Feuerstachelaal
Mastacembelus armatus
Feuerstachelaal (Mastacembelus armatus), gehört zur Familie Mastacembelidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Die Art zeigt einen auffällig langgestreckten, schlangenförmigen Körper, der ihr ein aalartiges Aussehen verleiht.
- Maulstellung: Beim Feuerstachelaal sitzt das Maul terminal und leicht unterständig, was ihn für die Nahrungssuche am Bodengrund prädestiniert.
- Typisch ist eine hellbraune bis gelbliche Grundfarbe mit unregelmäßigen, dunklen, oft netzartigen Linien und Flecken, die wie ein Reifenmuster wirken.
- Charakteristisch sind die stachelartigen Flossenstrahlen an Rücken und After sowie die lang ausgezogene Schnauze.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Feuerstachelaal ist der Geschlechtsunterschied äußerlich nur schwer erkennbar. Weibchen werden häufig etwas kräftiger.
Lebensraum
Flüsse, Seen und Kanäle mit sandigem oder schlammigem Boden bilden den bevorzugten Lebensraum von Mastacembelus armatus. Pflanzenbewuchs wird gerne genutzt.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See, Sandgrund, Schlammgrund
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Pflanzenbestand
Temperatur: 22 - 28 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 7.5
Der Feuerstachelaal ist weit verbreitet in Flusssystemen Indiens, Bangladeschs, Pakistans, Sri Lankas bis nach Myanmar, Thailand und Malaysia. Dort findet man ihn in langsam bis mäßig fließenden Gewässern.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Fischfresser, Bodentierfresser, Krebstierfresser
Hauptsächlich ernährt sich Mastacembelus armatus von kleinen Fischen, Wirbellosen, Krebstieren und Insektenlarven, die er am Grund aufspürt.
Beute: Würmer, kleine Garnelen, Fischbrut, Mückenlarven.
Verbreitung
Region: Südasien, Südostasien, Ostasien
Länder: Myanmar, Malaysia, Thailand
Der Feuerstachelaal ist weit verbreitet in Flusssystemen Indiens, Bangladeschs, Pakistans, Sri Lankas bis nach Myanmar, Thailand und Malaysia. Dort findet man ihn in langsam bis mäßig fließenden Gewässern.
Galerie
Besonderheiten
- Feuerstachelaale sind meist dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber verstecken sie sich in Höhlen oder im Bodengrund.
- Jungtiere zeigen mitunter Schwarmverhalten, ausgewachsene Tiere sind meist einzelgängerisch und können gegenüber Artgenossen territorial sein.
- Die Art gilt als standorttreu und unternimmt keine weiträumigen Wanderungen.
- Die Fortpflanzung erfolgt durch Laichen, wobei das Weibchen die Eier über Pflanzen oder Wurzeln abgibt, meist während der Regenzeit.
- Die kräftigen Wehrstacheln an Rücken- und Afterflosse können kleinere Verletzungen verursachen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Synbranchiformes
- Unterordnung
- Synbranchoidei
- Familie
- Mastacembelidae
- Gattung
- Mastacembelus
- Art
- armatus
- Erstbeschreiber
- (Lacepède, 1800)
- Synonyme
- Macrognathus armatus, Mastacembelus unicolor
Morphologie
- Körperform
- Die Art zeigt einen auffällig langgestreckten, schlangenförmigen Körper, der ihr ein aalartiges Aussehen verleiht.
- Maulstellung
- Beim Feuerstachelaal sitzt das Maul terminal und leicht unterständig, was ihn für die Nahrungssuche am Bodengrund prädestiniert.
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Feuerstachelaal ist der Geschlechtsunterschied äußerlich nur schwer erkennbar. Weibchen werden häufig etwas kräftiger.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Fortpflanzung erfolgt durch Laichen, wobei das Weibchen die Eier über Pflanzen oder Wurzeln abgibt, meist während der Regenzeit.
- Laichtyp
- Freilaicher, Eiablage über Pflanzen oder Wurzeln
- Brutpflege
- Feuerstachelaale betreiben keine Brutpflege, die Eier werden nach dem Ablaichen sich selbst überlassen.
- Inkubation
- 3 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Feuerstachelaale sind meist dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber verstecken sie sich in Höhlen oder im Bodengrund.
- Sozialverhalten
- Jungtiere zeigen mitunter Schwarmverhalten, ausgewachsene Tiere sind meist einzelgängerisch und können gegenüber Artgenossen territorial sein.
- Wanderung
- Die Art gilt als standorttreu und unternimmt keine weiträumigen Wanderungen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Orientalis / Indomalaiische Region
Nutzung
- Fischerei
- Von lokaler Bedeutung in einigen Regionen als Speisefisch gefangen.
- Aquakultur
- In Aquarien weltweit als Zierfisch gefragt, gezielte Nachzucht ist selten.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 48
- Quellen
- FishBase, IUCN, Günther Sterba: Süßwasserfische der Welt
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung62 °C
95 kcal / 100 g
18 g / 100 g
Mager
Wenig störende Gräten, gut filetierbar.
Mittel
Das Fleisch ist mild und mager, bei frischem Fang angenehm im Geschmack.
Zart und leicht fest im Biss.
Filets, Rückenstücke
Haut lässt sich nach Erhitzen gut abziehen, sollte vor dem Garen entfernt werden.
Geeignet zum Braten, Räuchern oder Dünsten. Auch gebacken schmeckt das Fleisch sehr gut.
Filetstücke benötigen je nach Dicke etwa 8–12 Minuten.
Ingwer, Zitronengras, Koriandergrün und etwas Pfeffer runden das Aroma ab.
Reis, asiatische Gemüsepfannen, Kokosmilch-Soßen
Leichte Weißweine oder aromatische Grüntees
Filets gründlich säubern und von der Haut befreien; Frischfisch vor dem Garen leicht salzen.
Innereien vor dem Verzehr vollständig entfernen, keine speziellen Risiken bekannt.
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 400 l
22 - 28 °C
6.5 - 7.5
1 - 12 dKH
Bodennah
Für erfahrene Halter geeignet, große Aquarien und viele Verstecke sind unabdingbar.
Jungfische können in kleinen Gruppen gehalten werden, adulte Tiere jedoch besser einzeln.
Verträglich mit größeren, robusten Fischen, kleine Beifische werden als Beute betrachtet.
Stabile, wurzelnde Pflanzen wie Javafarn oder Anubias werden meist verschont; Umgrabaktivität kann schwache Pflanzen entwurzeln.
Leichte bis mäßige Strömung, ruhige Zonen und dicht bepflanzte Bereiche bieten Rückzugsmöglichkeiten.
Meist nehmen sie Frost- und Lebendfutter bereitwillig an, gelegentlich auch Pellets.
Nachzucht im Aquarium ist sehr selten, braucht weiches, warmes Wasser und Regenzeit-Simulation.
Nur für Spezialisten
Gedämpft

