Elbschnäpel
Coregonus oxyrinchus
Elbschnäpel (Coregonus oxyrinchus), gehoert zur Familie Salmonidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Planktonfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Elbschnäpel besitzt einen schlanken, silbrigen Coregonen-Körper; Coregonus oxyrinchus war historisch ein wandernder Fisch der Nordseezuflüsse.
- Maulstellung: Der Elbschnäpel hat ein leicht unterständiges Maul, mit dem er Kleintiere und Plankton in Fluss- und Ästuarbereichen filtrierend oder aufsammelnd aufnehmen kann.
- Der Elbschnäpel war silbrig mit dunklerem Rücken und heller Bauchseite, typisch für wandernde Coregonen.
- Auffällig am Elbschnäpel ist die zugespitzte Schnauze in Verbindung mit der Fettflosse und der coregonentypischen schlanken Gestalt.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Elbschnäpel sind äußere Geschlechtsunterschiede schwach; zur Laichzeit können Männchen Laichausschlag zeigen.
Lebensraum
Der Elbschnäpel nutzte Ästuare, küstennahe Nordseegebiete und zum Laichen kiesige Unterläufe von Flüssen.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: Fluss, See, Ästuar, Küstengewässer, Sandgrund
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Kies
Temperatur: 4 - 18 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8.5
Der Elbschnäpel (Coregonus oxyrinchus) gilt als global ausgestorben; historische Nachweise stammen aus Nordseezuflüssen wie Elbe, Rhein, Maas und Schelde, wobei die Taxonomie der Houting-Formen komplex ist.
Ernährung
Ernährungsweise: Planktonfresser
Nahrungsschwerpunkte: Zooplanktonfresser, Bodentierfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser
Der Elbschnäpel ernährte sich vermutlich von Zooplankton, Insektenlarven und kleinen Bodentieren in Fluss- und Ästuarbereichen.
Beute: Beim Elbschnäpel waren Kleinkrebse, Zuckmückenlarven und Planktonorganismen naheliegende Nahrungsbestandteile.
Verbreitung
Region: Europa, Atlantik, Nordsee
Der Elbschnäpel (Coregonus oxyrinchus) gilt als global ausgestorben; historische Nachweise stammen aus Nordseezuflüssen wie Elbe, Rhein, Maas und Schelde, wobei die Taxonomie der Houting-Formen komplex ist.
Galerie
Besonderheiten
- Der Elbschnäpel war als Wanderfisch vor allem saisonal aktiv, wenn Laichwanderungen in Flüsse einsetzten.
- Der Elbschnäpel zog wahrscheinlich in lockeren Gruppen oder Schwärmen zu Laichplätzen.
- Der Elbschnäpel war anadrom und wanderte aus Küsten- und Ästuarbereichen zum Laichen in Süßwasserflüsse.
- Der Elbschnäpel laichte auf kiesigem Substrat in kühlen, sauerstoffreichen Flussabschnitten.
- Beim Elbschnäpel besteht kein Risiko für Menschen; relevant sind vielmehr historische Überfischung, Gewässerausbau und Wanderhindernisse.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Salmoniformes
- Familie
- Salmonidae
- Unterfamilie
- Coregoninae
- Gattung
- Coregonus
- Art
- oxyrinchus
- Erstbeschreiber
- (Linnaeus, 1758)
Morphologie
- Körperform
- Der Elbschnäpel besitzt einen schlanken, silbrigen Coregonen-Körper; Coregonus oxyrinchus war historisch ein wandernder Fisch der Nordseezuflüsse.
- Maulstellung
- Der Elbschnäpel hat ein leicht unterständiges Maul, mit dem er Kleintiere und Plankton in Fluss- und Ästuarbereichen filtrierend oder aufsammelnd aufnehmen kann.
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Elbschnäpel sind äußere Geschlechtsunterschiede schwach; zur Laichzeit können Männchen Laichausschlag zeigen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Der Elbschnäpel laichte auf kiesigem Substrat in kühlen, sauerstoffreichen Flussabschnitten.
- Laichtyp
- Kieslaicher
- Brutpflege
- Der Elbschnäpel betrieb nach dem Laichen keine Brutpflege.
Verhalten
- Aktivität
- Der Elbschnäpel war als Wanderfisch vor allem saisonal aktiv, wenn Laichwanderungen in Flüsse einsetzten.
- Sozialverhalten
- Der Elbschnäpel zog wahrscheinlich in lockeren Gruppen oder Schwärmen zu Laichplätzen.
- Wanderung
- Der Elbschnäpel war anadrom und wanderte aus Küsten- und Ästuarbereichen zum Laichen in Süßwasserflüsse.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Der Elbschnäpel hat heute keine Fischereibedeutung, weil die Art global als ausgestorben gilt.
- Aquakultur
- Der Elbschnäpel hat keine aktuelle Aquakulturrelevanz; Schutzprojekte betreffen verwandte Houting-Formen.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; GBIF; IUCN Red List; Eschmeyer's Catalog of Fishes.
