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Gabeldorsch

Phycis blennoides

Gabeldorsch (Phycis blennoides), gehört zur Familie Phycidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

35 cm, max 75 cmmax 3 kgbis 10 Jahre70-1100 m TiefeFleischfresserKI-unterstuetzt

Merkmale

  • Körperform: Der Gabeldorsch zeichnet sich durch einen länglichen und seitlich leicht abgeflachten Körper aus, was ihm eine an Schwimmdorscharten erinnernde Silhouette verleiht.
  • Maulstellung: Beim Gabeldorsch sitzt das endständige Maul leicht unterständig, was es ihm ermöglicht, bodenbewohnende Beute effizient aufzunehmen.
  • Typisch ist der graubräunliche Rücken mit silbrig hellem Bauch und eine leichte Gegenfärbung. Die Flossenränder sind oft dunkler abgesetzt.
  • Auffällig ist bei dieser Art das Kinnbärtchen, das als Tastorgan dient.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Gabeldorsch sind äußerliche Geschlechtsunterschiede nur sehr schwach ausgeprägt.

Lebensraum

Gabeldorsche besiedeln vor allem die Bodenzonen des Kontinentalschelfs und bevorzugen weiche Substrate wie Schlamm oder Sand in Tiefen zwischen 100 und 600 Metern.

Wasserlebensraum: Meerwasser

Lebensraumtypen: Sandgrund, Schlammgrund, Bodennah

Klimazone: Subtropisch, Gemäßigt

Bodengrund: Sand, Schlamm

Temperatur: 7 - 18 Grad C

Phycis blennoides ist im östlichen Atlantik von Norwegen und Schottland bis nach Angola verbreitet und kommt auch im Mittelmeer sowie im südwestlichen Schwarzen Meer vor.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Krebstierfresser, Weichtierfresser

Der Gabeldorsch ernährt sich überwiegend von kleineren Fischen, Krebstieren und Weichtieren, die er in Bodennähe jagt.

Beute: Beutetiere sind Meeresgrundfische, Garnelen, Krebse, Tintenfische und Würmer.

Beutetiere sind Meeresgrundfische
Garnelen
Krebse

Verbreitung

Region: Europa, Nordafrika, Afrika südlich der Sahara, Westasien, Atlantik, Mittelmeer

Länder: Albanien, Angola, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Norwegen, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei

Phycis blennoides ist im östlichen Atlantik von Norwegen und Schottland bis nach Angola verbreitet und kommt auch im Mittelmeer sowie im südwestlichen Schwarzen Meer vor.

Besonderheiten

  • Gabeldorsche sind überwiegend nachts sowie in der Dämmerung auf Nahrungssuche aktiv.
  • Diese Art lebt meist einzeln oder in kleinen Gruppen und zeigt wenig ausgeprägtes Territorialverhalten.
  • Der Gabeldorsch gilt als standorttreu, unternimmt aber saisonale Wanderungen in tiefere Gewässer zur Laichzeit.
  • Die Art legt pelagische Eier, die im Freiwasser treiben.
  • Keine nennenswerten Risiken durch Kontakt mit dieser Art.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivFischfresser, Krebstierfresser, WeichtierfresserPhycis blennoides wird lokal als Speisefisch genu...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Paracanthopterygii
Ordnung
Gadiformes
Unterordnung
Gadoidei
Familie
Phycidae
Gattung
Phycis
Art
blennoides
Erstbeschreiber
Brünnich, 1768
Synonyme
Gabeldorsch, Phycis blennoides, Greater forkbeard

Morphologie

Körperform
Der Gabeldorsch zeichnet sich durch einen länglichen und seitlich leicht abgeflachten Körper aus, was ihm eine an Schwimmdorscharten erinnernde Silhouette verleiht.
Maulstellung
Beim Gabeldorsch sitzt das endständige Maul leicht unterständig, was es ihm ermöglicht, bodenbewohnende Beute effizient aufzunehmen.
Rückenflosse Hartstrahlen
0 - 0
Rückenflosse Weichstrahlen
9 - 12
Afterflosse Hartstrahlen
0 - 0
Afterflosse Weichstrahlen
8 - 10
Wirbel
53 - 56
Geschlechtsunterschiede
Beim Gabeldorsch sind äußerliche Geschlechtsunterschiede nur sehr schwach ausgeprägt.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Art legt pelagische Eier, die im Freiwasser treiben.
Laichtyp
Freiwasserlaicher
Brutpflege
Beim Gabeldorsch gibt es keine Brutpflege.

Verhalten

Aktivität
Gabeldorsche sind überwiegend nachts sowie in der Dämmerung auf Nahrungssuche aktiv.
Sozialverhalten
Diese Art lebt meist einzeln oder in kleinen Gruppen und zeigt wenig ausgeprägtes Territorialverhalten.
Wanderung
Der Gabeldorsch gilt als standorttreu, unternimmt aber saisonale Wanderungen in tiefere Gewässer zur Laichzeit.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Diese Art spielt in der regionalen Fischerei des Mittelmeers eine untergeordnete Rolle.
Aquakultur
Bisher existiert keine gezielte Aquakultur für den Gabeldorsch.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase, IUCN, FAO Species Catalogue

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Herbst, Winter

Angelzeit

Abenddämmerung, Nacht

Schwierigkeit

Mittel

Regelhinweis

Die Fangmengen und Schonzeiten unterliegen teilweise regionalen Vorschriften.

Angelmethoden

Am besten werden Naturköder wie Fischfetzen in Grundnähe verwendet, da der Gabeldorsch meist nachts beißt.

Empfohlene Köder

Fischfetzen und Garnelen sind besonders fängig; auch Würmer funktionieren.

  • Würmer
  • Fischfetzen
  • Meeresfrüchte
Fangplätze

Tiefe Rinnen und sandige oder schlammige Stellen im Mittelmeer oder an der atlantischen Küste gelten als erfolgversprechend.

Ausrüstung

Stabiles Grundangelgerät mit Bissanzeiger und kräftigen Haken ist angeraten.

Wetter & Mond

Windstille Nächte und ruhige See verbessern die Chancen.

Winterverhalten

Gerade in den Wintermonaten lassen sich größere Exemplare ans Band bekommen.

Bissanzeige

Die Bisse sind vorsichtig, mit ruckartigen Zupfern, dann folgt oft ein kräftiger Zug.

Drillverhalten

Im Drill bietet der Gabeldorsch moderaten Widerstand, aber selten lange Fluchten.

Landung & Abhaken

Schonendes Hakenlösen empfiehlt sich, da die Art empfindlich auf grobe Behandlung reagiert.

Typischer Beifang

Am gleichen Platz finden sich häufig Knurrhähne und Seehechte als Beifang.

Schnell erkennen

Das charakteristische Kinnbärtchen und der relativ lange, torpedoförmige Körper helfen bei der Bestimmung.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kulinarische Kerntemperatur

60 °C

Energie

75 kcal / 100 g

Eiweiß

17 g / 100 g

Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Gering

Es treten wenig feine Gräten auf, die Entgratung gelingt meist rasch.

Filetieren

Einfach

Geschmacksprofil

Das weiße Fleisch ist mild im Geschmack und ähnelt dem des Kabeljaus.

  • Mild
Fleischstruktur

Die Struktur ist fest und teils blättrig.

  • Fest
Verwertbare Teile

Filet, Schwanzteil, Mittelstück

Hautzubereitung

Die Haut kann je nach Rezept entfernt oder mitgegart werden.

Zubereitungsarten

Ob gebraten, gedünstet oder für Suppen: Der Gabeldorsch ist vielseitig einsetzbar.

  • Braten
  • Suppen / Fonds
Garzeit

Filets benötigen 8–10 Minuten bei mittlerer Hitze.

Kräuter & Gewürze

Petersilie, Dill, Zitronensaft sowie ein Hauch Knoblauch passen besonders gut.

Beilagen

Kartoffeln, Reis und frisches Gemüse eignen sich als Beilage.

Getränke

Trockener Weißwein oder ein leichtes Bier harmonieren hervorragend.

Vorbereitung

Filets vor der Zubereitung gründlich entgräten und trocken tupfen.

Warnhinweise

Keine besonderen Einschränkungen beim Verzehr bekannt.

Sicheres Erhitzen

Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.