Eulachon
Thaleichthys pacificus
Eulachon (Thaleichthys pacificus), gehoert zur Familie Osmeridae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Planktonfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Eulachon besitzt einen schlanken, silbrigen Stintkörper; Thaleichthys pacificus ist ein anadromer Wanderfisch des Nordpazifiks.
- Maulstellung: Der Eulachon hat ein kleines endständiges Maul, mit dem er Plankton und kleine Krebstiere in Küstengewässern aufnimmt.
- Der Eulachon ist silbrig mit grünlich bis bläulichem Rücken und heller Bauchseite.
- Der Eulachon besitzt eine Fettflosse und einen ungewöhnlich hohen Fettgehalt, der ihm den englischen Beinamen candlefish einbrachte.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Eulachon entwickeln laichreife Männchen rauere Haut und ausgeprägtere Laichmerkmale als Weibchen.
Lebensraum
Der Eulachon lebt im Nordpazifik und wandert zum Laichen in kühle Flüsse und Ästuare mit kiesigem Substrat.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Ästuar, Küstengewässer, Küstennahes Freiwasser
Klimazone: Gemäßigt, Subpolar
Bodengrund: Sand, Kies, Kein Substratbezug
Temperatur: 2 - 14 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8.3
Der Eulachon (Thaleichthys pacificus) ist an der nordamerikanischen Pazifikküste verbreitet und nutzt Flüsse von Kalifornien bis Alaska und British Columbia zum Laichen.
Ernährung
Ernährungsweise: Planktonfresser
Nahrungsschwerpunkte: Zooplanktonfresser, Krebstierfresser
Der Eulachon frisst Zooplankton, kleine Krebstiere und Larvenstadien mariner Organismen.
Beute: Copepoden, Euphausiiden und andere planktonische Krebstiere sind für den Eulachon wichtige Nahrung.
Verbreitung
Region: Nordamerika, Pazifik
Länder: Vereinigte Staaten, Kanada
Der Eulachon (Thaleichthys pacificus) ist an der nordamerikanischen Pazifikküste verbreitet und nutzt Flüsse von Kalifornien bis Alaska und British Columbia zum Laichen.
Galerie
Besonderheiten
- Der Eulachon ist im Meer und während der Laichwanderung tag- und nachtaktiv.
- Der Eulachon bildet große Schwärme, besonders während der Laichwanderung in Flüsse.
- Der Eulachon ist anadrom und zieht vom Meer in Süßwasserflüsse, um zu laichen.
- Der Eulachon laicht massenhaft über kiesigem oder sandigem Flussgrund; viele Tiere sterben nach dem Laichen.
- Beim Eulachon bestehen für Menschen keine besonderen artspezifischen Risiken; Schutz- und Fangregeln sind lokal zu beachten.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Osmeriformes
- Familie
- Osmeridae
- Gattung
- Thaleichthys
- Art
- pacificus
- Erstbeschreiber
- (Richardson, 1836)
Morphologie
- Körperform
- Der Eulachon besitzt einen schlanken, silbrigen Stintkörper; Thaleichthys pacificus ist ein anadromer Wanderfisch des Nordpazifiks.
- Maulstellung
- Der Eulachon hat ein kleines endständiges Maul, mit dem er Plankton und kleine Krebstiere in Küstengewässern aufnimmt.
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Eulachon entwickeln laichreife Männchen rauere Haut und ausgeprägtere Laichmerkmale als Weibchen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Der Eulachon laicht massenhaft über kiesigem oder sandigem Flussgrund; viele Tiere sterben nach dem Laichen.
- Laichtyp
- Kies- und Substratlaicher
- Brutpflege
- Der Eulachon betreibt keine Brutpflege.
- Inkubation
- 30 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Der Eulachon ist im Meer und während der Laichwanderung tag- und nachtaktiv.
- Sozialverhalten
- Der Eulachon bildet große Schwärme, besonders während der Laichwanderung in Flüsse.
- Wanderung
- Der Eulachon ist anadrom und zieht vom Meer in Süßwasserflüsse, um zu laichen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Nearktis
Nutzung
- Fischerei
- Der Eulachon wird lokal gefangen, viele Bestände unterliegen jedoch strengen Schutz- und Managementregeln.
- Aquakultur
- Der Eulachon hat keine etablierte Aquakultur.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; GBIF; IUCN Red List; Eschmeyer's Catalog of Fishes.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Winter
Ganztägig
Schwer
Der Eulachon wird traditionell bei Laichzügen mit Netzen oder erlaubten lokalen Methoden gefangen; Freizeitregeln sind streng zu prüfen.
Für den Eulachon sind Köderangaben weniger relevant, weil die Art während der Laichzüge meist nicht klassisch mit Haken befischt wird.
Der Eulachon erscheint an Flussmündungen und Unterläufen während kurzer Laichläufe.
Beim Eulachon richtet sich zulässiges Gerät nach lokalen Vorschriften, häufig sind Netze oder spezielle Methoden stärker geregelt als Rutenangeln.
Beim Eulachon beeinflussen Licht, Wasserstand und Strömung die Fressaktivität.
Im Winter hält sich der Eulachon meist tiefer oder strukturgebundener auf, soweit die Art im Winter aktiv bleibt.
Beim Eulachon hängt die Bissanzeige stark von Köder und Methode ab.
Der Eulachon kann je nach Größe kurze, kräftige Fluchten zeigen.
Der Eulachon sollte nur nach lokalen Regeln entnommen oder schonend im Wasser abgehakt und freigelassen werden.
Beim gezielten Fang des Eulachon können Arten aus demselben Habitat als Beifang auftreten; konkrete Angaben hängen stark vom Gewässer und der Methode ab.
Der Eulachon ist ein kleiner silbriger Stint mit Fettflosse und anadromem Schwarmverhalten.
Beim Eulachon müssen lokale Schonzeiten, Mindestmaße, Schutzstatus und Entnahmeverbote vor dem Fang geprüft werden.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und ZubereitungFettreich
Beim Eulachon ist der Grätenanteil mit sauberer Filetierung gut beherrschbar.
Einfach
Der Eulachon gilt kulinarisch als milder bis aromatischer Fisch, sofern die Art regional als Speisefisch genutzt wird.
Das Fleisch des Eulachon ist je nach Größe eher fest und eignet sich für einfache Fischgerichte.
Beim Eulachon werden vor allem Filets und größere Seitenstücke verwertet.
Die Haut des Eulachon kann je nach Art geschuppt, abgezogen oder knusprig gebraten werden.
Der Eulachon eignet sich je nach Fettgehalt zum Braten, Backen, Grillen oder Räuchern.
Der Eulachon sollte nur so lange gegart werden, bis das Fleisch gerade undurchsichtig und saftig bleibt.
Zum Eulachon passen Zitrone, Petersilie, Dill, Pfeffer und zurückhaltende Kräuter.
Der Eulachon harmoniert mit Kartoffeln, Reis, Salat oder mildem Gemüse.
Zum Eulachon passen mineralisches Wasser, leichter Weißwein oder alkoholfreie Zitrusgetränke.
Der Eulachon sollte vor dem Garen gekühlt, sauber ausgenommen und möglichst frisch verarbeitet werden.
Für den Eulachon sind bei üblicher Küchenhygiene keine besonderen artspezifischen Giftwarnungen bekannt.
