FischLex
KI-generiert

Eisdorsch

Boreogadus saida

Eisdorsch (Boreogadus saida), gehoert zur Familie Gadidae, lebt in Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Planktonfresser.

25 cm, max 40 cmbis 7 Jahre0-1383 m TiefePlanktonfresser

Merkmale

  • Körperform: Der Eisdorsch besitzt einen schlanken, spindelförmigen Dorschkörper; Boreogadus saida ist hervorragend an kalte arktische Meeresbedingungen angepasst.
  • Maulstellung: Der Eisdorsch hat ein endständiges Maul, mit dem er Zooplankton, kleine Krebstiere und Jungfische im kalten Freiwasser aufnimmt.
  • Der Eisdorsch ist silbrig bis olivgrau mit hellem Bauch und unauffälliger arktischer Tarnfärbung.
  • Der Eisdorsch besitzt dorschtypische mehrere Rückenflossen, einen kleinen Kinnbartel und physiologische Anpassungen an sehr kaltes Wasser.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Eisdorsch sind Männchen und Weibchen äußerlich nur schwach unterscheidbar.

Lebensraum

Der Eisdorsch lebt im arktischen Meer unter und am Rand des Meereises, in Küstenzonen, Fjorden und bis in tiefe Wasserschichten.

Wasserlebensraum: Brackwasser, Meerwasser

Lebensraumtypen: See, Ästuar, Küstengewässer, Bodennah, Tiefsee

Klimazone: Polar, Subpolar

Bodengrund: Sand, Schlamm, Kein Substratbezug

Temperatur: -2 - 5 Grad C

pH-Wert: 7.7 - 8.3

Der Eisdorsch (Boreogadus saida) ist zirkumpolar in arktischen Meeren verbreitet und eine wichtige Beute für Robben, Wale, Seevögel und größere Fische.

Ernährung

Ernährungsweise: Planktonfresser

Nahrungsschwerpunkte: Zooplanktonfresser, Krebstierfresser, Fischfresser, Algenfresser

Der Eisdorsch frisst vor allem Copepoden, Amphipoden, Krill und kleine Fische.

Beute: Junge Eisdorsche nutzen Eisalgen- und Planktonnahrung, ältere Tiere fressen vermehrt größere Krebstiere und Fischlarven.

Junge Eisdorsche nutzen Eisalgen- und Planktonnahrung
ältere Tiere fressen vermehrt größere Krebstiere und Fischlarven.

Verbreitung

Region: Europa, Nordamerika, Atlantik, Pazifik

Der Eisdorsch (Boreogadus saida) ist zirkumpolar in arktischen Meeren verbreitet und eine wichtige Beute für Robben, Wale, Seevögel und größere Fische.

Besonderheiten

  • Der Eisdorsch ist in polaren Gewässern je nach Licht und Eisbedeckung tag- und nachtaktiv.
  • Der Eisdorsch bildet lockere Schwärme und ist ein zentraler Schwarmfisch im arktischen Nahrungsnetz.
  • Der Eisdorsch zeigt ozeanodrome Bewegungen zwischen Eisrand, Küste und tieferen Bereichen, wandert aber nicht ins Süßwasser.
  • Der Eisdorsch laicht im kalten Meer; Eier und Larven entwickeln sich im Freiwasser.
  • Beim Eisdorsch bestehen für Menschen keine besonderen artspezifischen Risiken; Schutz- und Fangregeln sind lokal zu beachten.
Nachtaktiv, Tag und Nacht aktivZooplanktonfresser, Krebstierfresser, Fischfresse...Der Eisdorsch wird regional befischt, ist aber vo...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Gadiformes
Familie
Gadidae
Gattung
Boreogadus
Art
saida
Erstbeschreiber
(Lepechin, 1774)
Synonyme
Gadus saida

Morphologie

Körperform
Der Eisdorsch besitzt einen schlanken, spindelförmigen Dorschkörper; Boreogadus saida ist hervorragend an kalte arktische Meeresbedingungen angepasst.
Maulstellung
Der Eisdorsch hat ein endständiges Maul, mit dem er Zooplankton, kleine Krebstiere und Jungfische im kalten Freiwasser aufnimmt.
Geschlechtsunterschiede
Beim Eisdorsch sind Männchen und Weibchen äußerlich nur schwach unterscheidbar.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Der Eisdorsch laicht im kalten Meer; Eier und Larven entwickeln sich im Freiwasser.
Laichtyp
Freiwasserlaicher
Brutpflege
Der Eisdorsch betreibt keine Brutpflege.

Verhalten

Aktivität
Der Eisdorsch ist in polaren Gewässern je nach Licht und Eisbedeckung tag- und nachtaktiv.
Sozialverhalten
Der Eisdorsch bildet lockere Schwärme und ist ein zentraler Schwarmfisch im arktischen Nahrungsnetz.
Wanderung
Der Eisdorsch zeigt ozeanodrome Bewegungen zwischen Eisrand, Küste und tieferen Bereichen, wandert aber nicht ins Süßwasser.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis, Nearktis

Nutzung

Fischerei
Der Eisdorsch besitzt regional begrenzte Fischereibedeutung und wird in arktischen Ökosystemstudien intensiv untersucht.
Aquakultur
Der Eisdorsch hat keine etablierte Aquakulturrelevanz.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; GBIF; IUCN Red List; Eschmeyer's Catalog of Fishes.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Beim Eisdorsch ist der Grätenanteil mit sauberer Filetierung gut beherrschbar.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Der Eisdorsch gilt kulinarisch als milder bis aromatischer Fisch, sofern die Art regional als Speisefisch genutzt wird.

Fleischstruktur

Das Fleisch des Eisdorsch ist je nach Größe eher fest und eignet sich für einfache Fischgerichte.

Verwertbare Teile

Beim Eisdorsch werden vor allem Filets und größere Seitenstücke verwertet.

Hautzubereitung

Die Haut des Eisdorsch kann je nach Art geschuppt, abgezogen oder knusprig gebraten werden.

Zubereitungsarten

Der Eisdorsch eignet sich je nach Fettgehalt zum Braten, Backen, Grillen oder Räuchern.

Garzeit

Der Eisdorsch sollte nur so lange gegart werden, bis das Fleisch gerade undurchsichtig und saftig bleibt.

Kräuter & Gewürze

Zum Eisdorsch passen Zitrone, Petersilie, Dill, Pfeffer und zurückhaltende Kräuter.

Beilagen

Der Eisdorsch harmoniert mit Kartoffeln, Reis, Salat oder mildem Gemüse.

Getränke

Zum Eisdorsch passen mineralisches Wasser, leichter Weißwein oder alkoholfreie Zitrusgetränke.

Vorbereitung

Der Eisdorsch sollte vor dem Garen gekühlt, sauber ausgenommen und möglichst frisch verarbeitet werden.

Warnhinweise

Für den Eisdorsch sind bei üblicher Küchenhygiene keine besonderen artspezifischen Giftwarnungen bekannt.