Chili-Rasbora
Boraras brigittae
Chili-Rasbora (Boraras brigittae), gehoert zur Familie Cyprinidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Klein und seitlich abgeflacht mit kompaktem, kurzgestrecktem Körperbau; bei intensiver Färbung wirkt die Silhouette gedrungen.
- Maulstellung: Die Maulstellung ist endständig, was die Aufnahme von kleinen Wirbellosen und Plankton im freien Wasser erleichtert.
- Auffällig ist die leuchtend rote bis orange Körperfärbung mit einem dunkleren Fleck in der hinteren Körpermitte und teils dunklen Punkten auf Körper und Flossen; Jungfische sind blasser und entwickeln die volle Färbung mit der Geschlechtsreife.
- Sehr kleiner Körper ohne Fettflosse und ohne auffällige harte Stacheln; die Flossen sind relativ kurz, die Schwanzflosse leicht gegabelt.
- Geschlechtsunterschiede: Bei der Chili-Rasbora sind Männchen schlanker und intensiver rot gefärbt; Weibchen erscheinen rundlicher und zeigen oft blassere Töne, besonders in der Bauchregion.
Lebensraum
Die Art bewohnt flache, stark bewachsene, oft tanninreiche Gewässer mit dichter Vegetation und Laubschicht, wie Torfmoore und Schwarzwasserbereiche in küstennahen Tieflandgebieten.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Bach, Teich, Überschwemmungsgebiet, Feuchtgebiet, Sumpf, Küstengewässer, Schlammgrund
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Schlamm, Feinsediment, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 22 - 28 Grad C
pH-Wert: 4 - 7
Verbreitet ist die Chili-Rasbora in kleinräumigen Schwarzwasserhabitaten im südlichen Borneo; die Verbreitung ist lokal begrenzt auf torfige Flachgewässer, Seitenarme und Überschwemmungszonen.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Zooplanktonfresser, Nahrungs-Generalist
In freier Natur ernährt sich die Chili-Rasbora vorwiegend von kleinem Zooplankton, Wasserflöhen und Insektenlarven; pflanzliche Partikel werden ergänzend aufgenommen.
Beute: Kleine Daphnien, Cyclops und Insektenlarven sowie fein zerkleinerte Futterpellets und gefriergetrocknete Mikroportionen in Aquarien.
Verbreitung
Region: Südostasien
Länder: Brunei, Indonesien, Malaysia
Verbreitet ist die Chili-Rasbora in kleinräumigen Schwarzwasserhabitaten im südlichen Borneo; die Verbreitung ist lokal begrenzt auf torfige Flachgewässer, Seitenarme und Überschwemmungszonen.
Galerie
Besonderheiten
- Meist tagaktiv und in dichten Schwärmen unterwegs; die Chili-Rasbora nutzt Tageslichtphasen zur Nahrungssuche und zieht sich bei starker Helligkeit dichter in Vegetationszonen zurück.
- Stark schwarmbildend und friedlich; in natürlicher Umgebung lebt die Art in großen Gruppen und zeigt kein ausgeprägtes Territorialverhalten.
- Paarweise oder in kleinen Gruppen werden Eier in dichten Pflanzenbeständen abgelegt; die Art ist Freilaicher mit Vorliebe für Pflanzen und Laub.
- Keine spezifischen Gefahren; beim Umgang mit stark saurem Schwarzwasser sind Hygienemaßnahmen beim Wasserwechsel empfehlenswert.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Cypriniformes
- Familie
- Cyprinidae
- Gattung
- Boraras
- Art
- brigittae
- Erstbeschreiber
- Kottelat & Vidthayanon, 1993
- Synonyme
- Rasbora brigittae
Morphologie
- Körperform
- Klein und seitlich abgeflacht mit kompaktem, kurzgestrecktem Körperbau; bei intensiver Färbung wirkt die Silhouette gedrungen.
- Maulstellung
- Die Maulstellung ist endständig, was die Aufnahme von kleinen Wirbellosen und Plankton im freien Wasser erleichtert.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 6 - 8
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 10 - 13
- Geschlechtsunterschiede
- Bei der Chili-Rasbora sind Männchen schlanker und intensiver rot gefärbt; Weibchen erscheinen rundlicher und zeigen oft blassere Töne, besonders in der Bauchregion.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Paarweise oder in kleinen Gruppen werden Eier in dichten Pflanzenbeständen abgelegt; die Art ist Freilaicher mit Vorliebe für Pflanzen und Laub.
- Laichtyp
- Laichen in Vegetation und Laubschicht; Eier werden verstreut abgelegt.
- Brutpflege
- Es ist keine Brutpflege bekannt; Eier und Larven bleiben unbeaufsichtigt und sind von dichten Pflanzenbeständen abhängig, um Prädation zu entgehen.
- Inkubation
- 2 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Meist tagaktiv und in dichten Schwärmen unterwegs; die Chili-Rasbora nutzt Tageslichtphasen zur Nahrungssuche und zieht sich bei starker Helligkeit dichter in Vegetationszonen zurück.
- Sozialverhalten
- Stark schwarmbildend und friedlich; in natürlicher Umgebung lebt die Art in großen Gruppen und zeigt kein ausgeprägtes Territorialverhalten.
- Endemisch
- Ja
- Biogeographie
- Orientalis / Indomalaiische Region
Nutzung
- Fischerei
- Keine Relevanz für die kommerzielle Nahrungsfischerei; die wirtschaftliche Bedeutung beschränkt sich auf den Aquarienhandel.
- Aquakultur
- Hohe Relevanz für die Aquaristik; die Chili-Rasbora wird regelmäßig in Zuchtbetrieben gehalten und vermehrt.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, IUCN, Originalbeschreibung Kottelat & Vidthayanon 1993; Fachliteratur zur Aquarienhaltung
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 30 l
22 - 28 °C
4 - 7
0 - 6 dKH
Mittlere Wasserschichten
Für Hobbyaquarianer mit Interesse an Schwarzwasserbecken leicht zu halten; wichtig sind weiches, leicht saures Wasser, dichte Bepflanzung und Ruhe.
Rund 8–15 Exemplare schaffen ein natürliches Schwarmverhalten; kleine Gruppen sind weniger sicher und zeigen schwächere Färbung.
Sehr gut vergesellschaftbar mit ruhigen Kleinfischen; Aufpasser und große, aggressive Fische meiden, da sie Schwarmstress auslösen.
Pflanzenfreundlich; dichte Bepflanzung, Moospolster und Schwimmpflanzen werden gut angenommen und bieten Laichplätze.
Geringe Strömung bevorzugt; in natürlicher Umgebung sind die Gewässer meist ruhig bis schwach fließend.
Akzeptiert in Aquarien kleine Frost- und Lebendfutterportionen sowie feine Trockenfutterflocken und Mikrogranulate, reagiert gut auf abwechslungsreiche Fütterung.
Zucht gelingt in dicht bepflanzten Becken mit weichem, leicht saurem Wasser und schwacher Beleuchtung; Laichansätze treten bei stabilen Wasserwerten und abwechslungsreicher Fütterung auf.
Einfach
Gedämpft

