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Afrikanischer Messeraal

Gymnarchus niloticus

Afrikanischer Messeraal (Gymnarchus niloticus), gehört zur Familie Gymnarchidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

100 cm, max 165 cmmax 18 kg0.5-20 m TiefeFleischfresserKI-unterstuetzt

Merkmale

  • Körperform: Der Afrikanische Messeraal besitzt einen langgestreckten, seitlich abgeflachten Körper ohne Bauchflossen. Gymnarchus niloticus wirkt dadurch sehr aal- oder messerartig.
  • Maulstellung: Beim Afrikanischen Messeraal ist das Maul leicht oberständig und terminal, was ihm das effiziente Greifen von Beute nahe der Wasseroberfläche erleichtert.
  • Die Färbung ist meist grau bis olivgrün mit hellerem Bauch, wobei Jungtiere leicht gefleckt erscheinen können.
  • Gymnarchus niloticus fällt durch das weit nach hinten verlagerte, bandförmig verlängerte ununterbrochene Rückenflossenband sowie fehlende Bauch- und Schwanzflossen auf.
  • Geschlechtsunterschiede: Bei Afrikanischem Messeraal lassen sich Männchen und Weibchen äußerlich kaum unterscheiden.

Lebensraum

Vor allem langsam fließende Flüsse, Seen und Sümpfe im tropischen Afrika bietet der Afrikanische Messeraal einen bevorzugten Lebensraum.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Fluss, See, Überschwemmungsgebiet, Sumpf

Klimazone: Tropisch

Bodengrund: Sand, Schlamm, Pflanzenbestand

Temperatur: 22 - 30 Grad C

pH-Wert: 6.5 - 8

Der Afrikanische Messeraal ist von Westafrika über das Nilbecken bis Zentralafrika in großen Flüssen, Seen und Überschwemmungsgebieten weit verbreitet.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser

Als Räuber ernährt sich der Afrikanische Messeraal bevorzugt von kleinen Fischen, Insektenlarven und Krebstieren.

Beute: Beute sind überwiegend kleine Fische, Kaulquappen, Krebstiere und Wasserinsekten.

Beute sind überwiegend kleine Fische
Kaulquappen
Krebstiere und Wasserinsekten.

Verbreitung

Region: Afrika südlich der Sahara, Nordafrika

Länder: Niger

Der Afrikanische Messeraal ist von Westafrika über das Nilbecken bis Zentralafrika in großen Flüssen, Seen und Überschwemmungsgebieten weit verbreitet.

Besonderheiten

  • Gymnarchus niloticus ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.
  • Die Art lebt einzelgängerisch und ist gegenüber Artgenossen in engen Aquarien manchmal aggressiv.
  • Während der Regenzeit sucht die Art Überschwemmungsflächen zum Laichen auf.
  • Für Gymnarchus niloticus typisch: Das Weibchen baut ein großes Schaumnest im Flachwasser unter Vegetation.
  • Besondere Vorsicht bei großen Tieren im Aquarium wegen Wehrverhalten und Stromschlägen möglich.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivFischfresser, Insektenfresser, KrebstierfresserDieser Fisch wird in Afrika als Speisefisch gefan...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Osteoglossomorpha
Ordnung
Osteoglossiformes
Familie
Gymnarchidae
Gattung
Gymnarchus
Art
niloticus
Erstbeschreiber
Cuvier, 1829
Synonyme
Aba Aba, Nilmesserfisch

Morphologie

Körperform
Der Afrikanische Messeraal besitzt einen langgestreckten, seitlich abgeflachten Körper ohne Bauchflossen. Gymnarchus niloticus wirkt dadurch sehr aal- oder messerartig.
Maulstellung
Beim Afrikanischen Messeraal ist das Maul leicht oberständig und terminal, was ihm das effiziente Greifen von Beute nahe der Wasseroberfläche erleichtert.
Rückenflosse Hartstrahlen
0 - 0
Rückenflosse Weichstrahlen
225 - 250
Afterflosse Hartstrahlen
0 - 0
Geschlechtsunterschiede
Bei Afrikanischem Messeraal lassen sich Männchen und Weibchen äußerlich kaum unterscheiden.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Für Gymnarchus niloticus typisch: Das Weibchen baut ein großes Schaumnest im Flachwasser unter Vegetation.
Laichtyp
Schaumnestbauer und Freiwasserlaicher
Brutpflege
Das Weibchen bewacht das Schaumnest und die schlüpfenden Larven für kurze Zeit.
Inkubation
5 Tage

Verhalten

Aktivität
Gymnarchus niloticus ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.
Sozialverhalten
Die Art lebt einzelgängerisch und ist gegenüber Artgenossen in engen Aquarien manchmal aggressiv.
Wanderung
Während der Regenzeit sucht die Art Überschwemmungsflächen zum Laichen auf.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Afrotropis

Nutzung

Fischerei
Regionale Bedeutung als Speisefisch; er wird in Märkten in Nilregion und Westafrika angeboten.
Aquakultur
Praktisch keine Bedeutung für die industrielle Aquakultur, wohl aber für lokale Kleinzüchter.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Chromosomenzahl
50
Quellen
FishBase, IUCN Red List, Froese & Pauly, 2024: Gymnarchus niloticus.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

60 °C

Energie

105 kcal / 100 g

Eiweiß

19 g / 100 g

Fettgehalt

Mittelfett

Grätenstruktur

Wenig Gräten, filetieren relativ einfach, kaum Zwischenknochen.

Filetieren

Einfach

Geschmacksprofil

Das Fleisch ist mild, wenig grätenreich und ähnelt in der Textur dem Zander.

Fleischstruktur

Zart und leicht fest, dabei saftig.

Verwertbare Teile

Filets, Rückenpartie, gelegentlich die Bauchregion.

Hautzubereitung

Die feste Haut sollte vor der Zubereitung entfernt werden.

Zubereitungsarten

Ideal sind Braten, Dünsten oder Grillen. Auch Frittieren ist beliebt.

Garzeit

Je nach Dicke der Filets beträgt die Garzeit etwa 8-12 Minuten.

Kräuter & Gewürze

Zitrone, Petersilie, Knoblauch und Koriander unterstreichen den milden Eigengeschmack.

Beilagen

Gemüsereis, gebratene Kochbananen, Kartoffeln oder Blattgemüse passen gut dazu.

Getränke

Leichter Weißwein, Wasser oder mildes Bier harmonieren angenehm.

Vorbereitung

Vor der Zubereitung häuten, entgräten und gründlich abspülen.

Warnhinweise

Keine bekannten Risiken, Frischware bevorzugen.