Schwarzbarsch
Pomoxis nigromaculatus
Schwarzbarsch (Pomoxis nigromaculatus), gehoert zur Familie Centrarchidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Die Art besitzt einen stark lateralfach abgeflachten, hochrückigen Körper mit tiefem Rumpfabschnitt; diese kompakte Gestalt erleichtert schnelle Drehungen beim Beutefang. Bei älteren Exemplaren wird die Silhouette deutlich ausgeprägter, wobei die Form für Pomoxis nigromaculatus typisch ist.
- Maulstellung: Das Maul steht endständig und erlaubt dem Schwarzbarsch ein übergreifendes Ergreifen von Kleinfischen und Insektenlarven.
- Die Grundfärbung reicht von silbrig bis olivgrün, mit zahlreichen unregelmäßigen dunklen Flecken oder Bändern auf Seiten und Rücken; die Bauchseite ist heller, was ein klassisches Countershading ergibt und juvenilen Tieren ein weniger kontrastreiches Muster verleiht.
- Charakteristisch sind der hohe Rumpf und das relativ große Maul; die Rückenflosse ist durch einen deutlichen Übergang von Hart- zu Weichstrahlen, aber ohne völlige Teilung, gekennzeichnet.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Schwarzbarsch unterscheiden sich geschlechtsreife Männchen und Weibchen vor allem im Verhalten und im Brutkleid: Männchen werden während der Laichzeit dunkler und zeigen eine intensivere Färbung am Kopf, zudem entwickeln sie oft rauere Hautpartien am Kopfschild.
Lebensraum
In langsam fliessenden oder stehenden Gewässern bevorzugt die Art strukturreiche Bereiche wie Schilfkanten, Unterwasserpflanzen und versunkene Äste, wo sie lauert und auf Beute wartet.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, See, Stausee, Teich, Überschwemmungsgebiet, Feuchtgebiet, Bodennah, Bodenlebend, Künstliches Gewässer
Klimazone: Gemäßigt, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Kies, Fels / Stein, Schlamm, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 2 - 30 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8.5
Ursprünglich kommt Pomoxis nigromaculatus in den großen Binnengewässern und Flusssystemen der östlichen und zentralen Vereinigten Staaten sowie in Teilen Südkanadas vor; die Art ist darüber hinaus in zahlreiche Seen und Flusssysteme als Besatz eingeführt worden. In Verbreitungsbeschreibungen wird der Schwarzbarsch häufig in Mississippi- und Great-Lakes-Becken genannt.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Insektenfresser, Zooplanktonfresser, Krebstierfresser
Als Nahrung dienen dem Schwarzbarsch vor allem Kleinfische, Wirbellose und in der Jugend reichlich Zooplankton; die Nahrungszusammensetzung verändert sich mit dem Wachstum hin zu größeren Beutetieren.
Beute: Bevorzugte Beute sind Jungfische (z. B. Weißfische), Insektenlarven, Kleinkrebse und andere benthische Wirbellose.
Verbreitung
Region: Nordamerika
Länder: Vereinigte Staaten, Kanada
Ursprünglich kommt Pomoxis nigromaculatus in den großen Binnengewässern und Flusssystemen der östlichen und zentralen Vereinigten Staaten sowie in Teilen Südkanadas vor; die Art ist darüber hinaus in zahlreiche Seen und Flusssysteme als Besatz eingeführt worden. In Verbreitungsbeschreibungen wird der Schwarzbarsch häufig in Mississippi- und Great-Lakes-Becken genannt.
Galerie
Besonderheiten
- Typisch sind tagaktive Jagdphasen, wobei junge Fische auch in dichten Schwärmen während des Tages aktiv sind; in trüben Gewässern ist die Aktivität flexibel.
- Jugendliche Exemplare bilden oft Schwärme, während adulte Tiere außerhalb der Laichzeit eher in lockeren Gruppen auftreten; während der Fortpflanzung verteidigen Männchen kleine Reviere um ihre Nester.
- Weitgehend standorttreu, größere Wanderbewegungen entlang von Gewässerstrukturen sind möglich, aber keine ausgeprägten Jahreswanderungen bekannt.
- Die Fortpflanzung erfolgt als Substratlaichen mit nestbildenden Männchen, die flache Mulden an vegetationsreichen Uferbereichen anlegen und verteidigen.
- Keine toxischen Risiken bekannt; beim Verzehr sind kleine Gräten zu beachten.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Unterordnung
- Percoidei
- Familie
- Centrarchidae
- Gattung
- Pomoxis
- Art
- nigromaculatus
- Erstbeschreiber
- Lesueur, 1829
Morphologie
- Körperform
- Die Art besitzt einen stark lateralfach abgeflachten, hochrückigen Körper mit tiefem Rumpfabschnitt; diese kompakte Gestalt erleichtert schnelle Drehungen beim Beutefang. Bei älteren Exemplaren wird die Silhouette deutlich ausgeprägter, wobei die Form für Pomoxis nigromaculatus typisch ist.
- Maulstellung
- Das Maul steht endständig und erlaubt dem Schwarzbarsch ein übergreifendes Ergreifen von Kleinfischen und Insektenlarven.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 6 - 8
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 11 - 13
- Afterflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 10 - 12
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Schwarzbarsch unterscheiden sich geschlechtsreife Männchen und Weibchen vor allem im Verhalten und im Brutkleid: Männchen werden während der Laichzeit dunkler und zeigen eine intensivere Färbung am Kopf, zudem entwickeln sie oft rauere Hautpartien am Kopfschild.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Fortpflanzung erfolgt als Substratlaichen mit nestbildenden Männchen, die flache Mulden an vegetationsreichen Uferbereichen anlegen und verteidigen.
- Laichtyp
- Substratlaicher mit männlicher Nestverteidigung
- Brutpflege
- Männliche Tiere bewachen nach dem Ablaichen die Eier und treiben die Larven nach dem Schlupf aus dem Nestbereich, sodass eine primäre väterliche Brutpflege ausgeübt wird.
- Inkubation
- 4 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Typisch sind tagaktive Jagdphasen, wobei junge Fische auch in dichten Schwärmen während des Tages aktiv sind; in trüben Gewässern ist die Aktivität flexibel.
- Sozialverhalten
- Jugendliche Exemplare bilden oft Schwärme, während adulte Tiere außerhalb der Laichzeit eher in lockeren Gruppen auftreten; während der Fortpflanzung verteidigen Männchen kleine Reviere um ihre Nester.
- Wanderung
- Weitgehend standorttreu, größere Wanderbewegungen entlang von Gewässerstrukturen sind möglich, aber keine ausgeprägten Jahreswanderungen bekannt.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Nearktis
Nutzung
- Fischerei
- Örtlich findet ein geringer Handel mit gefangenem Fleisch statt, die wirtschaftliche Bedeutung ist jedoch im Vergleich zu Haupthandelsfischen gering.
- Aquakultur
- Limited lokale Aufzuchtversuche existieren, doch die Art hat keine größere Bedeutung für die kommerzielle Aquakultur.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; IUCN; Regional fish guides (USA, Canada); Fachliteratur zu Centrarchidae
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer
Morgendämmerung, Vormittag, Abenddämmerung
Mittel
Zum Fang werden in Seen und langsam fließenden Gewässern leichte Spinnmontagen, Posenangeln mit kleinen Köderfischen oder Maden sowie kleine Gummiköder verwendet; beim Schwarzbarsch sind seichte, vegetationsnahe Bereiche besonders erfolgversprechend.
Natürliche Köder wie Köderfische, Würmer und Insektenlarven sowie kleine Kunstköder wie Softbaits und Wobbler funktionieren gut für den Schwarzbarsch.
Uferbereiche mit dichter Vegetation, überhängende Strukturen und Zonen mit versunkenem Holz sind bevorzugte Fangplätze für den Schwarzbarsch.
Leichte bis mittelschwere Spinnruten mit feiner Spitze, 2–6 kg Hauptschnur und kleine Haken oder Jigköpfe sind praxisgerecht.
Warme Perioden im Spätfrühling und Frühsommer steigern die Aktivität; windgeschützte Morgenstunden sind oft besonders ergiebig.
Im Winter zieht die Aktivität deutlich an tiefere Stellen ab, die Fische sind träger und stehen oft in größeren Gruppen über tieferen Strukturen.
Der Biss ist häufig vorsichtig und wird bei Posenangeln durch feine Bewegungen angezeigt; beim Spinnangeln zeigen sich diskretere Anfasser vor dem eigentlichen Hakenbiss.
Beim Anhieb zeigen Schwarzbarsche zunächst kurze Fluchtversuche und Drehbewegungen; die Drillintensität ist moderat und für leichte Geräte spannend.
Fische möglichst schnell und mit nassen Händen oder Unterlage behandeln, scharfe Haken zügig entfernen und bei Wiederaussetzen behutsam behandeln, um die Schleimschicht zu erhalten.
Beim Angeln auf Schwarzbarsch fallen häufig andere Sonnenbarschartige, Barsche und Weißfische als Beifang an.
Hochrückiger, stark seitlich abgeflachter Körper, silbrige Grundfarbe mit unregelmäßigen dunklen Flecken und etwa 6–8 Hartstrahlen in der Rückenflosse.
Regionale Schonzeiten, Mindestmaße und Fangbegrenzungen sind häufig; vor dem Angeln lokale Bestimmungen prüfen.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung63 °C
110 kcal / 100 g
18 g / 100 g
Mittelfett
Wie bei vielen kleineren Süßwasserfischen sind Gräten vorhanden, die beim Filetieren beachtet werden müssen.
Mittel
Das Fleisch ist mild bis fein im Geschmack und hat eine zarte, blättrige Struktur, die sich gut für leichte Zubereitungen eignet.
Zartes, leicht blättriges Fleisch mit feinem Biss, gut geeignet für Filets.
Filets und Backenfleisch sind die bevorzugten Teile für den Verzehr.
Haut kann entfernt oder mitverarbeitet werden; bei Filetierung empfiehlt sich das Entfernen der Haut zur einfachen Zubereitung.
Kurz gebraten, gegrillt oder im Ganzen im Ofen zubereitet sowie als Einlage für Fischsuppen ergeben gute Ergebnisse.
Dünne Filets 6–10 Minuten bei mittlerer Hitze, dickere Stücke entsprechend länger.
Zitronensaft, Petersilie, Dill, schwarzer Pfeffer und Butter harmonieren gut mit dem feinen Geschmack.
Neue Kartoffeln, grüner Salat oder gedünstetes Gemüse passen gut zu zarten Filets.
Leichte trockene Weißweine oder ein mildes Lagerbier ergänzen den Geschmack.
Beim Filetieren auf die Mittelgräte achten und gegebenenfalls pinbones entfernen; kurz in Mehl gewendet ergibt eine knusprige Kruste beim Braten.
Keine speziellen Toxine bekannt; wie bei vielen Süßwasserfischen sind kleine Gräten beim Verzehr zu beachten.
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 500 l
ab 10000 l
2 - 30 °C
6.5 - 8.5
Mittlere Wasserschichten, Bodennah
Aufgrund der potenziellen Endgröße, des Schwarmbedarfs und des Fressverhaltens gegenüber kleineren Fischen ist der Schwarzbarsch nur für spezialisierte Becken mit großer Fläche und entsprechendem Besatzmanagement geeignet.
Für natürliche Verhaltensweisen empfiehlt sich eine größere Gruppe oder mehrere Individuen in weitläufigen Teichen; in kleinen Aquarien ist eine Gruppengröße aus Platzgründen nicht zu empfehlen.
Nicht mit sehr kleinen Zierfischen vergesellschaften, da Jungfische und kleinbleibende Arten als Beute angesehen werden können; mit anderen robusten Sonnenbarscharten ist eine Vergesellschaftung möglich.
Pflanzenbestände werden in Uferzonen als Laich- und Versteckplatz geschätzt, in stark besetzten Becken können jedoch Jungfische Pflanzenbestand reduzieren.
Bevorzugt ruhige bis mäßig strömende Bereiche; in stehenden Gewässern genügen windbedingte Strömungen.
In Gefangenschaft nimmt die Art lebende und gefrorene Köder, Pellets sowie aushärtbare Futterformen an, zeigt dabei meist eine gute Futterakzeptanz.
In geeigneten Gartenteichen kann der Schwarzbarsch überwintern, wenn ausreichende Tiefe und Sauerstoffversorgung vorhanden sind; flache Teiche ohne Eisfreihaltung sind ungeeignet.
Zur Nachzucht sind flache Bereiche mit Vegetation und geeigneten Nestsubstraten erforderlich; Männchen müssen ungestört Nester anlegen können, damit Brutpflege erfolgreich verläuft.
Mittel
Anpassungsfähig

