FischLex
KI-generiert

Riesenmanta

Mobula birostris

Riesenmanta (Mobula birostris), gehoert zur Familie Mobulidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Planktonfresser.

400 cm, max 700 cm0-1200 m TiefePlanktonfresser

Merkmale

  • Körperform: Als Plattenrochen zeigt der Riesenmanta einen stark dorsoventral abgeflachten Körper mit sehr breiten, pektoralen Flossen, die einen scheibenförmigen "Flügel" bilden.
  • Maulstellung: Das Maul sitzt frontal bis leicht ventral und ist groß; die Maulstellung erlaubt dem Riesenmanta effizientes Filtrieren von Plankton beim Schwimmen.
  • Das Rückenfeld ist meist dunkelgrau bis schwarz, der Bauch hell mit individuellen dunklen Fleckenmustern, die als Identifikationsmerkmal dienen; Jungaale weisen oft kontrastreichere Zeichnungen auf.
  • Charakteristisch sind die paarigen, vorn eingerollten Cephalic-Lappen oberhalb des Mauls, die beim Fressen zur Trichterbildung eingesetzt werden, sowie weit gespreizte, flügelförmige Brustflossen.
  • Geschlechtsunterschiede: Bei Riesenmanta sind Männchen in der Regel kleiner als Weibchen und besitzen hinten am Bauch sichtbare Klaspern zur Paarung; äußerlich unterscheiden sie sich damit deutlich.

Lebensraum

In offenen tropischen und subtropischen Meeren besiedelt der Riesenmanta küstennahe und pelagische Bereiche; häufig werden Riffe und sogenannte Cleaning-Stations aufgesucht, wo kleine Putzerfische Parasiten entfernen.

Wasserlebensraum: Meerwasser

Lebensraumtypen: Küstengewässer, Korallenriff, Küstennahes Freiwasser, Ozeanisches Freiwasser

Klimazone: Tropisch, Subtropisch

Bodengrund: Fels / Stein, Korallenstruktur, Kein Substratbezug

Temperatur: 15 - 30 Grad C

Der Riesenmanta (Mobula birostris) kommt in warmen, produktiven Gewässern des Atlantiks, Pazifiks und Indischen Ozeans vor. Saisonale Wanderbewegungen führen Tiere zu Auftriebsgebieten und Reinigungsstationen an Riffen; lokale Bestände können durch Fischerei stark reduziert sein.

Ernährung

Ernährungsweise: Planktonfresser

Nahrungsschwerpunkte: Zooplanktonfresser, Filtrierer, Krebstierfresser

Als Filtrierer ernährt sich der Riesenmanta überwiegend von Zooplankton; dabei werden Copepoden, Krill und Fischlarven durch weiträumiges Schwimmen mit offenem Maul aufgenommen.

Beute: Typische Beutetiere sind kleine Krebstiere (Copepoda, Mysidacea), Fischlarven und andere planktonische Organismen; häufig findet man ram-filtering und Barrel-Roll-Feeding beim Sammeln dichter Planktonschwärme.

Typische Beutetiere sind kleine Krebstiere (Copepoda
Mysidacea)
Fischlarven und andere planktonische Organismen

Verbreitung

Region: Atlantik, Pazifik, Indischer Ozean

Der Riesenmanta (Mobula birostris) kommt in warmen, produktiven Gewässern des Atlantiks, Pazifiks und Indischen Ozeans vor. Saisonale Wanderbewegungen führen Tiere zu Auftriebsgebieten und Reinigungsstationen an Riffen; lokale Bestände können durch Fischerei stark reduziert sein.

Besonderheiten

  • Tendenziell tagaktiv, wobei Fütterungs- und Reinigungsaktivitäten oft am Tage stattfinden; gelegentlich werden auch dämmerungsnahe Fütterungen beobachtet.
  • Gelegentlich gebildete Gruppen treten beim Fressen oder an Reinigungsstationen auf, ansonsten sind Riesenmanta meist einzelgängerisch oder in lockeren Aggregationen anzutreffen.
  • Viele Populationen zeigen großräumige Wanderungen zu Nahrungsschwärmen und saisonalen Auftriebsgebieten; diese Bewegungen sind regional variabel und an Umweltbedingungen gekoppelt.
  • Die Fortpflanzung ist vivipar bzw. ovovivipar: Embryonen entwickeln sich im Mutterleib und werden als lebende Junge geboren; Wurfgrößen sind klein und die Reproduktionsrate gering.
  • Neben dem geringen Risiko durch Bootsverkehr stellt Beifang in Fischernetzen die größte Gefahr für den Menschen-art-Konflikt dar, da Tiere dabei verenden und Fischereigerät beschädigen können.
Tagaktiv, DämmerungsaktivZooplanktonfresser, Filtrierer, KrebstierfresserDer Riesenmanta hat vor allem Bedeutung für den...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Chondrichthyes
überordnung
Batoidea
Ordnung
Myliobatiformes
Unterordnung
Mobuloidea
Familie
Mobulidae
Gattung
Mobula
Art
birostris
Erstbeschreiber
Walbaum, 1792
Synonyme
Manta birostris

Morphologie

Körperform
Als Plattenrochen zeigt der Riesenmanta einen stark dorsoventral abgeflachten Körper mit sehr breiten, pektoralen Flossen, die einen scheibenförmigen "Flügel" bilden.
Maulstellung
Das Maul sitzt frontal bis leicht ventral und ist groß; die Maulstellung erlaubt dem Riesenmanta effizientes Filtrieren von Plankton beim Schwimmen.
Geschlechtsunterschiede
Bei Riesenmanta sind Männchen in der Regel kleiner als Weibchen und besitzen hinten am Bauch sichtbare Klaspern zur Paarung; äußerlich unterscheiden sie sich damit deutlich.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Ovovivipar
Modus
Die Fortpflanzung ist vivipar bzw. ovovivipar: Embryonen entwickeln sich im Mutterleib und werden als lebende Junge geboren; Wurfgrößen sind klein und die Reproduktionsrate gering.
Laichtyp
Lebendgebärend, mit geringer Wurfgröße und langer Tragezeit.
Brutpflege
Nach der Geburt erfolgt keine Brutpflege; die Jungtiere sind sofort unabhängig und erhalten keine weitere elterliche Betreuung.
Inkubation
365 Tage

Verhalten

Aktivität
Tendenziell tagaktiv, wobei Fütterungs- und Reinigungsaktivitäten oft am Tage stattfinden; gelegentlich werden auch dämmerungsnahe Fütterungen beobachtet.
Sozialverhalten
Gelegentlich gebildete Gruppen treten beim Fressen oder an Reinigungsstationen auf, ansonsten sind Riesenmanta meist einzelgängerisch oder in lockeren Aggregationen anzutreffen.
Wanderung
Viele Populationen zeigen großräumige Wanderungen zu Nahrungsschwärmen und saisonalen Auftriebsgebieten; diese Bewegungen sind regional variabel und an Umweltbedingungen gekoppelt.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Neotropis, Afrotropis, Orientalis / Indomalaiische Region, Australis, Ozeanien

Nutzung

Fischerei
Weltweit wird Mobula birostris gelegentlich als Beifang in Schlepp- und Stellnetzen gefangen; gezielter Fang zur Gewinnung von Kiemenrechen kommt in einigen Ländern vor und belastet lokale Bestände.
Aquakultur
Für Zucht oder Aquakultur ist die Art nicht relevant; aufgrund der Größe, Wanderungen und Nahrungsansprüche ist kommerzielle Haltung nicht praktikabel.

Schutz & Quellen

CITES
Anhang II
Quellen
IUCN Red List (Mobula birostris), FishBase, peer-reviewed Studien zu Mobulidae und Feldstudien zu Wanderungen und Populationsdynamik.