FischLex
KI-generiert

Sandtigerhai

Carcharias taurus

Sandtigerhai (Carcharias taurus), gehoert zur Familie Odontaspididae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

250 cm, max 340 cmmax 200 kgbis 15 Jahre2-200 m TiefeFleischfresser

Merkmale

  • Körperform: Der sandtigerähnliche Körper ist stromlinienförmig und kräftig gebaut; diese Form erlaubt kraftvolle Vorstöße beim Jagen und ein effizientes Schwimmen auf der Kontinentalscheide.
  • Maulstellung: Das Maul sitzt leicht subterminal und erlaubt dem Sandtigerhai, Beute in Bodennähe sowie im freies Wasser zu packen; die vorgestreckten Zähne bleiben oft sichtbar.
  • Dorsal ist die Art graubraun bis sandfarben, ventral deutlich heller; Jungtiere tragen oft dunkle, irregular verteilte Flecken, die im Erwachsenenalter verblassen.
  • Markant sind die langen, spitzen Zähne, die auch bei geschlossenem Maul zum Teil sichtbar bleiben, sowie ein gedrungener Rostrum; diese Merkmale unterstützen das Greifen großer Beute.
  • Geschlechtsunterschiede: Bei ausgewachsenen Exemplaren sind Männchen meist kleiner und besitzen sichtbare Klaspern an der Afterflosse; Weibchen werden tendenziell größer.

Lebensraum

Die Art besiedelt Küstenbereiche und Kontinentalschelf, kommt an Sand- und Felsgründen sowie in küstennahen Freiwasserschichten vor und nutzt sowohl flache als auch tiefere Zonen.

Wasserlebensraum: Meerwasser

Lebensraumtypen: Küstengewässer, Felsriff, Sandgrund, Küstennahes Freiwasser, Bodennah

Klimazone: Gemäßigt, Subtropisch, Tropisch

Bodengrund: Sand, Kies, Fels / Stein, Kein Substratbezug

Temperatur: 8 - 24 Grad C

Der Sandtigerhai (Carcharias taurus) kommt in küstennahen Gewässern des Atlantischen, Pazifischen und Indischen Ozeans vor und wurde historisch auch im Mittelmeer nachgewiesen; die Verbreitung ist regional unterschiedlich und lokal rückläufig.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Weichtierfresser, Aasfresser, Nahrungs-Generalist

Als Räuber ernährt sich der Sandtigerhai überwiegend von Knochenfischen und größeren Meeresbewohnern; ergänzend stehen Kopffüßer und gelegentlich krustazische Beutetiere auf dem Speiseplan.

Beute: Typische Beute sind kleinere Plattfische, Sandaale, Heringe, Kopffüßer wie Tintenfische und vereinzelt kleinere Haie oder Rochen; Aas wird opportunistisch verwertet.

Typische Beute sind kleinere Plattfische
Sandaale
Heringe

Verbreitung

Region: Atlantik, Pazifik, Indischer Ozean, Mittelmeer, Europa, Westasien, Nordafrika

Länder: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei

Der Sandtigerhai (Carcharias taurus) kommt in küstennahen Gewässern des Atlantischen, Pazifischen und Indischen Ozeans vor und wurde historisch auch im Mittelmeer nachgewiesen; die Verbreitung ist regional unterschiedlich und lokal rückläufig.

Besonderheiten

  • In Küstenzonen ist die Art überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, zeigt aber auch tagsüber sporadische Jagdbewegungen; bei Wanderungen werden Tages- und Nachtphasen kombiniert.
  • Meist einzeln oder locker aggregiert anzutreffen; während der Ruhe- und Jagdphasen treten gelegentlich Ansammlungen auf, feste soziale Verbände werden nicht gebildet.
  • Teilweise saisonale Verschiebungen entlang der Küste bekannt, häufig verbunden mit Nahrungsverfügbarkeit und Wassertemperaturen.
  • Weibchen tragen befruchtete Eier innerhalb des Uterus bis zur Geburt lebender Junge; intrauteriner Kannibalismus reduziert die Wurfgröße.
  • Beim Umgang ist Vorsicht geboten, da die sichtbaren, spitzen Zähne Verletzungen verursachen können; außerdem ist das Fleisch von Raubfischen oft mit Schadstoffen belastet.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivFischfresser, Weichtierfresser, Aasfresser, Nahru...Der Sandtigerhai spielt eine geringe kommerzielle...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Chondrichthyes
überordnung
Elasmobranchii
Ordnung
Lamniformes
Familie
Odontaspididae
Gattung
Carcharias
Art
taurus
Erstbeschreiber
Rafinesque, 1810
Synonyme
Odontaspis taurus

Morphologie

Körperform
Der sandtigerähnliche Körper ist stromlinienförmig und kräftig gebaut; diese Form erlaubt kraftvolle Vorstöße beim Jagen und ein effizientes Schwimmen auf der Kontinentalscheide.
Maulstellung
Das Maul sitzt leicht subterminal und erlaubt dem Sandtigerhai, Beute in Bodennähe sowie im freies Wasser zu packen; die vorgestreckten Zähne bleiben oft sichtbar.
Geschlechtsunterschiede
Bei ausgewachsenen Exemplaren sind Männchen meist kleiner und besitzen sichtbare Klaspern an der Afterflosse; Weibchen werden tendenziell größer.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Ovovivipar
Modus
Weibchen tragen befruchtete Eier innerhalb des Uterus bis zur Geburt lebender Junge; intrauteriner Kannibalismus reduziert die Wurfgröße.
Laichtyp
Innere Entwicklung mit embryonaler Kannibalismus (Adelphophagie); wenige, gut entwickelte Jungtiere werden geboren.
Brutpflege
Elterliche Fürsorge nach der Geburt findet nicht statt; die Jungtiere sind eigenständig und werden ohne weitere Brutpflege entlassen.

Verhalten

Aktivität
In Küstenzonen ist die Art überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, zeigt aber auch tagsüber sporadische Jagdbewegungen; bei Wanderungen werden Tages- und Nachtphasen kombiniert.
Sozialverhalten
Meist einzeln oder locker aggregiert anzutreffen; während der Ruhe- und Jagdphasen treten gelegentlich Ansammlungen auf, feste soziale Verbände werden nicht gebildet.
Wanderung
Teilweise saisonale Verschiebungen entlang der Küste bekannt, häufig verbunden mit Nahrungsverfügbarkeit und Wassertemperaturen.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Nearktis, Paläarktis, Australis, Orientalis / Indomalaiische Region, Ozeanien

Nutzung

Fischerei
Regionale Fischerei und Beifang sind die Hauptbedrohungen; in einigen Gebieten wurde die Art historisch direkt befischt.
Aquakultur
Keine etablierte Relevanz für Aquakultur; Nachzuchtprogramme sind selten und meist auf Forschung oder Großaquarien beschränkt.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
IUCN, FishBase, FAO, Fachliteratur zu Elasmobranchii

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Fettgehalt

Mittelfett

Grätenstruktur

Das Fleisch enthält wenige kleine Gräten, die größere Struktur der Wirbelsäule erfordert beim Filetieren aber Erfahrung.

Filetieren

Schwer

Geschmacksprofil

Das Fleisch ist kräftig im Geschmack und fest in der Textur; wegen möglicher Schadstoffbelastung wird ein moderater Konsum empfohlen.

Fleischstruktur

Das Fleisch ist generell fest und kompakt, eignet sich für robuste Zubereitungen wie Räuchern oder Schmoren.

Verwertbare Teile

Filet und Rückenmuskel sind die Hauptverwertungsstücke; Knorpel und große Wirbel werden in der Regel entfernt.

Hautzubereitung

Die dicke Haut sollte vor der Zubereitung entfernt werden; bei einigen Rezepten wird sie zur Texturverbesserung mitverwendet.

Zubereitungsarten

Dichtes Braten, Räuchern oder als kräftige Fischsuppe eignen sich gut; durch Entfernen des dunklen Muskelstreifens verbessert sich der Geschmack.

Garzeit

Die Garzeit richtet sich nach Dicke des Filets; feste Stücke benötigen durchgängig längere Garzeit als zarte Meeresfische.

Kräuter & Gewürze

Robuste Gewürze wie Pfeffer, Rosmarin, Zitronenzesten und Knoblauch passen gut zur kräftigen Fleischstruktur.

Beilagen

Kartoffelgerichte, gebratenes Gemüse oder ein kräftiger Eintopf ergänzen die intensive Fleischnote.

Getränke

Ein kräftiger Weißwein oder ein vollmundiges Bier harmonieren mit dem kräftigen Geschmack des Fleisches.

Vorbereitung

Vor dem Kochen dunkle Muskelpartien entfernen und das Fleisch kurz entspannen lassen; bei Bedarf in Milch oder Salzlösung einlegen, um starken Geschmack zu mildern.

Warnhinweise

Haifischfleisch kann erhöhte Konzentrationen an Quecksilber und anderen Schadstoffen enthalten; empfindliche Gruppen sollten den Verzehr begrenzen.