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Edelkrebs

Astacus astacus

Edelkrebs (Astacus astacus), gehört zur Familie Astacidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.

12 cm, max 20 cmmax 0.35 kgbis 20 Jahre0.2-3 m TiefeAllesfresserKI-unterstuetzt

Merkmale

  • Körperform: Der Edelkrebs zeichnet sich durch einen kräftigen, langgestreckten Panzer und prominente Scheren aus.
  • Maulstellung: Beim Edelkrebs liegt das kleine, unterschneidende Mundwerkzeug an der Vorderseite und ist auf das Greifen und Zerlegen vielseitiger Nahrung spezialisiert.
  • Die Grundfarbe reicht von olivgrün bis braun, oft mit leicht bläulichem Schimmer an Scheren und Panzer, Jungtiere sind meist heller gefärbt.
  • Charakteristisch für Astacus astacus sind die mächtigen Scheren und der robuste Carapax mit ausgeprägtem Kiel.
  • Geschlechtsunterschiede: Bei dieser Art weisen männliche Exemplare kräftigere Scheren und einen insgesamt massiveren Körperbau als Weibchen auf.

Lebensraum

Edelkrebse besiedeln langsam fließende Bäche, Seen und Teiche mit sauberem, sauerstoffreichem Wasser und Unterschlüpfen wie Steinen oder Totholz.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See, Teich, Bodenlebend

Klimazone: Gemäßigt

Bodengrund: Sand, Kies, Fels / Stein, Schlamm, Detritus / Laub, Pflanzenbestand

Temperatur: 3 - 25 Grad C

pH-Wert: 6 - 8

Astacus astacus ist in großen Teilen Europas heimisch, besonders in Mittel- und Nordeuropa. Die Art besiedelt Fließ- und Stillgewässer, wurde aber durch Krebspest und Konkurrenz invasiver Arten in vielen Regionen stark dezimiert.

Ernährung

Ernährungsweise: Allesfresser

Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Weichtierfresser, Bodentierfresser, Detritusfresser, Nahrungs-Generalist

Die Ernährung umfasst Wasserpflanzen, abfallende Blätter und Detritus, daneben werden auch Insektenlarven, Würmer und kleine Tiere als Nahrung genutzt.

Beute: Laub, Detritus, Würmer, Krebstiere, Schnecken, Pflanzenreste.

Laub
Detritus
Würmer

Verbreitung

Region: Europa

Länder: Österreich, Belgien, Bulgarien, Belarus, Schweiz, Tschechien, Deutschland, Dänemark, Estland, Spanien, Finnland, Frankreich, Kroatien, Ungarn, Italien, Litauen, Lettland, Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Slowenien, Slowakei, Ukraine

Astacus astacus ist in großen Teilen Europas heimisch, besonders in Mittel- und Nordeuropa. Die Art besiedelt Fließ- und Stillgewässer, wurde aber durch Krebspest und Konkurrenz invasiver Arten in vielen Regionen stark dezimiert.

Besonderheiten

  • In der Dämmerung und nachts werden die Tiere aktiv und gehen auf Nahrungssuche.
  • Erwachsene zeigen Revierverhalten und sind außerhalb der Paarungszeit eher einzelgängerisch, Jungtiere nutzen Schwärme als Schutz.
  • Kurze saisonale Wanderungen kommen zur Fortpflanzung vor, weite Wanderzüge werden nicht beobachtet.
  • Zur Laichzeit im Herbst paaren sich die Tiere, das Weibchen trägt dann die Eier bis zum Schlupf unter dem Schwanz.
  • Der Verzehr ist unbedenklich, nur kranke oder tote Tiere sollten gemieden werden.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivInsektenfresser, Krebstierfresser, Weichtierfress...Früher war der Edelkrebs ein beliebter Speisekre...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Malacostraca
Ordnung
Decapoda
Unterordnung
Astacidea
Familie
Astacidae
Gattung
Astacus
Art
astacus
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758
Synonyme
Euastacus astacus

Morphologie

Körperform
Der Edelkrebs zeichnet sich durch einen kräftigen, langgestreckten Panzer und prominente Scheren aus.
Maulstellung
Beim Edelkrebs liegt das kleine, unterschneidende Mundwerkzeug an der Vorderseite und ist auf das Greifen und Zerlegen vielseitiger Nahrung spezialisiert.
Geschlechtsunterschiede
Bei dieser Art weisen männliche Exemplare kräftigere Scheren und einen insgesamt massiveren Körperbau als Weibchen auf.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Zur Laichzeit im Herbst paaren sich die Tiere, das Weibchen trägt dann die Eier bis zum Schlupf unter dem Schwanz.
Laichtyp
Substratlaicher, Weibchen trägt Eier am Pleopoden.
Brutpflege
Es gibt mütterliche Brutpflege; das Weibchen bewacht und trägt die Eier sowie die frisch geschlüpften Jungen.
Inkubation
120 Tage

Verhalten

Aktivität
In der Dämmerung und nachts werden die Tiere aktiv und gehen auf Nahrungssuche.
Sozialverhalten
Erwachsene zeigen Revierverhalten und sind außerhalb der Paarungszeit eher einzelgängerisch, Jungtiere nutzen Schwärme als Schutz.
Wanderung
Kurze saisonale Wanderungen kommen zur Fortpflanzung vor, weite Wanderzüge werden nicht beobachtet.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Die Art hat heute regionale Bedeutung für die Fischerei, größere kommerzielle Fänge gibt es kaum noch.
Aquakultur
In Zucht- und Artenschutzprogrammen spielt der Edelkrebs eine gewisse Rolle, großflächige kommerzielle Aquakultur ist selten.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Chromosomenzahl
184
Quellen
FishBase, IUCN, DAFV, Bölscher & Schaperclaus (2015): Süßwasserfische Deutschlands.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

70 °C

Energie

82 kcal / 100 g

Eiweiß

18 g / 100 g

Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Gräten bestehen nicht; nur Schale muss entfernt werden.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Das Fleisch ist zart und mild-süßlich, besonders im Scheren- und Schwanzbereich.

Fleischstruktur

Auffallend zart und dabei fest im Biss, im Schwanzmuskel saftig.

Verwertbare Teile

Schwanzfleisch, Scheren, gelegentlich Teile des Körpers.

Hautzubereitung

Die Schale wird nach dem Kochen entfernt, roh ist sie ungenießbar.

Zubereitungsarten

Kochen, Dünsten und als Delikatesse auch Grillen sind empfehlenswerte Zubereitungsarten.

Garzeit

In siedendem Wasser etwa 5–7 Minuten garen.

Kräuter & Gewürze

Dill, Petersilie, Zitronensaft und Meerrettich ergänzen den Geschmack ideal.

Beilagen

Salzkartoffeln, Baguette oder einfach frischer Salat passen optimal.

Getränke

Zu Edelkrebs harmonieren trockene Weißweine oder helle Biere.

Vorbereitung

Frisch gefangene Tiere sofort abkochen oder lebendig halten; Innereien vor Verzehr entfernen.

Warnhinweise

Nur lebende oder frisch gekochte Edelkrebse sollten verzehrt werden, um Lebensmittelvergiftungen zu vermeiden.

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 100 l

Mindestteich

ab 1000 l

Temperatur

3 - 25 °C

pH-Wert

6 - 8

Karbonathärte

2 - 15 dKH

Schwimmzone

Bodennah

Haltungsanspruch

In der Aquaristik stellt die Haltung gewisse Anforderungen an die Wasserqualität und an ausreichend Rückzugsorte.

Gruppengröße

Im Aquarium Einzelhaltung oder einige Tiere mit ausreichend Platz und Verstecken.

Vergesellschaftung

Vorsicht bei Vergesellschaftung mit Fischen, da diese gefressen werden könnten.

Pflanzen

Aquarienpflanzen werden gelegentlich angeknabbert oder ausgebuddelt.

Strömung & Sauerstoff

Ein leichter Wasserstrom ist optimal, Standgewässer mit Filterung werden akzeptiert.

Futterannahme

Futtertabletten, Gemüse, Frost- und Lebendfutter sowie Laub werden zuverlässig angenommen.

überwinterung

Überwinterung im Teich ist bei frostfreier Tiefe und ausreichend Sauerstoff möglich.

Nachzucht

Nachzucht gelingt nach Herbstkühlung bei artgerechter Fütterung; Verstecke für trächtige Weibchen sind wichtig.

Nachzuchtanspruch

Mittel

Beleuchtung

Gedämpft