Tigerbarbe
Puntigrus tetrazona
Tigerbarbe (Puntigrus tetrazona), gehoert zur Familie Cyprinidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Kompakter, seitlich abgeflachter Körper mit gedrungener Statur; Puntigrus tetrazona zeigt die typische Robustheit kleiner Cypriniden und einen relativ hohen Rücken im Vergleich zur Körperlänge.
- Maulstellung: Endständig gelegenes Maul, das auf Aufnahme von kleinen Wirbellosen, Pflanzenteilen und Aufwuchs ausgelegt ist.
- Auffällig sind vier bis fünf dunkle, senkrechte Bänder auf orange- bis olivfarbenem Grund; die Flossen sind bei ausgewachsenen Männchen häufig rötlich gefärbt, der Bauch heller, was einen dezenten Kontrast erzeugt.
- Keine auffälligen Sonderorgane; wie andere Cypriniden werden Nahrungsteile mit Pharyngealzähnen verarbeitet und es fehlen echte Kieferzähne.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Tigerbarbe unterscheiden sich Männchen und Weibchen vor allem in der Färbung und Körperform: Männchen sind schlanker und zeigen intensivere Rot- und Schwarzzeichnungen, Weibchen erscheinen oft etwas runder und blasser.
Lebensraum
In der Natur bewohnt die Tigerbarbe flache, langsam fließende Gewässer mit dichter Vegetation, Überschwemmungsgebiete und pflanzenreiche Seitenarme, wo Verstecke und Laichpflanzen häufig sind.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Teich, Überschwemmungsgebiet, Feuchtgebiet, Künstliches Gewässer
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Sand, Kies, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 22 - 28 Grad C
pH-Wert: 6 - 7.5
Puntigrus tetrazona kommt naturnah in pflanzenreichen, seichten Gewässern Südostasiens vor; die Verbreitung erstreckt sich vor allem über Teile Sumatras und Borneos sowie angrenzende Festlandsbereiche.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Bodentierfresser, Algenfresser, Detritusfresser, Nahrungs-Generalist, Krebstierfresser
Die Tigerbarbe ernährt sich opportunistisch von Insektenlarven, Kleinkrebstieren, Aufwuchs und pflanzlichen Bestandteilen; in Aquarien werden diese Tiere leicht an Flocken-, Frost- oder Lebendfutter herangeführt.
Beute: Vorzugsweise Wasserflöhe, Chironomidenlarven, weiche Aufwuchsalgen und abgestorbene Pflanzenreste.
Verbreitung
Region: Südostasien, Ostasien
Länder: Indonesien, Malaysia
Puntigrus tetrazona kommt naturnah in pflanzenreichen, seichten Gewässern Südostasiens vor; die Verbreitung erstreckt sich vor allem über Teile Sumatras und Borneos sowie angrenzende Festlandsbereiche.
Galerie
Besonderheiten
- Tagsüber aktiv und in Gruppen häufig auffällig bewegungsfreudig; zur Laichzeit zeigen Männchen verstärkte Revier- und Balzaktivität.
- Typischer Schwarmfisch: die Tigerbarbe lebt in Gruppen und zeigt innerhalb kleiner Schulen soziale Interaktionen; bei zu geringer Gruppengröße kann es zu verstärktem Nipping und Territorialverhalten kommen.
- Keine ausgeprägten Wanderungen; populationslokal gebunden an saisonale Überflutungsbereiche.
- Laicht als Freilaicher zwischen Pflanzen und in dichter Vegetation, die Eier werden nicht betreut.
- Keine speziellen Risiken für Halter bekannt; bei unsachgemäßer Haltung können Sekundärprobleme wie Parasiten auftreten.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Cypriniformes
- Familie
- Cyprinidae
- Gattung
- Puntigrus
- Art
- tetrazona
- Synonyme
- Puntius tetrazona
Morphologie
- Körperform
- Kompakter, seitlich abgeflachter Körper mit gedrungener Statur; Puntigrus tetrazona zeigt die typische Robustheit kleiner Cypriniden und einen relativ hohen Rücken im Vergleich zur Körperlänge.
- Maulstellung
- Endständig gelegenes Maul, das auf Aufnahme von kleinen Wirbellosen, Pflanzenteilen und Aufwuchs ausgelegt ist.
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Tigerbarbe unterscheiden sich Männchen und Weibchen vor allem in der Färbung und Körperform: Männchen sind schlanker und zeigen intensivere Rot- und Schwarzzeichnungen, Weibchen erscheinen oft etwas runder und blasser.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Laicht als Freilaicher zwischen Pflanzen und in dichter Vegetation, die Eier werden nicht betreut.
- Laichtyp
- Freilaicher zwischen Pflanzen, Eier werden gestreut
- Brutpflege
- Es findet keine Brutpflege statt; Eltern können die Eier oder Larven unter Umständen fressen, weshalb Separierung zum Brutschutz sinnvoll ist.
- Inkubation
- 2 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Tagsüber aktiv und in Gruppen häufig auffällig bewegungsfreudig; zur Laichzeit zeigen Männchen verstärkte Revier- und Balzaktivität.
- Sozialverhalten
- Typischer Schwarmfisch: die Tigerbarbe lebt in Gruppen und zeigt innerhalb kleiner Schulen soziale Interaktionen; bei zu geringer Gruppengröße kann es zu verstärktem Nipping und Territorialverhalten kommen.
- Wanderung
- Keine ausgeprägten Wanderungen; populationslokal gebunden an saisonale Überflutungsbereiche.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Orientalis / Indomalaiische Region
Nutzung
- Fischerei
- Kein Ziel der kommerziellen Nahrungsfischerei; Handel findet primär über die Aquaristik statt.
- Aquakultur
- In der Aquaristik weit verbreitet und oft in Heim- und Großzuchten nachgezüchtet, sodass Wildentnahmen vermindert werden können.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; GBIF; Fachliteratur zur Süßwasserfauna Südostasiens
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 80 l
22 - 28 °C
6 - 7.5
5 - 12 dKH
Mittlere Wasserschichten
Für Heimaquarianer ist die Tigerbarbe eine der leichter zu haltenden Arten; beständige Wasserwerte, ein Schwarm und robuste Pflanzen erleichtern die Pflege.
Als Schwarmfisch sollte die Tigerbarbe mindestens in Gruppen von 6–8 Tieren gehalten werden; größere Gruppen reduzieren Rangstreit und fördern natürliches Sozialverhalten.
Gut vergesellschaftbar mit lebhaften, ähnlich großen Fischen; langfristig ungeeignet mit langflossigen, trägen Arten, da Nipping auftreten kann.
Pflanzenverträglich, bevorzugt dicht bepflanzte Aquarien mit robusten Arten wie Vallisneria oder Javafarn, an empfindlichen Pflanzen kann gelegentlich genagt werden.
Mäßige Strömung bevorzugt; natürliche Habitate sind oft langsam fließend bis stagnierend mit variabler Strömung.
Sehr anpassungsfähig: nimmt Flocken-, Granulat- und Frostfutter sowie kleine Lebendfutterarten schnell an.
Einfache Nachzucht im Aquarium durch Trennen eines schwangeren Paares oder durch Aufstellen dichter Pflanzen/Laichmatten; Aufzucht der Larven mit feinem Lebendfutter wie Infusorien und Artemia.
Einfach
Anpassungsfähig

