, wenn ausreichend Verstecke vorhanden sind.

Vergesellschaftung

Als Mitbewohner eignen sich ruhige, großwüchsige Fische; kleine Fischarten sollten wegen möglicher Konkurrenz um Futter und Platz vermieden werden.

Pflanzen

Pflanzen können teilweise beschädigt werden, da die Art Pflanzen aufwühlt und Holz bevorzugt; robuste Arten oder stark verwurzelte Pflanzen sind bedingt geeignet.

Strömung & Sauerstoff

Die Art toleriert mäßige Strömung und bevorzugt Bereiche mit langsam bis mäßig fließendem Wasser und guter Sauerstoffversorgung.

Futterannahme

Akzeptiert Algenwaffeln, Gemüsescheiben (Zucchini, Kürbis), speziell auf Holz basierte Futtermischungen und frisches Treibholz als wichtige Ernährungsquelle.

überwinterung

Für mitteleuropäische Gartenteiche ungeeignet, da die Art tropische Temperaturen benötigt und nicht winterhart ist.

Nachzucht

Nachzuchten sind in Aquarium-Haltung möglich, erfordern jedoch geeignete Höhlen, großes Beckenvolumen und spezielle Fütterung mit Holz und Aufwuchsfutter; Zucht gilt als anspruchsvoll.

Nachzuchtanspruch

Schwer

Beleuchtung

Gedämpft