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Adriatischer Umberfisch

Argyrosomus regius

Adriatischer Umberfisch (Argyrosomus regius), gehört zur Familie Sciaenidae, lebt in Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

80 cm, max 230 cmmax 103 kgbis 40 Jahre0.5-300 m TiefeFleischfresserKI-unterstuetzt

Merkmale

  • Körperform: Mit dem langgestreckten Körperbau und seitlich leicht abgeflachtem Profil erreicht Argyrosomus regius eine imposante Größe, die große Meeresräuber charakterisiert.
  • Maulstellung: Beim Adriatischen Umberfisch ist das Maul endständig und leicht vorstülpbar, was gezielten Beutefang am Boden und in mittleren Wasserschichten ermöglicht.
  • Die Färbung reicht von silbrig-grau bis leicht bronzen auf dem Rücken, mit einem hellen Bauch. Jungfische können diffuser gemustert erscheinen, Erwachsene sind meist einfarbig mit kräftigem Glanz.
  • Charakteristisch ist das trommelnde Geräusch, das mithilfe der Schwimmblase erzeugt wird – ein markantes Merkmal der Art.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Adriatischen Umberfisch unterscheiden sich Männchen und Weibchen kaum äußerlich, wobei Männchen bei der Fortpflanzung durch typische trommelnde Laute auffallen.

Lebensraum

Argyrosomus regius bevorzugt küstennahe, sandige oder schlammige Meeresregionen und dringt saisonal in Flussmündungen, Lagunen sowie größere Brackwasserbereiche vor.

Wasserlebensraum: Brackwasser, Meerwasser

Lebensraumtypen: Fluss, Ästuar, Lagune, Küstengewässer, Sandgrund, Schlammgrund, Küstennahes Freiwasser, Bodennah

Klimazone: Gemäßigt, Subtropisch

Bodengrund: Sand, Schlamm

Temperatur: 10 - 25 Grad C

Der Adriatische Umberfisch, Argyrosomus regius, ist im gesamten Mittelmeer, dem Schwarzen Meer und entlang der Ostatlantikküste von Frankreich bis Westafrika verbreitet.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Krebstierfresser

Die Art ernährt sich vorwiegend von kleineren Fischen und Krebstieren, die am oder nahe dem Meeresgrund leben.

Beute: Sardinen, Grundeln, Garnelen und gelegentlich Kalmare gehören zum Beutespektrum.

Sardinen
Grundeln
Garnelen und gelegentlich Kalmare gehören zum Beutespektrum.

Verbreitung

Region: Europa, Mittelmeer, Atlantik, Westasien, Nordafrika

Länder: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei

Der Adriatische Umberfisch, Argyrosomus regius, ist im gesamten Mittelmeer, dem Schwarzen Meer und entlang der Ostatlantikküste von Frankreich bis Westafrika verbreitet.

Besonderheiten

  • Vor allem während der Dämmerung wird dieser Jäger aktiv und sucht gezielt nach Beute.
  • Diese Art kann in kleinen Gruppen oder Schwärmen auftreten, besonders während der Fortpflanzung.
  • Argyrosomus regius zeigt saisonale Wanderungen: Im Frühjahr nähert er sich zur Laichzeit flacheren Zonen.
  • Die Fortpflanzung erfolgt als Freilaicher im offenen Wasser, oft nahe Flussmündungen.
  • Es sind keine Gefahren bei Fang, Verarbeitung oder Verzehr bekannt.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivFischfresser, KrebstierfresserDer Adriatische Umberfisch ist ein geschätzter S...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Acanthopterygii
Ordnung
Perciformes
Unterordnung
Percoidei
Familie
Sciaenidae
Gattung
Argyrosomus
Art
regius
Erstbeschreiber
Asso, 1801
Synonyme
Sciaena regia, Sciaena argentina

Morphologie

Körperform
Mit dem langgestreckten Körperbau und seitlich leicht abgeflachtem Profil erreicht Argyrosomus regius eine imposante Größe, die große Meeresräuber charakterisiert.
Maulstellung
Beim Adriatischen Umberfisch ist das Maul endständig und leicht vorstülpbar, was gezielten Beutefang am Boden und in mittleren Wasserschichten ermöglicht.
Rückenflosse Hartstrahlen
10 - 11
Rückenflosse Weichstrahlen
28 - 30
Afterflosse Hartstrahlen
2 - 2
Afterflosse Weichstrahlen
8 - 9
Seitenlinie
54 - 65
Geschlechtsunterschiede
Beim Adriatischen Umberfisch unterscheiden sich Männchen und Weibchen kaum äußerlich, wobei Männchen bei der Fortpflanzung durch typische trommelnde Laute auffallen.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Fortpflanzung erfolgt als Freilaicher im offenen Wasser, oft nahe Flussmündungen.
Laichtyp
Freiwasserlaicher, meist in Gruppierungen im Flachen.
Brutpflege
Es findet keine Brutpflege statt, die Eier werden der Strömung überlassen.
Inkubation
4 Tage

Verhalten

Aktivität
Vor allem während der Dämmerung wird dieser Jäger aktiv und sucht gezielt nach Beute.
Sozialverhalten
Diese Art kann in kleinen Gruppen oder Schwärmen auftreten, besonders während der Fortpflanzung.
Wanderung
Argyrosomus regius zeigt saisonale Wanderungen: Im Frühjahr nähert er sich zur Laichzeit flacheren Zonen.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Regional wichtig für die Küstenfischerei, teils mit gezieltem Fang im Mittelmeer und Atlantik.
Aquakultur
Die intensive Zucht dieser Art gewinnt wirtschaftlich vor allem in Südeuropa an Bedeutung.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Chromosomenzahl
48
Quellen
FishBase, IUCN, FAO, Froese & Pauly (2024), Sciaenidae-Studien
Teilprüfung am 22. Oktober 2026 (siehe Korrekturbericht für geprüfte Felder):
https://researcharchive.calacademy.org/research/ichthyology/catalog/fishcatget.asp?genus=Argyrosomus&tbl=species

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer, Herbst

Angelzeit

Morgendämmerung, Abenddämmerung, Nacht

Schwierigkeit

Schwer

Regelhinweis

In einigen Regionen gelten Mindestmaße und Schonzeiten zum Bestandsschutz; aktuelle Vorschriften beachten.

Angelmethoden

Gezielte Sportfischerei auf große Exemplare erfolgt meist mit Naturködern wie Fischfetzen oder Garnelen nahe dem Grund.

Empfohlene Köder

Bestens bewährt haben sich Sardinenstreifen, Tintenfischstücke und größere Garnelen.

  • Fischfetzen
  • Meeresfrüchte
  • Köderfische
Fangplätze

Vorzugsweise werden sandige Buchten, Ästuare und flachere Zonen des Mittelmeeres und Atlantiks aufgesucht.

Ausrüstung

Stabile Meeresruten mit kräftigen Rollen und Vorfächern sind für große Umberfische essenziell.

Wetter & Mond

Bei ruhigen oder leicht bewegten Wasserverhältnissen steigen die Fangchancen deutlich.

Winterverhalten

In der kalten Jahreszeit ziehen sich größere Exemplare in tiefere Bereiche zurück, Fänge sind dann eher selten.

Bissanzeige

Häufig ruppige, kräftige Bisse – oft deutliche Absenkung der Rutenspitze.

Drillverhalten

Große Umberfische liefern starke, ausdauernde Fluchten mit Kopfstößen und können Drillgerät ernsthaft beanspruchen.

Landung & Abhaken

Die Landung erfordert einen großen Kescher oder Gaff; möglichst rasch abhaken und Schleimhaut nicht verletzen.

Typischer Beifang

Meerbrassen und Wolfsbarsche kommen im selben Lebensraum häufig als Beifang vor.

Schnell erkennen

Langer torpedoförmiger Körper, silbrige Grundfarbe mit stumpfer Schnauze und zweigeteilter Rückenflosse.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kulinarische Kerntemperatur

56 °C

Energie

90 kcal / 100 g

Eiweiß

19 g / 100 g

Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Gering

Wenig Gräten, diese sind außerdem leicht zu entfernen.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Das Fleisch ist fest, weiß und sehr mild im Geschmack, vergleichbar mit Wolfsbarsch oder Seeteufel.

  • Mild
Fleischstruktur

Sehr fest mit leicht faseriger, saftiger Struktur, hervorragend für viele Zubereitungen.

  • Sehr fest
Verwertbare Teile

Filets, Bauchlappen und Schwanzstücke

Hautzubereitung

Die Haut lässt sich einfach abziehen oder kann bei einigen Garmethoden mitgegart werden.

Zubereitungsarten

Ideal zum Grillen und Braten, aber auch zum Dämpfen oder für Ofengerichte geeignet.

  • Braten
  • Grillen
  • Backen
  • Dämpfen
Garzeit

Für Filets genügt je nach Dicke meist 8–12 Minuten Garzeit.

Kräuter & Gewürze

Rosmarin, Knoblauch, Zitrone, Meersalz und etwas schwarzer Pfeffer bringen die milden Aromen zur Geltung.

Beilagen

Mediterranes Gemüse, Kartoffeln, Reis oder frischer Brotlaib begleiten das Filet ideal.

Getränke

Leichter, gut gekühlter Weißwein oder ein dezentes Pils harmonieren exzellent.

Vorbereitung

Die Filets vorab kurz mit Zitronensaft beträufeln und grätenfrei auslösen, zum Grillen Haut leicht einschneiden.

Warnhinweise

Keine spezifischen Risiken bekannt; Wildfang aus Schwermetall-belasteten Regionen meiden.

Sicheres Erhitzen

Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.