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Acanthobrama telavivensis

Acanthobrama telavivensis

Yarkon-Brasse; Yarkon-Laube; Acanthobrama telavivensis (kein breit etablierter deutscher Standardname) (Acanthobrama telavivensis), gehoert zur Familie Leuciscidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.

9.5 cm, max 12 cmbis 5 Jahre0.4-2 m TiefeAllesfresser

Merkmale

  • Körperform: Kleiner, silbrig glänzender, seitlich zusammengedrückter, spindel-/laubenartiger Weißfisch; FishBase: fusiform / normal.
  • Maulstellung: Subterminales Maul; Unterkiefer in einem Winkel von etwa 25-40° zur Horizontalen; Pharyngealzähne 5-5.
  • Silbriger Körper mit dunklem Längsband entlang der Flanke; Rücken etwas dunkler, Flanken hell silbrig.
  • Dorsalflosse hinter dem Ursprung der Bauchflossen eingesetzt; Pharyngealzähne 5-5; ventraler Kiel mit freier Hautfalte über die gesamte Länge; letzter unverzweigter Rückenflossenstrahl versteift; 12-17 Kiemenreusen laut neuer Behandlung.
  • Geschlechtsunterschiede: Äußerlich nur schwach ausgeprägt dokumentiert; Reifestudien zeigen geschlechtsabhängige Gonadenentwicklung und Reife ab ca. 40-42 mm, aber keinen stark auffälligen dauerhaften Farbdimorphismus.

Lebensraum

Süßwasser; benthopelagisch. Vorkommen in mediterranen Küstenbächen, langsam fließenden Flussabschnitten, Teichen und kleinen Seen.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Fluss, See, Teich, Küstengewässer, Ozeanisches Freiwasser

Klimazone: Tropisch, Subtropisch

Bodengrund: Sand, Kies, Fels / Stein, Pflanzenbestand

Temperatur: 10.8 - 31.1 Grad C

pH-Wert: 7.8 - 7.9

Historisch in mehreren Küstenflüssen Israels; stark zurückgegangen durch Wassernutzung, Verschmutzung und Habitatverlust. Restbestände wurden 1999 gesichert, in Erhaltungszucht vermehrt und ab 2002/2006 wiederangesiedelt.

Ernährung

Ernährungsweise: Allesfresser

Nahrungsschwerpunkte: Detritusfresser

Frisst aquatische Wirbellose und Detritus; trophischer Level bei FishBase modelliert mit ca. 2,9 ± 0,4.

Beute: Aquatische Invertebraten; Detritus; kleine organische Partikel im Bach-/Flusssystem.

Aquatische Invertebraten
Detritus
kleine organische Partikel im Bach-/Flusssystem.

Verbreitung

Region: Westasien, Mittelmeer

Länder: Israel

Historisch in mehreren Küstenflüssen Israels; stark zurückgegangen durch Wassernutzung, Verschmutzung und Habitatverlust. Restbestände wurden 1999 gesichert, in Erhaltungszucht vermehrt und ab 2002/2006 wiederangesiedelt.

Besonderheiten

  • Tag- und dämmerungsaktiv; benthopelagisch in stehenden und langsam fließenden Süßwasserbereichen.
  • Bildet dichte Bestände/Schwärme in geeigneten Teichen und langsam fließenden Flussabschnitten; historisch stellenweise sehr häufig.
  • Nicht als Langdistanzwanderer beschrieben; lokale Bewegungen innerhalb von Küstenbach- und Teichsystemen.
  • Mehrfachlaicher; Weibchen können innerhalb der Saison mehrfach ablaichen. Reife meist nach einem Jahr bzw. ab über 40 mm SL.
  • Keine bekannten Gefahren für Menschen; nicht giftig, nicht wehrhaft.
DämmerungsaktivDetritusfresserHeute vor allem Artenschutz-, Forschungs- und Erh...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii / Teleostei
überordnung
Ostariophysi
Ordnung
Cypriniformes
Unterordnung
Cyprinoidei
Familie
Leuciscidae
Unterfamilie
Leuciscinae
Gattung
Acanthobrama
Art
telavivensis
Erstbeschreiber
Goren, Fishelson & Trewavas, 1973
Synonyme
FishBase führt keine echten taxonomischen Synonyme, aber Fehlanwendungen: Rutilus tricolor (non Lortet, 1883) und Acanthobrama terrae-sanctae (non Steinitz, 1952).

Morphologie

Körperform
Kleiner, silbrig glänzender, seitlich zusammengedrückter, spindel-/laubenartiger Weißfisch; FishBase: fusiform / normal.
Maulstellung
Subterminales Maul; Unterkiefer in einem Winkel von etwa 25-40° zur Horizontalen; Pharyngealzähne 5-5.
Rückenflosse Hartstrahlen
2 - 3
Rückenflosse Weichstrahlen
7 - 8
Afterflosse Hartstrahlen
3 - 3
Afterflosse Weichstrahlen
11 - 14
Seitenlinie
51 - 60
Geschlechtsunterschiede
Äußerlich nur schwach ausgeprägt dokumentiert; Reifestudien zeigen geschlechtsabhängige Gonadenentwicklung und Reife ab ca. 40-42 mm, aber keinen stark auffälligen dauerhaften Farbdimorphismus.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Mehrfachlaicher; Weibchen können innerhalb der Saison mehrfach ablaichen. Reife meist nach einem Jahr bzw. ab über 40 mm SL.
Laichtyp
In-channel breeder; Laichzeit Februar bis April, Peak um Mitte März. Laich auf Kies, Felsen/Steinen, Uferwurzeln und submerser Vegetation; Laichtemperaturen etwa 14-20 °C.
Brutpflege
Keine Brutpflege dokumentiert; Eier werden auf Substrat abgelegt, Jungfische schlüpfen nach wenigen Tagen.
Inkubation
7 Tage

Verhalten

Aktivität
Tag- und dämmerungsaktiv; benthopelagisch in stehenden und langsam fließenden Süßwasserbereichen.
Sozialverhalten
Bildet dichte Bestände/Schwärme in geeigneten Teichen und langsam fließenden Flussabschnitten; historisch stellenweise sehr häufig.
Wanderung
Nicht als Langdistanzwanderer beschrieben; lokale Bewegungen innerhalb von Küstenbach- und Teichsystemen.
Endemisch
Ja
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Nein; keine bedeutende kommerzielle Fischerei bekannt, Schwerpunkt liegt auf Schutz und Erhaltung der Population.
Aquakultur
Keine Speise-Aquakultur; relevante kontrollierte Nachzucht ausschließlich für Artenschutz, Forschung und Wiederansiedlung.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase: Acanthobrama telavivensis, Species Summary, FishBase ID 26480; gültige Art, Leuciscidae/Leuciscinae, Süßwasser, benthopelagisch, subtropisch, max. 11 cm TL, Morphologie D II-III / 7-8, A III / 11-14, IUCN VU. Eschmeyer's Catalog of Fishes: current status valid as Acanthobrama telavivensis Goren, Fishelson & Trewavas, 1973; distribution Middle East: Mediterranean coastal plain (Israel); habitat freshwater. Elron, Gasith & Goren (2006): Reproductive strategy of the Yarqon bleak in a mediterranean-type stream, Environmental Biology of Fishes 77:141-155; Reife, Laichzeit, Temperatur, pH, Sauerstoff, Inkubation und Lebensraumdetails. Goren (2009): Saving critically endangered fish species - story of the Yarqon bleak; historische Bestandskrise, Erhaltungszucht und Wiederansiedlung. Freyhof, Yoğurtçuoğlu, Jouladeh-Roudbar & Kaya (2025): Handbook of Freshwater Fishes of West Asia / Plazi-Zenodo treatment; Diagnose, 51-60 Seitenlinienschuppen, Laichsubstrat, Inkubationsspannen und Ernährung. FishBase-Synonyms: keine echten Synonyme, nur Fehlanwendungen Rutilus tricolor und Acanthobrama terrae-sanctae. Hinweis: Artname wird in einzelnen DNA-Barcoding-Arbeiten diskutiert, FishBase und Eschmeyer führen ihn aktuell weiterhin gültig.