Gabeldorsch
Phycis blennoides
Gabeldorsch (Phycis blennoides), gehört zur Familie Phycidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Gabeldorsch zeichnet sich durch einen länglichen und seitlich leicht abgeflachten Körper aus, was ihm eine an Schwimmdorscharten erinnernde Silhouette verleiht.
- Maulstellung: Beim Gabeldorsch sitzt das endständige Maul leicht unterständig, was es ihm ermöglicht, bodenbewohnende Beute effizient aufzunehmen.
- Typisch ist der graubräunliche Rücken mit silbrig hellem Bauch und eine leichte Gegenfärbung. Die Flossenränder sind oft dunkler abgesetzt.
- Auffällig ist bei dieser Art das Kinnbärtchen, das als Tastorgan dient.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Gabeldorsch sind äußerliche Geschlechtsunterschiede nur sehr schwach ausgeprägt.
Lebensraum
Gabeldorsche besiedeln vor allem die Bodenzonen des Kontinentalschelfs und bevorzugen weiche Substrate wie Schlamm oder Sand in Tiefen zwischen 100 und 600 Metern.
Wasserlebensraum: Meerwasser
Lebensraumtypen: Sandgrund, Schlammgrund, Bodennah
Klimazone: Subtropisch, Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Schlamm
Temperatur: 7 - 18 Grad C
Phycis blennoides ist im östlichen Atlantik von Norwegen und Schottland bis nach Angola verbreitet und kommt auch im Mittelmeer sowie im südwestlichen Schwarzen Meer vor.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Krebstierfresser, Weichtierfresser
Der Gabeldorsch ernährt sich überwiegend von kleineren Fischen, Krebstieren und Weichtieren, die er in Bodennähe jagt.
Beute: Beutetiere sind Meeresgrundfische, Garnelen, Krebse, Tintenfische und Würmer.
Verbreitung
Region: Europa, Nordafrika, Afrika südlich der Sahara, Westasien, Atlantik, Mittelmeer
Länder: Albanien, Angola, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Norwegen, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei
Phycis blennoides ist im östlichen Atlantik von Norwegen und Schottland bis nach Angola verbreitet und kommt auch im Mittelmeer sowie im südwestlichen Schwarzen Meer vor.
Galerie
Besonderheiten
- Gabeldorsche sind überwiegend nachts sowie in der Dämmerung auf Nahrungssuche aktiv.
- Diese Art lebt meist einzeln oder in kleinen Gruppen und zeigt wenig ausgeprägtes Territorialverhalten.
- Der Gabeldorsch gilt als standorttreu, unternimmt aber saisonale Wanderungen in tiefere Gewässer zur Laichzeit.
- Die Art legt pelagische Eier, die im Freiwasser treiben.
- Keine nennenswerten Risiken durch Kontakt mit dieser Art.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Paracanthopterygii
- Ordnung
- Gadiformes
- Unterordnung
- Gadoidei
- Familie
- Phycidae
- Gattung
- Phycis
- Art
- blennoides
- Erstbeschreiber
- Brünnich, 1768
- Synonyme
- Gabeldorsch, Phycis blennoides, Greater forkbeard
Morphologie
- Körperform
- Der Gabeldorsch zeichnet sich durch einen länglichen und seitlich leicht abgeflachten Körper aus, was ihm eine an Schwimmdorscharten erinnernde Silhouette verleiht.
- Maulstellung
- Beim Gabeldorsch sitzt das endständige Maul leicht unterständig, was es ihm ermöglicht, bodenbewohnende Beute effizient aufzunehmen.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 9 - 12
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 8 - 10
- Wirbel
- 53 - 56
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Gabeldorsch sind äußerliche Geschlechtsunterschiede nur sehr schwach ausgeprägt.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Art legt pelagische Eier, die im Freiwasser treiben.
- Laichtyp
- Freiwasserlaicher
- Brutpflege
- Beim Gabeldorsch gibt es keine Brutpflege.
Verhalten
- Aktivität
- Gabeldorsche sind überwiegend nachts sowie in der Dämmerung auf Nahrungssuche aktiv.
- Sozialverhalten
- Diese Art lebt meist einzeln oder in kleinen Gruppen und zeigt wenig ausgeprägtes Territorialverhalten.
- Wanderung
- Der Gabeldorsch gilt als standorttreu, unternimmt aber saisonale Wanderungen in tiefere Gewässer zur Laichzeit.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Diese Art spielt in der regionalen Fischerei des Mittelmeers eine untergeordnete Rolle.
- Aquakultur
- Bisher existiert keine gezielte Aquakultur für den Gabeldorsch.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, IUCN, FAO Species Catalogue
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangHerbst, Winter
Abenddämmerung, Nacht
Mittel
Die Fangmengen und Schonzeiten unterliegen teilweise regionalen Vorschriften.
Am besten werden Naturköder wie Fischfetzen in Grundnähe verwendet, da der Gabeldorsch meist nachts beißt.
Fischfetzen und Garnelen sind besonders fängig; auch Würmer funktionieren.
Tiefe Rinnen und sandige oder schlammige Stellen im Mittelmeer oder an der atlantischen Küste gelten als erfolgversprechend.
Stabiles Grundangelgerät mit Bissanzeiger und kräftigen Haken ist angeraten.
Windstille Nächte und ruhige See verbessern die Chancen.
Gerade in den Wintermonaten lassen sich größere Exemplare ans Band bekommen.
Die Bisse sind vorsichtig, mit ruckartigen Zupfern, dann folgt oft ein kräftiger Zug.
Im Drill bietet der Gabeldorsch moderaten Widerstand, aber selten lange Fluchten.
Schonendes Hakenlösen empfiehlt sich, da die Art empfindlich auf grobe Behandlung reagiert.
Am gleichen Platz finden sich häufig Knurrhähne und Seehechte als Beifang.
Das charakteristische Kinnbärtchen und der relativ lange, torpedoförmige Körper helfen bei der Bestimmung.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung60 °C
75 kcal / 100 g
17 g / 100 g
Mager
Gering
Es treten wenig feine Gräten auf, die Entgratung gelingt meist rasch.
Einfach
Das weiße Fleisch ist mild im Geschmack und ähnelt dem des Kabeljaus.
Die Struktur ist fest und teils blättrig.
Filet, Schwanzteil, Mittelstück
Die Haut kann je nach Rezept entfernt oder mitgegart werden.
Ob gebraten, gedünstet oder für Suppen: Der Gabeldorsch ist vielseitig einsetzbar.
Filets benötigen 8–10 Minuten bei mittlerer Hitze.
Petersilie, Dill, Zitronensaft sowie ein Hauch Knoblauch passen besonders gut.
Kartoffeln, Reis und frisches Gemüse eignen sich als Beilage.
Trockener Weißwein oder ein leichtes Bier harmonieren hervorragend.
Filets vor der Zubereitung gründlich entgräten und trocken tupfen.
Keine besonderen Einschränkungen beim Verzehr bekannt.
Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.

