Eisdorsch
Boreogadus saida
Eisdorsch (Boreogadus saida), gehoert zur Familie Gadidae, lebt in Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Planktonfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Eisdorsch besitzt einen schlanken, spindelförmigen Dorschkörper; Boreogadus saida ist hervorragend an kalte arktische Meeresbedingungen angepasst.
- Maulstellung: Der Eisdorsch hat ein endständiges Maul, mit dem er Zooplankton, kleine Krebstiere und Jungfische im kalten Freiwasser aufnimmt.
- Der Eisdorsch ist silbrig bis olivgrau mit hellem Bauch und unauffälliger arktischer Tarnfärbung.
- Der Eisdorsch besitzt dorschtypische mehrere Rückenflossen, einen kleinen Kinnbartel und physiologische Anpassungen an sehr kaltes Wasser.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Eisdorsch sind Männchen und Weibchen äußerlich nur schwach unterscheidbar.
Lebensraum
Der Eisdorsch lebt im arktischen Meer unter und am Rand des Meereises, in Küstenzonen, Fjorden und bis in tiefe Wasserschichten.
Wasserlebensraum: Brackwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: See, Ästuar, Küstengewässer, Bodennah, Tiefsee
Klimazone: Polar, Subpolar
Bodengrund: Sand, Schlamm, Kein Substratbezug
Temperatur: -2 - 5 Grad C
pH-Wert: 7.7 - 8.3
Der Eisdorsch (Boreogadus saida) ist zirkumpolar in arktischen Meeren verbreitet und eine wichtige Beute für Robben, Wale, Seevögel und größere Fische.
Ernährung
Ernährungsweise: Planktonfresser
Nahrungsschwerpunkte: Zooplanktonfresser, Krebstierfresser, Fischfresser, Algenfresser
Der Eisdorsch frisst vor allem Copepoden, Amphipoden, Krill und kleine Fische.
Beute: Junge Eisdorsche nutzen Eisalgen- und Planktonnahrung, ältere Tiere fressen vermehrt größere Krebstiere und Fischlarven.
Verbreitung
Region: Europa, Nordamerika, Atlantik, Pazifik
Der Eisdorsch (Boreogadus saida) ist zirkumpolar in arktischen Meeren verbreitet und eine wichtige Beute für Robben, Wale, Seevögel und größere Fische.
Galerie
Besonderheiten
- Der Eisdorsch ist in polaren Gewässern je nach Licht und Eisbedeckung tag- und nachtaktiv.
- Der Eisdorsch bildet lockere Schwärme und ist ein zentraler Schwarmfisch im arktischen Nahrungsnetz.
- Der Eisdorsch zeigt ozeanodrome Bewegungen zwischen Eisrand, Küste und tieferen Bereichen, wandert aber nicht ins Süßwasser.
- Der Eisdorsch laicht im kalten Meer; Eier und Larven entwickeln sich im Freiwasser.
- Beim Eisdorsch bestehen für Menschen keine besonderen artspezifischen Risiken; Schutz- und Fangregeln sind lokal zu beachten.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Gadiformes
- Familie
- Gadidae
- Gattung
- Boreogadus
- Art
- saida
- Erstbeschreiber
- (Lepechin, 1774)
- Synonyme
- Gadus saida
Morphologie
- Körperform
- Der Eisdorsch besitzt einen schlanken, spindelförmigen Dorschkörper; Boreogadus saida ist hervorragend an kalte arktische Meeresbedingungen angepasst.
- Maulstellung
- Der Eisdorsch hat ein endständiges Maul, mit dem er Zooplankton, kleine Krebstiere und Jungfische im kalten Freiwasser aufnimmt.
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Eisdorsch sind Männchen und Weibchen äußerlich nur schwach unterscheidbar.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Der Eisdorsch laicht im kalten Meer; Eier und Larven entwickeln sich im Freiwasser.
- Laichtyp
- Freiwasserlaicher
- Brutpflege
- Der Eisdorsch betreibt keine Brutpflege.
Verhalten
- Aktivität
- Der Eisdorsch ist in polaren Gewässern je nach Licht und Eisbedeckung tag- und nachtaktiv.
- Sozialverhalten
- Der Eisdorsch bildet lockere Schwärme und ist ein zentraler Schwarmfisch im arktischen Nahrungsnetz.
- Wanderung
- Der Eisdorsch zeigt ozeanodrome Bewegungen zwischen Eisrand, Küste und tieferen Bereichen, wandert aber nicht ins Süßwasser.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis, Nearktis
Nutzung
- Fischerei
- Der Eisdorsch besitzt regional begrenzte Fischereibedeutung und wird in arktischen Ökosystemstudien intensiv untersucht.
- Aquakultur
- Der Eisdorsch hat keine etablierte Aquakulturrelevanz.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; GBIF; IUCN Red List; Eschmeyer's Catalog of Fishes.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und ZubereitungMager
Beim Eisdorsch ist der Grätenanteil mit sauberer Filetierung gut beherrschbar.
Mittel
Der Eisdorsch gilt kulinarisch als milder bis aromatischer Fisch, sofern die Art regional als Speisefisch genutzt wird.
Das Fleisch des Eisdorsch ist je nach Größe eher fest und eignet sich für einfache Fischgerichte.
Beim Eisdorsch werden vor allem Filets und größere Seitenstücke verwertet.
Die Haut des Eisdorsch kann je nach Art geschuppt, abgezogen oder knusprig gebraten werden.
Der Eisdorsch eignet sich je nach Fettgehalt zum Braten, Backen, Grillen oder Räuchern.
Der Eisdorsch sollte nur so lange gegart werden, bis das Fleisch gerade undurchsichtig und saftig bleibt.
Zum Eisdorsch passen Zitrone, Petersilie, Dill, Pfeffer und zurückhaltende Kräuter.
Der Eisdorsch harmoniert mit Kartoffeln, Reis, Salat oder mildem Gemüse.
Zum Eisdorsch passen mineralisches Wasser, leichter Weißwein oder alkoholfreie Zitrusgetränke.
Der Eisdorsch sollte vor dem Garen gekühlt, sauber ausgenommen und möglichst frisch verarbeitet werden.
Für den Eisdorsch sind bei üblicher Küchenhygiene keine besonderen artspezifischen Giftwarnungen bekannt.
