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Zwerg-Anthias

Pseudanthias squamipinnis

Zwerg-Anthias (Pseudanthias squamipinnis), gehoert zur Familie Serranidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

10 cm, max 15 cmbis 5 Jahre3-40 m TiefeFleischfresser

Merkmale

  • Körperform: Schlanker, späterally leicht komprimierter Körper mit sportlicher Silhouette, typisch für frei über Riffhängen schwimmende Schwarmfische.
  • Maulstellung: Das terminale Maul ermöglicht dem Zwerg-Anthias gezieltes Schöpfen von Zooplankton aus der Wassersäule.
  • Typisch ist bei ausgewachsenen Männchen ein kräftiges Orange mit punktförmigen violetten oder purpurnen Akzenten, Weibchen und Juvenile sind meist gelblich bis rosa; Rücken dunkler als Bauch (Countershading).
  • Die Art ist protogyn hermaphroditisch: in einem Harem kann ein dominantes Weibchen in ein Männchen umwandeln, begleitet von Veränderungen in Farbe und Flossenlänge.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Zwerg-Anthias sind Männchen größer und farbintensiver; sie zeigen oft verlängerte Flossenfilamente und ein kräftigeres Orange, während Weibchen gelbliche bis rosa Farbtöne tragen.

Lebensraum

In langsam bis mäßig strömenden Riffzonen findet man den Zwerg-Anthias in Schwärmen über Korallenblöcken, an Außenriffhängen und in geschützten Lagunen, wo er in der Wassersäule oberhalb des Substrats jagt.

Wasserlebensraum: Meerwasser

Lebensraumtypen: Lagune, Küstengewässer, Korallenriff, Küstennahes Freiwasser

Klimazone: Tropisch, Subtropisch

Bodengrund: Sand, Fels / Stein, Korallenstruktur, Kein Substratbezug

Temperatur: 22 - 28 Grad C

Weit verbreitet im Indo-Pazifik, vom Roten Meer und Ostafrika über die Malediven bis zu Inseln im West- und Zentralpazifik; Pseudanthias squamipinnis besiedelt vor allem Korallenriffe und Riffhänge.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Zooplanktonfresser, Krebstierfresser

Als Planktonfresser nimmt der Zwerg-Anthias überwiegend tierisches Zooplankton wie Copepoden, Amphipodenlarven und kleine Krebstierchen aus der freien Wassersäule auf.

Beute: Bevorzugte Beute sind frei schwebende Tierchen: Copepoden, Ostracoden, kleine Krustazeenlarven und gelegentlich Fischlarven.

Bevorzugte Beute sind frei schwebende Tierchen: Copepoden
Ostracoden
kleine Krustazeenlarven und gelegentlich Fischlarven.

Verbreitung

Region: Indischer Ozean, Pazifik, Australien, Nordafrika, Westasien, Afrika südlich der Sahara, Südasien, Ostasien

Länder: Ägypten, Saudi-Arabien, Kenia, Malediven, Japan, Australien

Weit verbreitet im Indo-Pazifik, vom Roten Meer und Ostafrika über die Malediven bis zu Inseln im West- und Zentralpazifik; Pseudanthias squamipinnis besiedelt vor allem Korallenriffe und Riffhänge.

Besonderheiten

  • Tagaktiv; während des Tages scharen sich Zwerg-Anthias in Schwärmen über dem Riff und steigen zur Futteraufnahme in die Wassersäule auf.
  • Die Art bildet haremartige Gruppen mit einem dominanten Männchen und mehreren Weibchen; Rangordnung und Balzverhalten sind deutlich ausgeprägt.
  • Bei Pseudanthias squamipinnis kommt es zu Freilaichungen in der Wassersäule, oft mit Balzflügen des Männchens; Eier und Larven entwickeln sich pelagisch.
TagaktivZooplanktonfresser, KrebstierfresserDer Zwerg-Anthias ist im marinen Aquariumhandel b...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Acanthopterygii
Ordnung
Perciformes
Familie
Serranidae
Unterfamilie
Anthiinae
Gattung
Pseudanthias
Art
squamipinnis
Synonyme
Anthias squamipinnis

Morphologie

Körperform
Schlanker, späterally leicht komprimierter Körper mit sportlicher Silhouette, typisch für frei über Riffhängen schwimmende Schwarmfische.
Maulstellung
Das terminale Maul ermöglicht dem Zwerg-Anthias gezieltes Schöpfen von Zooplankton aus der Wassersäule.
Rückenflosse Hartstrahlen
10 - 10
Rückenflosse Weichstrahlen
16 - 18
Afterflosse Hartstrahlen
3 - 3
Afterflosse Weichstrahlen
7 - 7
Geschlechtsunterschiede
Beim Zwerg-Anthias sind Männchen größer und farbintensiver; sie zeigen oft verlängerte Flossenfilamente und ein kräftigeres Orange, während Weibchen gelbliche bis rosa Farbtöne tragen.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Bei Pseudanthias squamipinnis kommt es zu Freilaichungen in der Wassersäule, oft mit Balzflügen des Männchens; Eier und Larven entwickeln sich pelagisch.
Laichtyp
Freilaicher mit pelagischen Eiern in der Wassersäule.
Brutpflege
Nach der Freilaichung werden Eier und Larven nicht weiter betreut; die Art zeigt keine Brutpflege.
Inkubation
2 Tage

Verhalten

Aktivität
Tagaktiv; während des Tages scharen sich Zwerg-Anthias in Schwärmen über dem Riff und steigen zur Futteraufnahme in die Wassersäule auf.
Sozialverhalten
Die Art bildet haremartige Gruppen mit einem dominanten Männchen und mehreren Weibchen; Rangordnung und Balzverhalten sind deutlich ausgeprägt.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Orientalis / Indomalaiische Region, Ozeanien

Nutzung

Fischerei
Lokaler Fang dient hauptsächlich dem Aquariumhandel; er hat keine größere Bedeutung für kommerzielle Speisefischereien.
Aquakultur
Für die kommerzielle Aquakultur ist die Art nur von begrenztem Interesse, Nachzuchten sind selten und meist experimentell.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; IUCN Red List; Reef fish field guides (Fowler et al., Carpenter et al.)

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 300 l

Temperatur

22 - 28 °C

Schwimmzone

Mittlere Wasserschichten

Haltungsanspruch

In gut eingerichteten Riffaquarien mit genug Schwimmraum und regelmäßigem Zufüttern ist der Zwerg-Anthias für erfahrene Hobbyisten gut pflegbar, benötigt aber stabilen Schwarm und abwechslungsreiche Fütterung.

Gruppengröße

Für ein natürliches Sozialverhalten empfiehlt sich eine Gruppe mit einem Männchen und mehreren Weibchen; mindestens sechs Tiere werden empfohlen, um Rangkämpfe zu dämpfen.

Vergesellschaftung

Friedliche Miteinanderarten mit ähnlicher Größe und Verhalten eignen sich; aggressive Raubfische vermeiden, denn der Zwerg-Anthias ist zwittrig und sozial empfindlich.

Pflanzen

Pflanzenverträglichkeit ist unproblematisch, da die Art in Riffbecken hauptsächlich über offener Struktur schwimmt und Pflanzen nicht beschädigt.

Strömung & Sauerstoff

Mäßige bis wechselhafte Strömung simuliert natürliche Bedingungen und sorgt für steten Nachschub an Planktonnahrung.

Futterannahme

In Gefangenschaft akzeptiert Pseudanthias squamipinnis lebende und gefrorene Planktonnahrung wie Artemia und Mysis sowie fein portioniertes Trockenfutter, regelmäßige Zufütterung ist wichtig.

Nachzucht

Gezielte Nachzucht erfordert große Volumen für pelagische Larven und kontrollierte Futterversorgung; erfolgreiche Zuchten sind selten und anspruchsvoll.

Nachzuchtanspruch

Schwer

Beleuchtung

Hell