Riesenmanta
Mobula birostris
Riesenmanta (Mobula birostris), gehoert zur Familie Mobulidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Planktonfresser.
Merkmale
- Körperform: Als Plattenrochen zeigt der Riesenmanta einen stark dorsoventral abgeflachten Körper mit sehr breiten, pektoralen Flossen, die einen scheibenförmigen "Flügel" bilden.
- Maulstellung: Das Maul sitzt frontal bis leicht ventral und ist groß; die Maulstellung erlaubt dem Riesenmanta effizientes Filtrieren von Plankton beim Schwimmen.
- Das Rückenfeld ist meist dunkelgrau bis schwarz, der Bauch hell mit individuellen dunklen Fleckenmustern, die als Identifikationsmerkmal dienen; Jungaale weisen oft kontrastreichere Zeichnungen auf.
- Charakteristisch sind die paarigen, vorn eingerollten Cephalic-Lappen oberhalb des Mauls, die beim Fressen zur Trichterbildung eingesetzt werden, sowie weit gespreizte, flügelförmige Brustflossen.
- Geschlechtsunterschiede: Bei Riesenmanta sind Männchen in der Regel kleiner als Weibchen und besitzen hinten am Bauch sichtbare Klaspern zur Paarung; äußerlich unterscheiden sie sich damit deutlich.
Lebensraum
In offenen tropischen und subtropischen Meeren besiedelt der Riesenmanta küstennahe und pelagische Bereiche; häufig werden Riffe und sogenannte Cleaning-Stations aufgesucht, wo kleine Putzerfische Parasiten entfernen.
Wasserlebensraum: Meerwasser
Lebensraumtypen: Küstengewässer, Korallenriff, Küstennahes Freiwasser, Ozeanisches Freiwasser
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Fels / Stein, Korallenstruktur, Kein Substratbezug
Temperatur: 15 - 30 Grad C
Der Riesenmanta (Mobula birostris) kommt in warmen, produktiven Gewässern des Atlantiks, Pazifiks und Indischen Ozeans vor. Saisonale Wanderbewegungen führen Tiere zu Auftriebsgebieten und Reinigungsstationen an Riffen; lokale Bestände können durch Fischerei stark reduziert sein.
Ernährung
Ernährungsweise: Planktonfresser
Nahrungsschwerpunkte: Zooplanktonfresser, Filtrierer, Krebstierfresser
Als Filtrierer ernährt sich der Riesenmanta überwiegend von Zooplankton; dabei werden Copepoden, Krill und Fischlarven durch weiträumiges Schwimmen mit offenem Maul aufgenommen.
Beute: Typische Beutetiere sind kleine Krebstiere (Copepoda, Mysidacea), Fischlarven und andere planktonische Organismen; häufig findet man ram-filtering und Barrel-Roll-Feeding beim Sammeln dichter Planktonschwärme.
Verbreitung
Region: Atlantik, Pazifik, Indischer Ozean
Der Riesenmanta (Mobula birostris) kommt in warmen, produktiven Gewässern des Atlantiks, Pazifiks und Indischen Ozeans vor. Saisonale Wanderbewegungen führen Tiere zu Auftriebsgebieten und Reinigungsstationen an Riffen; lokale Bestände können durch Fischerei stark reduziert sein.
Galerie
Besonderheiten
- Tendenziell tagaktiv, wobei Fütterungs- und Reinigungsaktivitäten oft am Tage stattfinden; gelegentlich werden auch dämmerungsnahe Fütterungen beobachtet.
- Gelegentlich gebildete Gruppen treten beim Fressen oder an Reinigungsstationen auf, ansonsten sind Riesenmanta meist einzelgängerisch oder in lockeren Aggregationen anzutreffen.
- Viele Populationen zeigen großräumige Wanderungen zu Nahrungsschwärmen und saisonalen Auftriebsgebieten; diese Bewegungen sind regional variabel und an Umweltbedingungen gekoppelt.
- Die Fortpflanzung ist vivipar bzw. ovovivipar: Embryonen entwickeln sich im Mutterleib und werden als lebende Junge geboren; Wurfgrößen sind klein und die Reproduktionsrate gering.
- Neben dem geringen Risiko durch Bootsverkehr stellt Beifang in Fischernetzen die größte Gefahr für den Menschen-art-Konflikt dar, da Tiere dabei verenden und Fischereigerät beschädigen können.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Chondrichthyes
- überordnung
- Batoidea
- Ordnung
- Myliobatiformes
- Unterordnung
- Mobuloidea
- Familie
- Mobulidae
- Gattung
- Mobula
- Art
- birostris
- Erstbeschreiber
- Walbaum, 1792
- Synonyme
- Manta birostris
Morphologie
- Körperform
- Als Plattenrochen zeigt der Riesenmanta einen stark dorsoventral abgeflachten Körper mit sehr breiten, pektoralen Flossen, die einen scheibenförmigen "Flügel" bilden.
- Maulstellung
- Das Maul sitzt frontal bis leicht ventral und ist groß; die Maulstellung erlaubt dem Riesenmanta effizientes Filtrieren von Plankton beim Schwimmen.
- Geschlechtsunterschiede
- Bei Riesenmanta sind Männchen in der Regel kleiner als Weibchen und besitzen hinten am Bauch sichtbare Klaspern zur Paarung; äußerlich unterscheiden sie sich damit deutlich.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Ovovivipar
- Modus
- Die Fortpflanzung ist vivipar bzw. ovovivipar: Embryonen entwickeln sich im Mutterleib und werden als lebende Junge geboren; Wurfgrößen sind klein und die Reproduktionsrate gering.
- Laichtyp
- Lebendgebärend, mit geringer Wurfgröße und langer Tragezeit.
- Brutpflege
- Nach der Geburt erfolgt keine Brutpflege; die Jungtiere sind sofort unabhängig und erhalten keine weitere elterliche Betreuung.
- Inkubation
- 365 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Tendenziell tagaktiv, wobei Fütterungs- und Reinigungsaktivitäten oft am Tage stattfinden; gelegentlich werden auch dämmerungsnahe Fütterungen beobachtet.
- Sozialverhalten
- Gelegentlich gebildete Gruppen treten beim Fressen oder an Reinigungsstationen auf, ansonsten sind Riesenmanta meist einzelgängerisch oder in lockeren Aggregationen anzutreffen.
- Wanderung
- Viele Populationen zeigen großräumige Wanderungen zu Nahrungsschwärmen und saisonalen Auftriebsgebieten; diese Bewegungen sind regional variabel und an Umweltbedingungen gekoppelt.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Neotropis, Afrotropis, Orientalis / Indomalaiische Region, Australis, Ozeanien
Nutzung
- Fischerei
- Weltweit wird Mobula birostris gelegentlich als Beifang in Schlepp- und Stellnetzen gefangen; gezielter Fang zur Gewinnung von Kiemenrechen kommt in einigen Ländern vor und belastet lokale Bestände.
- Aquakultur
- Für Zucht oder Aquakultur ist die Art nicht relevant; aufgrund der Größe, Wanderungen und Nahrungsansprüche ist kommerzielle Haltung nicht praktikabel.
Schutz & Quellen
- CITES
- Anhang II
- Quellen
- IUCN Red List (Mobula birostris), FishBase, peer-reviewed Studien zu Mobulidae und Feldstudien zu Wanderungen und Populationsdynamik.

