Axolotl
Ambystoma mexicanum
Axolotl (Ambystoma mexicanum), gehört zur Familie Ambystomatidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Beim Axolotl handelt es sich um einen neotenischen Schwanzlurch mit schlankem, langgestrecktem Körper, äußeren Kiemenbüscheln und einem auffälligen Rücken- und Schwanzflossensaum.
- Maulstellung: Die Maulstellung beim Axolotl ist endständig und ermöglicht das Einsaugen von Beutetieren nahe am Bodengrund.
- Wildfarbene Tiere zeigen eine olivbraune bis schwarz gefleckte Grundfärbung; Zuchtformen können weiß, gold oder leuzistisch sein. Die auffälligen äußeren Kiemen sind oft rötlich gefärbt.
- Eine Besonderheit ist die Fähigkeit zur Neotenie: Axolotl verbleiben dauerhaft im Wasser und entwickeln keine Lungenatmung oder vollständige Metamorphose.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Axolotl sind Geschlechtsunterschiede meist schwach ausgeprägt. Erwachsene Männchen können eine etwas größere Kloake und schlankere Körperform als Weibchen zeigen.
Lebensraum
Diese Art lebt bevorzugt in kühlen, klaren Hochlandseen und Kanalsystemen rund um Mexiko-Stadt mit dichter Vegetation und strukturreichem Bodengrund.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: See, Teich, Bodenlebend, Künstliches Gewässer
Klimazone: Subtropisch
Bodengrund: Schlamm, Pflanzenbestand
Temperatur: 15 - 22 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Axolotl beschränkt sich nahezu ausschließlich auf die Überreste der Seen Xochimilco und Chalco im Tal von Mexiko. In freier Natur ist Ambystoma mexicanum stark bedroht.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Weichtierfresser
In seiner natürlichen Umgebung ernährt sich der Axolotl von kleinen Fischen, Insektenlarven, Krebstieren, Würmern und Weichtieren.
Beute: Kleine Fische, Mückenlarven, Flohkrebse, Schnecken.
Verbreitung
Region: Nordamerika, Mittelamerika
Länder: Mexiko
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Axolotl beschränkt sich nahezu ausschließlich auf die Überreste der Seen Xochimilco und Chalco im Tal von Mexiko. In freier Natur ist Ambystoma mexicanum stark bedroht.
Galerie
Besonderheiten
- Axolotl sind überwiegend nachtaktiv, können aber auch in den Dämmerungsstunden aktiv werden.
- Axolotl zeigen meist ein friedliches Gruppenverhalten, können bei Enge oder Futterknappheit aber zu Kannibalismus neigen.
- Diese Art ist äußerst standorttreu und zeigt kein ausgeprägtes Wanderverhalten.
- Axolotl betreiben eine äußere Befruchtung: Das Männchen setzt Spermatophoren ab, die vom Weibchen aufgenommen werden.
- Axolotl stellen keinerlei Risiko für den Menschen dar.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Amphibia
- Ordnung
- Urodela
- Familie
- Ambystomatidae
- Gattung
- Ambystoma
- Art
- mexicanum
- Erstbeschreiber
- Shaw, 1798
- Synonyme
- Mexikanischer Schwanzlurch, Mexikanischer Axolotl
Morphologie
- Körperform
- Beim Axolotl handelt es sich um einen neotenischen Schwanzlurch mit schlankem, langgestrecktem Körper, äußeren Kiemenbüscheln und einem auffälligen Rücken- und Schwanzflossensaum.
- Maulstellung
- Die Maulstellung beim Axolotl ist endständig und ermöglicht das Einsaugen von Beutetieren nahe am Bodengrund.
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Axolotl sind Geschlechtsunterschiede meist schwach ausgeprägt. Erwachsene Männchen können eine etwas größere Kloake und schlankere Körperform als Weibchen zeigen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Axolotl betreiben eine äußere Befruchtung: Das Männchen setzt Spermatophoren ab, die vom Weibchen aufgenommen werden.
- Laichtyp
- Substratlaicher
- Brutpflege
- Elterliche Brutpflege findet nicht statt. Nach der Eiablage werden die Eier häufig angeheftet, aber nicht bewacht.
- Inkubation
- 14 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Axolotl sind überwiegend nachtaktiv, können aber auch in den Dämmerungsstunden aktiv werden.
- Sozialverhalten
- Axolotl zeigen meist ein friedliches Gruppenverhalten, können bei Enge oder Futterknappheit aber zu Kannibalismus neigen.
- Wanderung
- Diese Art ist äußerst standorttreu und zeigt kein ausgeprägtes Wanderverhalten.
- Endemisch
- Ja
- Biogeographie
- Nearktis
Nutzung
- Fischerei
- Axolotl werden nicht befischt. Zuchtformen sind ausschließlich für Labor und Liebhaberaquarien relevant.
- Aquakultur
- Die Art ist in der Labor- und Heimtierhaltung verbreitet, wird aber nicht für die kommerzielle Nahrung gezüchtet.
Schutz & Quellen
- CITES
- Anhang II
- Chromosomenzahl
- 28
- Quellen
- FishBase, AmphibiaWeb, IUCN, Fachliteratur
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 100 l
15 - 22 °C
6.5 - 8
3 - 16 dKH
Bodennah
Axolotl sind pflegeleicht, wenn ihnen artgerechte Bedingungen wie ausreichend Platz, kühles Wasser und strukturreiche Einrichtung geboten werden. Einsteiger sollten dennoch einige Grundregeln beachten, da sie empfindlich auf zu hohe Temperaturen und schlechte Wasserqualität reagieren.
Haltung alleine, zu zweit oder in kleinen Gruppen ist möglich. Jungtiere sollten getrennt aufgezogen werden, um Verletzungen durch Kannibalismus zu vermeiden.
Mit anderen Axolotl problemlos vergesellschaftbar. Keine Haltung mit Fischen, die an Kiemenbüscheln zupfen oder gefressen werden können.
Wasserpflanzen werden meist toleriert, sollten aber robust sein, da Axolotl das Aquarium gerne umgestalten.
Starke Strömung ist zu vermeiden, ein leichter Wasserwechsel wird dagegen gut vertragen.
Künstliches Futter wie Pellets, Lebend- oder Frostfutter werden gerne angenommen. Keine ausschließliche Fütterung mit Leber oder rotem Fleisch.
Eine Haltung im Gartenteich ist nicht empfehlenswert, da die Temperaturansprüche schwierig einzuhalten sind und Flucht- sowie Prädationsgefahr besteht.
Nachzucht gelingt regelmäßig bei Temperaturschwankungen und guter Fütterung. Eier sollten separiert und nach dem Schlupf die Jungtiere sortiert werden.
Einfach
Gedämpft

