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Quappe

Lota lota

Quappe (Lota lota), gehoert zur Familie Lotidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

60 cm, max 100 cmbis 20 Jahre0-200 m TiefeFleischfresser

Merkmale

  • Körperform: Die Quappe hat einen langgestreckten, leicht gedrückten Körper mit einem vergleichsweise großen Kopf; dieses vornehmlich bodenbewohnende Erscheinungsbild wirkt an den Körperbau der Gadidae angelehnt.
  • Maulstellung: Bei der Quappe liegt das Maul endständig, was effizientes Erfassen von Beute am Grund erlaubt und räuberisches Jagdverhalten unterstützt.
  • Die Quappe zeigt ein bräunlich-graues, marmoriertes Muster mit dunkleren Flecken auf dem Rücken und einem helleren Bauch. Jungfische sind oft kontrastreicher gefärbt, adulte Tiere wirken insgesamt dunkler.
  • Charakteristisch ist die einzelne Bartel an der Unterlippe, ergänzt durch lange, zusammenhängende Rückenflossen und eine verlängerte Afterflosse, die das benthische Leben erleichtern.
  • Geschlechtsunterschiede: Bei der Quappe unterscheiden sich Männchen und Weibchen nur schwach; während der Laichzeit können Weibchen gedrungener wirken und Männchen teilweise schmaler erscheinen.

Lebensraum

Quappe bewohnt kühle, sauerstoffreiche Seen und langsam fließende Flüsse; im Winter zieht sie oft zu laichzeitlichen Flachwasserflächen oder flussaufwärts gelegenen Laichplätzen.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Fluss, See, Stausee, Bodennah, Bodenlebend

Klimazone: Gemäßigt, Subpolar

Bodengrund: Kies, Fels / Stein, Schlamm, Feinsediment, Detritus / Laub

Temperatur: 0 - 12 Grad C

pH-Wert: 6 - 8.5

Die Quappe (Lota lota) ist in der Holarktis verbreitet und kommt in kühlen Seen, Stauseen und Flusssystemen Europas sowie in Teilen Nordamerikas vor. Populationsdichten schwanken regional; lokal ist die Art sowohl in Gebirgsseen als auch in großen Flussläufen zu finden.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Bodentierfresser, Krebstierfresser, Insektenfresser

Die Quappe ernährt sich räuberisch von bodenlebenden Beutetieren; Fischbrut und kleine Fische bilden oft den Hauptanteil der Nahrung, ergänzt durch Krebstiere und Insektenlarven.

Beute: Bevorzugte Beute sind Jungfische (z. B. junge Salmoniden oder Weißfischarten), Grundkrebstiere und verschiedene Insektenlarven, die sie dicht über dem Substrat jagt.

Bevorzugte Beute sind Jungfische (z. B. junge Salmoniden oder Weißfischarten)
Grundkrebstiere und verschiedene Insektenlarven
die sie dicht über dem Substrat jagt.

Verbreitung

Region: Europa, Nordamerika

Die Quappe (Lota lota) ist in der Holarktis verbreitet und kommt in kühlen Seen, Stauseen und Flusssystemen Europas sowie in Teilen Nordamerikas vor. Populationsdichten schwanken regional; lokal ist die Art sowohl in Gebirgsseen als auch in großen Flussläufen zu finden.

Besonderheiten

  • Die Quappe ist überwiegend nachtaktiv; sie sucht bei Dämmerung und Nacht aktiv Beute und zeigt in der kalten Jahreszeit eine verstärkte Reproduktionsaktivität.
  • Quappen sind überwiegend Einzelgänger, können sich aber zur Laichzeit oder an Nahrungsgründen in lockeren Ansammlungen finden.
  • Vor Laichzeiten wandern Quappen oft innerhalb des Gewässers zu geeigneten Laichplätzen, bleiben ansonsten weitgehend standorttreu.
  • Die Quappe laicht in kalten Monaten; externe Befruchtung findet in flachen Bereichen mit Kies oder Steinen statt, oft unter Eis oder bei sehr niedrigen Wassertemperaturen.
  • Beim Verzehr ist auf mögliche Parasiten zu achten; eine ausreichende Erhitzung reduziert das Risiko, rohe oder unzureichend behandelte Innereien sollten vermieden werden.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivFischfresser, Bodentierfresser, Krebstierfresser...Regionale Fischereien nutzen die Quappe als Nahru...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Gadiformes
Familie
Lotidae
Gattung
Lota
Art
lota
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758
Synonyme
Lotus lota

Morphologie

Körperform
Die Quappe hat einen langgestreckten, leicht gedrückten Körper mit einem vergleichsweise großen Kopf; dieses vornehmlich bodenbewohnende Erscheinungsbild wirkt an den Körperbau der Gadidae angelehnt.
Maulstellung
Bei der Quappe liegt das Maul endständig, was effizientes Erfassen von Beute am Grund erlaubt und räuberisches Jagdverhalten unterstützt.
Rückenflosse Hartstrahlen
0 - 0
Geschlechtsunterschiede
Bei der Quappe unterscheiden sich Männchen und Weibchen nur schwach; während der Laichzeit können Weibchen gedrungener wirken und Männchen teilweise schmaler erscheinen.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Quappe laicht in kalten Monaten; externe Befruchtung findet in flachen Bereichen mit Kies oder Steinen statt, oft unter Eis oder bei sehr niedrigen Wassertemperaturen.
Laichtyp
Kieslaicher und Substratlaicher, Laichen im Winter
Brutpflege
Die Quappe zeigt keine Brutpflege; Eier und Larven entwickeln sich frei im Gewässer.

Verhalten

Aktivität
Die Quappe ist überwiegend nachtaktiv; sie sucht bei Dämmerung und Nacht aktiv Beute und zeigt in der kalten Jahreszeit eine verstärkte Reproduktionsaktivität.
Sozialverhalten
Quappen sind überwiegend Einzelgänger, können sich aber zur Laichzeit oder an Nahrungsgründen in lockeren Ansammlungen finden.
Wanderung
Vor Laichzeiten wandern Quappen oft innerhalb des Gewässers zu geeigneten Laichplätzen, bleiben ansonsten weitgehend standorttreu.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis, Nearktis

Nutzung

Fischerei
Die Quappe wird lokal kommerziell gefangen, meist in Küstenseen, Flussmündungen und größeren Seen; der kommerzielle Wert ist regional begrenzt.
Aquakultur
Für die Aquakultur hat die Quappe nur geringe Bedeutung; gezielte Zuchten sind selten und nicht weit verbreitet.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; IUCN Red List; regional ichthyologische Fachliteratur (z. B. Kottelat & Freyhof)

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Winter

Angelzeit

Nacht, Abenddämmerung

Schwierigkeit

Mittel

Angelmethoden

Für die Quappe sind gezielte Grundangeln, Posenangeln in ruhigen Bereichen und Eisangeln während der Laichzeit effektiv; als Köder werden häufig naturköder nahe dem Grund angeboten.

Empfohlene Köder

Als Köder für die Quappe haben sich Fischstreifen, Wattwürmer und frische Fischstücke bewährt; zu Laichzeiten sind natürliche Köder am wirkungsvollsten.

Fangplätze

Typische Fangplätze sind tiefe Löcher, Uferabbrüche, Auslaufbereiche von Seen, Kiesbänke und strukturelle Übergänge im Grundprofil; während der Laichzeit können flachere Zonen produktiv sein.

Ausrüstung

Empfohlen wird stabiles Grundgerät mit kräftiger Schnur, robuster Rolle und langem Vorfach, um Köder am Grund anzubieten und Hänger zu reduzieren.

Wetter & Mond

Die Aktivität der Quappe steigt bei kühlen Temperaturen und geringer Beleuchtung; Niederschlag und Luftdruckänderungen beeinflussen kurzfristig den Beißrhythmus.

Winterverhalten

Im Winter zieht die Quappe oft in flachere Laichbereiche und zeigt unter dem Eis erhöhte Aktivität; Eisangeln kann daher sehr erfolgreich sein.

Bissanzeige

Ein typischer Biss der Quappe äußert sich oft als langsames Ziehen oder schwerer Anschlag am Grund, gefolgt von einem plötzlichen, kräftigen Anbiss.

Drillverhalten

Beim Drill zieht die Quappe häufig bodennah, nutzt Kopfschläge und kräftige Flossenschläge, wodurch das Landen bei starkem Bewuchs oder Hindernissen anspruchsvoll werden kann.

Landung & Abhaken

Schonendes Landen mit Gumminetz, schnelle Betäubung und minimaler Luftkontakt reduzieren Stress; beim Freilassen sollte die Quappe vorsichtig im tiefen Wasser stabilisiert werden.

Typischer Beifang

An den gleichen Stellen werden häufig Hecht, Zander, Barsche und verschiedene Weißfischarten als Beifang gefangen.

Schnell erkennen

Marmorierte, bräunliche Körperfärbung, einzelne Unterlippenbartel, langgestreckter Körper und zwei zusammenhängende Rückenflossen; juvenilen sind kontrastreicher gemustert.

Regelhinweis

In einigen Regionen gelten Schonzeiten oder Mindestmaße für Quappe; lokale Fangregelungen und Schutzmaßnahmen sind vor dem Angeln zu prüfen.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

63 °C

Energie

90 kcal / 100 g

Eiweiß

18 g / 100 g

Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Die Quappe besitzt typische Grätenstrukturen mittlerer Ausprägung; beim Filetieren sind einige kleine Gräten zu entfernen.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Das Fleisch der Quappe ist mild und delikat mit feinem Aroma; besonders geschätzt wird die feste, weiße Textur und die delikate Geschmacksnote nach Süßwasserfisch.

Fleischstruktur

Das Filet der Quappe ist blättrig-zart und bleibt beim Garen saftig, sofern es nicht übergart wird.

Verwertbare Teile

Hauptsächlich Filets und die Leber, letztere gilt regional als Delikatesse; Haut kann vor dem Garen entfernt werden.

Hautzubereitung

Die Haut lässt sich bei frischen Exemplaren gut entfernen; für manche Zubereitungen wird sie vor dem Filetieren abgezogen.

Zubereitungsarten

Die Quappe eignet sich zum Braten, Backen, Räuchern und für Suppen oder Eintöpfe; die Leber wird oft separat gebraten.

Garzeit

Filets benötigen je nach Dicke etwa 6–10 Minuten bei mittlerer Hitze; Ganzer Fisch in Portionen gegart entsprechend länger.

Kräuter & Gewürze

Dill, Petersilie, Zitronensaft und etwas schwarzer Pfeffer passen gut zur Quappe; Butter und milde Kräuter unterstreichen das feine Aroma.

Beilagen

Gedämpfte Kartoffeln, Wurzelgemüse oder ein leichter Gurkensalat ergänzen die Quappenzubereitung.

Getränke

Trockener Weißwein (z. B. Riesling) oder ein leichtes Pilsner harmonieren gut mit dem milden Fleisch.

Vorbereitung

Kleinere Gräten vor dem Servieren entfernen und Filets nicht übergaren; die Leber separat mit Zitrone und Butter zubereiten.

Warnhinweise

Beim Verzehr sollte auf ausreichende Garzeiten geachtet werden, um parasitäre Risiken zu minimieren; rohe oder unzureichend erhitzte Innereien sind zu vermeiden.