Zwerg-Anthias
Pseudanthias squamipinnis
Zwerg-Anthias (Pseudanthias squamipinnis), gehoert zur Familie Serranidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Schlanker, späterally leicht komprimierter Körper mit sportlicher Silhouette, typisch für frei über Riffhängen schwimmende Schwarmfische.
- Maulstellung: Das terminale Maul ermöglicht dem Zwerg-Anthias gezieltes Schöpfen von Zooplankton aus der Wassersäule.
- Typisch ist bei ausgewachsenen Männchen ein kräftiges Orange mit punktförmigen violetten oder purpurnen Akzenten, Weibchen und Juvenile sind meist gelblich bis rosa; Rücken dunkler als Bauch (Countershading).
- Die Art ist protogyn hermaphroditisch: in einem Harem kann ein dominantes Weibchen in ein Männchen umwandeln, begleitet von Veränderungen in Farbe und Flossenlänge.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Zwerg-Anthias sind Männchen größer und farbintensiver; sie zeigen oft verlängerte Flossenfilamente und ein kräftigeres Orange, während Weibchen gelbliche bis rosa Farbtöne tragen.
Lebensraum
In langsam bis mäßig strömenden Riffzonen findet man den Zwerg-Anthias in Schwärmen über Korallenblöcken, an Außenriffhängen und in geschützten Lagunen, wo er in der Wassersäule oberhalb des Substrats jagt.
Wasserlebensraum: Meerwasser
Lebensraumtypen: Lagune, Küstengewässer, Korallenriff, Küstennahes Freiwasser
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Fels / Stein, Korallenstruktur, Kein Substratbezug
Temperatur: 22 - 28 Grad C
Weit verbreitet im Indo-Pazifik, vom Roten Meer und Ostafrika über die Malediven bis zu Inseln im West- und Zentralpazifik; Pseudanthias squamipinnis besiedelt vor allem Korallenriffe und Riffhänge.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Zooplanktonfresser, Krebstierfresser
Als Planktonfresser nimmt der Zwerg-Anthias überwiegend tierisches Zooplankton wie Copepoden, Amphipodenlarven und kleine Krebstierchen aus der freien Wassersäule auf.
Beute: Bevorzugte Beute sind frei schwebende Tierchen: Copepoden, Ostracoden, kleine Krustazeenlarven und gelegentlich Fischlarven.
Verbreitung
Region: Indischer Ozean, Pazifik, Australien, Nordafrika, Westasien, Afrika südlich der Sahara, Südasien, Ostasien
Länder: Ägypten, Saudi-Arabien, Kenia, Malediven, Japan, Australien
Weit verbreitet im Indo-Pazifik, vom Roten Meer und Ostafrika über die Malediven bis zu Inseln im West- und Zentralpazifik; Pseudanthias squamipinnis besiedelt vor allem Korallenriffe und Riffhänge.
Galerie
Besonderheiten
- Tagaktiv; während des Tages scharen sich Zwerg-Anthias in Schwärmen über dem Riff und steigen zur Futteraufnahme in die Wassersäule auf.
- Die Art bildet haremartige Gruppen mit einem dominanten Männchen und mehreren Weibchen; Rangordnung und Balzverhalten sind deutlich ausgeprägt.
- Bei Pseudanthias squamipinnis kommt es zu Freilaichungen in der Wassersäule, oft mit Balzflügen des Männchens; Eier und Larven entwickeln sich pelagisch.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Familie
- Serranidae
- Unterfamilie
- Anthiinae
- Gattung
- Pseudanthias
- Art
- squamipinnis
- Synonyme
- Anthias squamipinnis
Morphologie
- Körperform
- Schlanker, späterally leicht komprimierter Körper mit sportlicher Silhouette, typisch für frei über Riffhängen schwimmende Schwarmfische.
- Maulstellung
- Das terminale Maul ermöglicht dem Zwerg-Anthias gezieltes Schöpfen von Zooplankton aus der Wassersäule.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 10 - 10
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 16 - 18
- Afterflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 7 - 7
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Zwerg-Anthias sind Männchen größer und farbintensiver; sie zeigen oft verlängerte Flossenfilamente und ein kräftigeres Orange, während Weibchen gelbliche bis rosa Farbtöne tragen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Bei Pseudanthias squamipinnis kommt es zu Freilaichungen in der Wassersäule, oft mit Balzflügen des Männchens; Eier und Larven entwickeln sich pelagisch.
- Laichtyp
- Freilaicher mit pelagischen Eiern in der Wassersäule.
- Brutpflege
- Nach der Freilaichung werden Eier und Larven nicht weiter betreut; die Art zeigt keine Brutpflege.
- Inkubation
- 2 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Tagaktiv; während des Tages scharen sich Zwerg-Anthias in Schwärmen über dem Riff und steigen zur Futteraufnahme in die Wassersäule auf.
- Sozialverhalten
- Die Art bildet haremartige Gruppen mit einem dominanten Männchen und mehreren Weibchen; Rangordnung und Balzverhalten sind deutlich ausgeprägt.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Orientalis / Indomalaiische Region, Ozeanien
Nutzung
- Fischerei
- Lokaler Fang dient hauptsächlich dem Aquariumhandel; er hat keine größere Bedeutung für kommerzielle Speisefischereien.
- Aquakultur
- Für die kommerzielle Aquakultur ist die Art nur von begrenztem Interesse, Nachzuchten sind selten und meist experimentell.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; IUCN Red List; Reef fish field guides (Fowler et al., Carpenter et al.)
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 300 l
22 - 28 °C
Mittlere Wasserschichten
In gut eingerichteten Riffaquarien mit genug Schwimmraum und regelmäßigem Zufüttern ist der Zwerg-Anthias für erfahrene Hobbyisten gut pflegbar, benötigt aber stabilen Schwarm und abwechslungsreiche Fütterung.
Für ein natürliches Sozialverhalten empfiehlt sich eine Gruppe mit einem Männchen und mehreren Weibchen; mindestens sechs Tiere werden empfohlen, um Rangkämpfe zu dämpfen.
Friedliche Miteinanderarten mit ähnlicher Größe und Verhalten eignen sich; aggressive Raubfische vermeiden, denn der Zwerg-Anthias ist zwittrig und sozial empfindlich.
Pflanzenverträglichkeit ist unproblematisch, da die Art in Riffbecken hauptsächlich über offener Struktur schwimmt und Pflanzen nicht beschädigt.
Mäßige bis wechselhafte Strömung simuliert natürliche Bedingungen und sorgt für steten Nachschub an Planktonnahrung.
In Gefangenschaft akzeptiert Pseudanthias squamipinnis lebende und gefrorene Planktonnahrung wie Artemia und Mysis sowie fein portioniertes Trockenfutter, regelmäßige Zufütterung ist wichtig.
Gezielte Nachzucht erfordert große Volumen für pelagische Larven und kontrollierte Futterversorgung; erfolgreiche Zuchten sind selten und anspruchsvoll.
Schwer
Hell

