Gemeiner Schützenfisch
Toxotes chatareus
Gemeiner Schützenfisch (Toxotes chatareus), gehört zur Familie Toxotidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Körper des Gemeinen Schützenfischs ist seitlich abgeflacht und kompakt gebaut, was ihm ermöglicht, in dichten Mangroven und Flussmündungen geschickt zu manövrieren.
- Maulstellung: Das endständige Maul des Gemeinen Schützenfisches ist an die Jagd von Beute über Wasseroberflächen angepasst und kann beim Beutefang gezielt nach vorne ausgestoßen werden.
- Die Art zeigt eine silbrige Grundfarbe mit auffälligen dunklen Flecken entlang der Flanken, wobei der Rücken dunkler als der Bauch ist.
- Ein charakteristisches Merkmal ist die Fähigkeit des Schützenfischs, mit einem gezielten Wasserstrahl über dem Wasserspiegel Insekten von Ästen oder Blättern zu schießen.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Gemeinen Schützenfisch ist äußerlich kaum ein Unterschied zwischen den Geschlechtern erkennbar.
Lebensraum
Der Gemeine Schützenfisch bewohnt Mangrovengebiete, Flussmündungen sowie Süß- und Brackwasserbereiche in Asien und Australien.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Ästuar, Mangrove, Küstengewässer
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Pflanzenbestand
Temperatur: 24 - 30 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8
Der Gemeine Schützenfisch (Toxotes chatareus) kommt von Indien und Südostasien bis Nordaustralien vor und besiedelt sowohl Süß- als auch Brackwasserbereiche.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Fischfresser, Krebstierfresser
Die Nahrung besteht vorrangig aus Insekten, die gezielt von überhängenden Ästen geschossen werden, aber auch Kleinfische und andere kleine Tiere werden gefressen.
Beute: Fluginsekten, Krebstiere, kleine Fische, Spinnen.
Verbreitung
Region: Südostasien, Australien, Ostasien, Südasien
Länder: Indien
Der Gemeine Schützenfisch (Toxotes chatareus) kommt von Indien und Südostasien bis Nordaustralien vor und besiedelt sowohl Süß- als auch Brackwasserbereiche.
Galerie
Besonderheiten
- Diese Art ist tagaktiv und verbringt viel Zeit damit, nach Beute über dem Wasser Ausschau zu halten.
- Gemeine Schützenfische zeigen häufig Gruppenverhalten, vor allem in jüngeren Lebensphasen, können später aber territorial werden.
- Die Art ist überwiegend standorttreu, wandert jedoch zur Fortpflanzung gelegentlich kurze Strecken ins Süßwasser.
- Zur Laichzeit legen Weibchen zahlreiche kleine Eier ab, die dann frei im Wasser schweben.
- Keine Risiken für den Menschen oder die Haltungsumgebung bekannt.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Familie
- Toxotidae
- Gattung
- Toxotes
- Art
- chatareus
- Erstbeschreiber
- Hamilton, 1822
- Synonyme
- Toxotes jaculatrix chatareus, Sciaena chatareus
Morphologie
- Körperform
- Der Körper des Gemeinen Schützenfischs ist seitlich abgeflacht und kompakt gebaut, was ihm ermöglicht, in dichten Mangroven und Flussmündungen geschickt zu manövrieren.
- Maulstellung
- Das endständige Maul des Gemeinen Schützenfisches ist an die Jagd von Beute über Wasseroberflächen angepasst und kann beim Beutefang gezielt nach vorne ausgestoßen werden.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 4 - 5
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 11 - 13
- Afterflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 15 - 17
- Seitenlinie
- 38 - 46
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Gemeinen Schützenfisch ist äußerlich kaum ein Unterschied zwischen den Geschlechtern erkennbar.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Zur Laichzeit legen Weibchen zahlreiche kleine Eier ab, die dann frei im Wasser schweben.
- Laichtyp
- Freilaicher, Eier werden im offenen Wasser abgegeben.
- Brutpflege
- Der Gemeine Schützenfisch zeigt keine Brutpflege; die Eier treiben im Wasser und entwickeln sich ohne weitere Betreuung.
- Inkubation
- 2 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Diese Art ist tagaktiv und verbringt viel Zeit damit, nach Beute über dem Wasser Ausschau zu halten.
- Sozialverhalten
- Gemeine Schützenfische zeigen häufig Gruppenverhalten, vor allem in jüngeren Lebensphasen, können später aber territorial werden.
- Wanderung
- Die Art ist überwiegend standorttreu, wandert jedoch zur Fortpflanzung gelegentlich kurze Strecken ins Süßwasser.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Orientalis / Indomalaiische Region, Australis
Nutzung
- Fischerei
- Eine nennenswerte Bedeutung für die kommerzielle Fischerei besteht nicht.
- Aquakultur
- In der Zierfischzucht werden gemeine Schützenfische regelmäßig gehalten.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 48
- Quellen
- FishBase; IUCN Red List; Günther Sterba: Süßwasserfische der Welt.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung60 °C
95 kcal / 100 g
20 g / 100 g
Mager
Enthält wenige, gut erkennbare Gräten.
Mittel
Das Fleisch gilt als mild und besitzt eine zarte Textur. Hauptsächlich wird er jedoch nicht als Speisefisch genutzt.
Das Fleisch ist fettarm und leicht blättrig.
Filets und Rückenstück.
Die Haut ist genießbar, sollte jedoch vor dem Braten oder Grillen abgezogen werden.
Geeignet zum Braten in der Pfanne, Grillen oder Dünsten.
Filets benötigen 8-10 Minuten bei mittlerer Hitze.
Koriander, Limette, Ingwer und Zitronengras passen hervorragend.
Reisgerichte, asiatische Gemüsepfannen sowie frische Salate sind ideal.
Leichte Weißweine oder grüner Tee harmonieren gut.
Die Filets vor der Zubereitung kurz wässern, um eventuelle Restgeschmackstoffe aus Mangrovenwasser zu entfernen.
Keine toxikologischen Risiken für den Menschen bekannt.
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 450 l
24 - 30 °C
6.5 - 8
3 - 20 dKH
Oberfläche, Mittlere Wasserschichten
Diese Art benötigt ein großes Aquarium mit stabilem Wasser, Luftkontakt und vielen Verstecken; sie ist für fortgeschrittene Aquarianer geeignet.
Vor allem Jungtiere sollten in Gruppen ab 5 Individuen gehalten werden; ältere Tiere können aggressiver werden.
Mit anderen robusten Arten aus ähnlichen Lebensräumen möglich, kleine Fische werden jedoch als Beute betrachtet.
Gut geeignet für robuste Pflanzen; empfindliche Arten können von Spritzwasser geschädigt werden.
Eine leichte Strömung wird bevorzugt, starke Strömung ist zu vermeiden.
In Gefangenschaft akzeptiert die Art Futterinsekten, Krustentiere und gelegentlich gestreifte kleine Fische.
Eine Überwinterung im Freien ist nicht möglich, da die Art ganzjährig hohe Temperaturen benötigt.
Die Zucht gelingt nur selten und erfordert kontrollierte Wasserwerte, viel Platz und simulierbaren Wechsel zwischen Salz- und Süßwasser.
Schwer
Hell

