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Chili-Rasbora

Boraras brigittae

Chili-Rasbora (Boraras brigittae), gehoert zur Familie Cyprinidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.

1.5 cm, max 2 cmbis 3 Jahre0-2 m TiefeAllesfresser

Merkmale

  • Körperform: Klein und seitlich abgeflacht mit kompaktem, kurzgestrecktem Körperbau; bei intensiver Färbung wirkt die Silhouette gedrungen.
  • Maulstellung: Die Maulstellung ist endständig, was die Aufnahme von kleinen Wirbellosen und Plankton im freien Wasser erleichtert.
  • Auffällig ist die leuchtend rote bis orange Körperfärbung mit einem dunkleren Fleck in der hinteren Körpermitte und teils dunklen Punkten auf Körper und Flossen; Jungfische sind blasser und entwickeln die volle Färbung mit der Geschlechtsreife.
  • Sehr kleiner Körper ohne Fettflosse und ohne auffällige harte Stacheln; die Flossen sind relativ kurz, die Schwanzflosse leicht gegabelt.
  • Geschlechtsunterschiede: Bei der Chili-Rasbora sind Männchen schlanker und intensiver rot gefärbt; Weibchen erscheinen rundlicher und zeigen oft blassere Töne, besonders in der Bauchregion.

Lebensraum

Die Art bewohnt flache, stark bewachsene, oft tanninreiche Gewässer mit dichter Vegetation und Laubschicht, wie Torfmoore und Schwarzwasserbereiche in küstennahen Tieflandgebieten.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Bach, Teich, Überschwemmungsgebiet, Feuchtgebiet, Sumpf, Küstengewässer, Schlammgrund

Klimazone: Tropisch

Bodengrund: Schlamm, Feinsediment, Detritus / Laub, Pflanzenbestand

Temperatur: 22 - 28 Grad C

pH-Wert: 4 - 7

Verbreitet ist die Chili-Rasbora in kleinräumigen Schwarzwasserhabitaten im südlichen Borneo; die Verbreitung ist lokal begrenzt auf torfige Flachgewässer, Seitenarme und Überschwemmungszonen.

Ernährung

Ernährungsweise: Allesfresser

Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Zooplanktonfresser, Nahrungs-Generalist

In freier Natur ernährt sich die Chili-Rasbora vorwiegend von kleinem Zooplankton, Wasserflöhen und Insektenlarven; pflanzliche Partikel werden ergänzend aufgenommen.

Beute: Kleine Daphnien, Cyclops und Insektenlarven sowie fein zerkleinerte Futterpellets und gefriergetrocknete Mikroportionen in Aquarien.

Kleine Daphnien
Cyclops und Insektenlarven sowie fein zerkleinerte Futterpellets und gefriergetrocknete Mikroportionen in Aquarien.

Verbreitung

Region: Südostasien

Länder: Brunei, Indonesien, Malaysia

Verbreitet ist die Chili-Rasbora in kleinräumigen Schwarzwasserhabitaten im südlichen Borneo; die Verbreitung ist lokal begrenzt auf torfige Flachgewässer, Seitenarme und Überschwemmungszonen.

Besonderheiten

  • Meist tagaktiv und in dichten Schwärmen unterwegs; die Chili-Rasbora nutzt Tageslichtphasen zur Nahrungssuche und zieht sich bei starker Helligkeit dichter in Vegetationszonen zurück.
  • Stark schwarmbildend und friedlich; in natürlicher Umgebung lebt die Art in großen Gruppen und zeigt kein ausgeprägtes Territorialverhalten.
  • Paarweise oder in kleinen Gruppen werden Eier in dichten Pflanzenbeständen abgelegt; die Art ist Freilaicher mit Vorliebe für Pflanzen und Laub.
  • Keine spezifischen Gefahren; beim Umgang mit stark saurem Schwarzwasser sind Hygienemaßnahmen beim Wasserwechsel empfehlenswert.
TagaktivInsektenfresser, Zooplanktonfresser, Nahrungs-Gen...Wegen der intensiven Färbung sehr beliebt in der...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Cypriniformes
Familie
Cyprinidae
Gattung
Boraras
Art
brigittae
Erstbeschreiber
Kottelat & Vidthayanon, 1993
Synonyme
Rasbora brigittae

Morphologie

Körperform
Klein und seitlich abgeflacht mit kompaktem, kurzgestrecktem Körperbau; bei intensiver Färbung wirkt die Silhouette gedrungen.
Maulstellung
Die Maulstellung ist endständig, was die Aufnahme von kleinen Wirbellosen und Plankton im freien Wasser erleichtert.
Rückenflosse Hartstrahlen
0 - 0
Rückenflosse Weichstrahlen
6 - 8
Afterflosse Hartstrahlen
0 - 0
Afterflosse Weichstrahlen
10 - 13
Geschlechtsunterschiede
Bei der Chili-Rasbora sind Männchen schlanker und intensiver rot gefärbt; Weibchen erscheinen rundlicher und zeigen oft blassere Töne, besonders in der Bauchregion.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Paarweise oder in kleinen Gruppen werden Eier in dichten Pflanzenbeständen abgelegt; die Art ist Freilaicher mit Vorliebe für Pflanzen und Laub.
Laichtyp
Laichen in Vegetation und Laubschicht; Eier werden verstreut abgelegt.
Brutpflege
Es ist keine Brutpflege bekannt; Eier und Larven bleiben unbeaufsichtigt und sind von dichten Pflanzenbeständen abhängig, um Prädation zu entgehen.
Inkubation
2 Tage

Verhalten

Aktivität
Meist tagaktiv und in dichten Schwärmen unterwegs; die Chili-Rasbora nutzt Tageslichtphasen zur Nahrungssuche und zieht sich bei starker Helligkeit dichter in Vegetationszonen zurück.
Sozialverhalten
Stark schwarmbildend und friedlich; in natürlicher Umgebung lebt die Art in großen Gruppen und zeigt kein ausgeprägtes Territorialverhalten.
Endemisch
Ja
Biogeographie
Orientalis / Indomalaiische Region

Nutzung

Fischerei
Keine Relevanz für die kommerzielle Nahrungsfischerei; die wirtschaftliche Bedeutung beschränkt sich auf den Aquarienhandel.
Aquakultur
Hohe Relevanz für die Aquaristik; die Chili-Rasbora wird regelmäßig in Zuchtbetrieben gehalten und vermehrt.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase, IUCN, Originalbeschreibung Kottelat & Vidthayanon 1993; Fachliteratur zur Aquarienhaltung

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 30 l

Temperatur

22 - 28 °C

pH-Wert

4 - 7

Karbonathärte

0 - 6 dKH

Schwimmzone

Mittlere Wasserschichten

Haltungsanspruch

Für Hobbyaquarianer mit Interesse an Schwarzwasserbecken leicht zu halten; wichtig sind weiches, leicht saures Wasser, dichte Bepflanzung und Ruhe.

Gruppengröße

Rund 8–15 Exemplare schaffen ein natürliches Schwarmverhalten; kleine Gruppen sind weniger sicher und zeigen schwächere Färbung.

Vergesellschaftung

Sehr gut vergesellschaftbar mit ruhigen Kleinfischen; Aufpasser und große, aggressive Fische meiden, da sie Schwarmstress auslösen.

Pflanzen

Pflanzenfreundlich; dichte Bepflanzung, Moospolster und Schwimmpflanzen werden gut angenommen und bieten Laichplätze.

Strömung & Sauerstoff

Geringe Strömung bevorzugt; in natürlicher Umgebung sind die Gewässer meist ruhig bis schwach fließend.

Futterannahme

Akzeptiert in Aquarien kleine Frost- und Lebendfutterportionen sowie feine Trockenfutterflocken und Mikrogranulate, reagiert gut auf abwechslungsreiche Fütterung.

Nachzucht

Zucht gelingt in dicht bepflanzten Becken mit weichem, leicht saurem Wasser und schwacher Beleuchtung; Laichansätze treten bei stabilen Wasserwerten und abwechslungsreicher Fütterung auf.

Nachzuchtanspruch

Einfach

Beleuchtung

Gedämpft