Eberfisch
Capros aper
Eberfisch (Capros aper), gehoert zur Familie Caproidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Planktonfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Eberfisch besitzt einen sehr hochrückigen, seitlich stark abgeflachten Körper; Capros aper wirkt dadurch fast scheibenförmig und ist im Schwarm leicht zu erkennen.
- Maulstellung: Der Eberfisch hat ein kleines, stark vorstülpbares Maul, mit dem er Zooplankton und kleine Bodentiere aus kurzer Distanz einsaugt.
- Der Eberfisch ist rötlich bis orange gefärbt, mit hellerem Bauch und großen Augen; Jungfische erscheinen oft transparenter und blasser.
- Auffällig am Eberfisch sind der steile Kopf, der hohe Rücken und die kräftigen Hartstrahlen in Rücken- und Afterflosse.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Eberfisch sind Männchen und Weibchen äußerlich nur schwach unterscheidbar; in Fängen wird das Geschlecht meist über Gonadenmerkmale bestimmt.
Lebensraum
Der Eberfisch lebt im östlichen Atlantik und im Mittelmeer meist über schlammigem, sandigem oder gemischtem Grund, häufig am Rand des Schelfs und oberen Kontinentalhangs.
Wasserlebensraum: Meerwasser
Lebensraumtypen: Küstengewässer, Sandgrund, Schlammgrund, Küstennahes Freiwasser, Bodennah
Klimazone: Gemäßigt, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Feinsediment
Temperatur: 8 - 18 Grad C
pH-Wert: 7.8 - 8.4
Der Eberfisch (Capros aper) ist vom nordöstlichen Atlantik über die europäischen und nordwestafrikanischen Küsten bis in das Mittelmeer verbreitet.
Ernährung
Ernährungsweise: Planktonfresser
Nahrungsschwerpunkte: Zooplanktonfresser, Krebstierfresser, Bodentierfresser
Der Eberfisch ernährt sich vor allem von kleinen Krebstieren, Zooplankton und bodennah lebenden Wirbellosen.
Beute: Beim Eberfisch stehen Copepoden, kleine Garnelen, Amphipoden und Larvenstadien mariner Wirbelloser im Vordergrund.
Verbreitung
Region: Europa, Nordafrika, Afrika südlich der Sahara, Atlantik, Mittelmeer, Westasien
Länder: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei
Der Eberfisch (Capros aper) ist vom nordöstlichen Atlantik über die europäischen und nordwestafrikanischen Küsten bis in das Mittelmeer verbreitet.
Galerie
Besonderheiten
- Der Eberfisch ist überwiegend tag- und dämmerungsaktiv und bildet in tieferem Wasser lockere Trupps.
- Der Eberfisch tritt häufig in Gruppen oder Schwärmen auf und nutzt die Schwarmbildung als Schutz in offenem Wasser.
- Der Eberfisch gilt als ozeanodromer Meeresfisch ohne weite Süßwasserwanderungen.
- Der Eberfisch laicht pelagisch; Eier und Larven treiben zunächst im Freiwasser.
- Beim Eberfisch bestehen für Menschen keine besonderen artspezifischen Risiken; Schutz- und Fangregeln sind lokal zu beachten.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Caproiformes
- Familie
- Caproidae
- Gattung
- Capros
- Art
- aper
- Erstbeschreiber
- (Linnaeus, 1758)
Morphologie
- Körperform
- Der Eberfisch besitzt einen sehr hochrückigen, seitlich stark abgeflachten Körper; Capros aper wirkt dadurch fast scheibenförmig und ist im Schwarm leicht zu erkennen.
- Maulstellung
- Der Eberfisch hat ein kleines, stark vorstülpbares Maul, mit dem er Zooplankton und kleine Bodentiere aus kurzer Distanz einsaugt.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 9 - 10
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 23 - 25
- Afterflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 22 - 24
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Eberfisch sind Männchen und Weibchen äußerlich nur schwach unterscheidbar; in Fängen wird das Geschlecht meist über Gonadenmerkmale bestimmt.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Der Eberfisch laicht pelagisch; Eier und Larven treiben zunächst im Freiwasser.
- Laichtyp
- Freiwasserlaicher
- Brutpflege
- Der Eberfisch betreibt nach der Eiabgabe keine Brutpflege.
Verhalten
- Aktivität
- Der Eberfisch ist überwiegend tag- und dämmerungsaktiv und bildet in tieferem Wasser lockere Trupps.
- Sozialverhalten
- Der Eberfisch tritt häufig in Gruppen oder Schwärmen auf und nutzt die Schwarmbildung als Schutz in offenem Wasser.
- Wanderung
- Der Eberfisch gilt als ozeanodromer Meeresfisch ohne weite Süßwasserwanderungen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Der Eberfisch kann in Schleppnetzfängen auftreten und wird teils industriell oder lokal verwertet.
- Aquakultur
- Der Eberfisch besitzt keine etablierte Aquakulturrelevanz.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; GBIF; IUCN Red List; Eschmeyer's Catalog of Fishes; FAO-Artbeschreibungen.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und ZubereitungMager
Beim Eberfisch ist der Grätenanteil mit sauberer Filetierung gut beherrschbar.
Mittel
Der Eberfisch gilt kulinarisch als milder bis aromatischer Fisch, sofern die Art regional als Speisefisch genutzt wird.
Das Fleisch des Eberfisch ist je nach Größe eher fest und eignet sich für einfache Fischgerichte.
Beim Eberfisch werden vor allem Filets und größere Seitenstücke verwertet.
Die Haut des Eberfisch kann je nach Art geschuppt, abgezogen oder knusprig gebraten werden.
Der Eberfisch eignet sich je nach Fettgehalt zum Braten, Backen, Grillen oder Räuchern.
Der Eberfisch sollte nur so lange gegart werden, bis das Fleisch gerade undurchsichtig und saftig bleibt.
Zum Eberfisch passen Zitrone, Petersilie, Dill, Pfeffer und zurückhaltende Kräuter.
Der Eberfisch harmoniert mit Kartoffeln, Reis, Salat oder mildem Gemüse.
Zum Eberfisch passen mineralisches Wasser, leichter Weißwein oder alkoholfreie Zitrusgetränke.
Der Eberfisch sollte vor dem Garen gekühlt, sauber ausgenommen und möglichst frisch verarbeitet werden.
Für den Eberfisch sind bei üblicher Küchenhygiene keine besonderen artspezifischen Giftwarnungen bekannt.
