Skalar
Pterophyllum scalare
Skalar (Pterophyllum scalare), gehoert zur Familie Cichlidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Skalar besitzt einen stark seitlich abgeflachten, hochrückigen Körper, der ihm eine dreieckige Silhouette und gute Manövrierfähigkeit zwischen Pflanzen bietet.
- Maulstellung: Der Skalar hat ein endständig gelegenes Maul, das ihm erlaubt, sowohl im Freiwasser als auch an Pflanzen und Substraten nach Kleintieren und Algen zu picken.
- Der Skalar ist wildtypisch silbrig mit vier bis fünf dunklen, vertikalen Bändern und heller Bauchseite; in der Aquaristik treten zahlreiche Zuchtformen wie Marmor, Koi und Weiss mit stark variierender Zeichnung auf.
- Der Skalar zeichnet sich durch stark verlängerte Rücken- und Afterflossen sowie einen hohen Körperquerschnitt aus, was ihm sein charakteristisches, laterales Profil verleiht.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Skalar unterscheiden sich Männchen und Weibchen meist nur geringfügig; geschlechtsreife Männchen zeigen jedoch oft spitzere Flossen und ausgeprägtere Stirnpartien als Weibchen.
Lebensraum
Der Skalar bewohnt langsame Flussabschnitte, überschwemmte Wälder und Seitenarme mit dichter Vegetation, wo er sich zwischen Pflanzen und Wurzeln versteckt.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Überschwemmungsgebiet, Sumpf, Bodennah
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 24 - 30 Grad C
pH-Wert: 4.5 - 7
Der Skalar (Pterophyllum scalare) stammt aus dem Amazonasbecken und kommt in langsamen Nebenarmen, Überschwemmungsgebieten und ruhigen Flussabschnitten in Teilen Brasiliens, Perus und Kolumbiens vor.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Zooplanktonfresser, Nahrungs-Generalist, Detritusfresser
Der Skalar ernährt sich in der Natur von Insektenlarven, kleinen Krebstieren und Zooplankton sowie gelegentlich Pflanzenteilen und Detritus.
Beute: Der Skalar frisst bevorzugt Insektenlarven, Wasserflöhe und kleine Krebse, nimmt aber in Aquarien auch Flocken-, Granulat- und Frostfutter an.
Verbreitung
Region: Südamerika
Länder: Brasilien, Peru, Kolumbien
Der Skalar (Pterophyllum scalare) stammt aus dem Amazonasbecken und kommt in langsamen Nebenarmen, Überschwemmungsgebieten und ruhigen Flussabschnitten in Teilen Brasiliens, Perus und Kolumbiens vor.
Galerie
Besonderheiten
- Der Skalar ist tagaktiv und zeigt insbesondere am Vormittag und in der Dämmerung auffällige Futtersuchaktivität.
- Der Skalar bildet juvenile Schwärme, paarbildende Erwachsene und verteidigt beim Brüten ein Revier; das Sozialverhalten ist abhängig von Besatzdichte und Struktur des Aquariums.
- Der Skalar bildet in der Regel monogame Paare, die gemeinsam Eier auf einer glatten Oberfläche absitzen und die Brut bis zum freien Schwimmen der Jungfische betreuen.
- Der Skalar stellt kein bekanntes Risiko für Menschen dar; beim Handel sind jedoch parasitäre und bakterielle Infektionen möglich, die auf Haltungsmängel zurückgehen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Cichliformes
- Familie
- Cichlidae
- Gattung
- Pterophyllum
- Art
- scalare
- Erstbeschreiber
- Schultze, 1823
- Synonyme
- Platax scalare, Pterophyllum altum (historisch verwandt)
Morphologie
- Körperform
- Der Skalar besitzt einen stark seitlich abgeflachten, hochrückigen Körper, der ihm eine dreieckige Silhouette und gute Manövrierfähigkeit zwischen Pflanzen bietet.
- Maulstellung
- Der Skalar hat ein endständig gelegenes Maul, das ihm erlaubt, sowohl im Freiwasser als auch an Pflanzen und Substraten nach Kleintieren und Algen zu picken.
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Skalar unterscheiden sich Männchen und Weibchen meist nur geringfügig; geschlechtsreife Männchen zeigen jedoch oft spitzere Flossen und ausgeprägtere Stirnpartien als Weibchen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Der Skalar bildet in der Regel monogame Paare, die gemeinsam Eier auf einer glatten Oberfläche absitzen und die Brut bis zum freien Schwimmen der Jungfische betreuen.
- Laichtyp
- Substratlaicher an Blättern, Wurzeln oder Steinen; Paare dichten und bewachen die Gelege.
- Brutpflege
- Der Skalar betreibt biparentale Brutpflege: Beide Eltern bewachen die Eier, hauchen sie durch und schützen die Jungfische nach dem Schlupf.
- Inkubation
- 3 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Der Skalar ist tagaktiv und zeigt insbesondere am Vormittag und in der Dämmerung auffällige Futtersuchaktivität.
- Sozialverhalten
- Der Skalar bildet juvenile Schwärme, paarbildende Erwachsene und verteidigt beim Brüten ein Revier; das Sozialverhalten ist abhängig von Besatzdichte und Struktur des Aquariums.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Neotropis
Nutzung
- Fischerei
- Der Skalar hat keine kommerzielle Bedeutung als Nahrungsfisch; seine wirtschaftliche Relevanz liegt in der Aquaristik.
- Aquakultur
- Der Skalar ist in der Aquaristik von großer Bedeutung und wird weltweit in vielen Zuchtlinien gehalten und vermehrt.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 48
- Quellen
- FishBase; Kullander (2003) Cichlidae; Axelrod & Burgess, Aquarium Fish (Pflegehinweise); IUCN (NE)
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 150 l
24 - 30 °C
4.5 - 7
Mittlere Wasserschichten, Bodennah
Der Skalar eignet sich für gepflegte Aquarianer mit Erfahrung in der Kontrolle von Temperatur, Wasserchemie und sozialer Struktur; besonders erforderlich sind ein hoher Aufbau und ruhige Wasserverhältnisse.
Im Aquarium empfiehlt sich entweder eine vergesellschaftete Gruppe von mindestens sechs Jungfischen zur Reduktion von Aggression oder ein festes Zuchtpaar; dichte Besatzverhältnisse fördern Stress.
Der Skalar ist mit friedlichen mittelgroßen bis großen Arten vergesellschaftbar, sollte aber nicht mit aggressiven oder sehr kleinen Fischen kombiniert werden, die als Beute gelten könnten.
Der Skalar profitiert von dichter Bepflanzung mit hohen, robusten Pflanzen, an denen er Rinde und Blätter als Laichsubstrat nutzt.
Der Skalar bevorzugt langsame bis mäßige Strömung und ruhige Bereiche im Aquarium.
Der Skalar nimmt in Gefangenschaft bereitwillig ein Spektrum aus Flocken-, Granulat- und Frostfutter sowie gelegentlich lebende Kleintiere an.
Für die Nachzucht des Skalars werden warmes, weiches, leicht saures Wasser, ein ruhiger Bereich mit glatten Flächen als Substrat und ein paarweise etabliertes Tierpaar empfohlen.
Mittel
Mittel
