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Kaiserfisch

Pomacanthus imperator

Kaiserfisch (Pomacanthus imperator), gehoert zur Familie Pomacanthidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Allesfresser.

25 cm, max 40 cmbis 15 Jahre1-100 m TiefeAllesfresser

Merkmale

  • Körperform: Seitlich stark abgeflacht und hochrückig; die kompakte Silhouette erlaubt enge Manöver in Korallenriffen und Spalten.
  • Maulstellung: Das relativ kleine, vorstülpbare Maul dient dem gezielten Abweiden von Schwämmen, Aufwuchs und kleinen Wirbellosen in Ritzen und auf Korallen.
  • Jugendliche zeigen markante konzentrische blau-weiße Ringe, während adulten Tiere breite gelbe und blaue Längsstreifen sowie eine dunkle Augenmaske besitzen; Schwanz- und Afterflosse sind meist gelblich ausgeprägt.
  • Wie andere Kaiserfische besitzen sie eine kräftige, nach innen gerichtete Kante am Präoperculum, die bei Bedrohung Schutz bietet.
  • Geschlechtsunterschiede: Männchen werden im Mittel etwas größer und zeigen gelegentlich stärkere Verlängerungen an Rücken- oder Afterflossen; die Grundfärbung unterscheidet die Geschlechter jedoch kaum deutlich.

Lebensraum

Auf flach- bis tiefen Riffen und Lagunen besiedelt der Kaiserfisch Korallenhänge, Felsriffe und äußere Riffabbrüche, wo er in Spalten und zwischen Korallenkomplexen nach Nahrung sucht.

Wasserlebensraum: Meerwasser

Lebensraumtypen: Lagune, Küstengewässer, Korallenriff, Felsriff

Klimazone: Tropisch, Subtropisch

Bodengrund: Fels / Stein, Korallenstruktur

Temperatur: 22 - 28 Grad C

pH-Wert: 7.8 - 8.4

Vom Roten Meer und Ostafrika über den Indischen Ozean bis zu zahlreichen Pazifikinseln (einschließlich Indo-Australien, Philippinen und pazifische Inseln); vereinzelt bis zu Hawaii und Polynesien.

Ernährung

Ernährungsweise: Allesfresser

Nahrungsschwerpunkte: Bodentierfresser, Algenfresser, Nahrungs-Generalist

Die Nahrung besteht überwiegend aus Schwämmen, Tunicaten, Aufwuchs und ergänzend kleinen wirbellosen Tieren; juvenilen Tieren wird zudem Algenaufwuchs zugeordnet.

Beute: Bevorzugt Schwämme und sessile Wirbellose, ergänzt durch Algen und gelegentlich Kleintiere, die aus Ritzen gepickt werden.

Bevorzugt Schwämme und sessile Wirbellose
ergänzt durch Algen und gelegentlich Kleintiere
die aus Ritzen gepickt werden.

Verbreitung

Region: Indischer Ozean, Pazifik, Australien, Nordamerika, Südostasien

Länder: Vereinigte Staaten, Australien, Philippinen

Vom Roten Meer und Ostafrika über den Indischen Ozean bis zu zahlreichen Pazifikinseln (einschließlich Indo-Australien, Philippinen und pazifische Inseln); vereinzelt bis zu Hawaii und Polynesien.

Besonderheiten

  • Überwiegend tagaktiv; die Tiere sind tagsüber in Revierbereichen aktiv und ruhen in geschützten Spalten in der Nacht.
  • Erwachsene kommen entweder einzeln oder paarweise vor; Revierverhalten gegenüber Artgenossen ist in geschützten Riffen ausgeprägt.
  • Permanente örtliche Bewohner mit guter Bindung an Korallenstrukturen; keine ausgeprägten Wanderungen bekannt.
  • Paarungsbereite Paare laichen in der Regel als Freilaicher; die pelagischen Eier und Larven werden im offenen Wasser verteilt.
  • Nicht giftig, aber Handhabung ohne Handschuhe kann zu Kratzern oder Bissen führen; außerdem können durch Sammelmethoden Riffe geschädigt werden.
TagaktivBodentierfresser, Algenfresser, Nahrungs-GeneralistWeltweit begehrter Aquarienfisch; geringfügig in...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Acanthopterygii
Ordnung
Perciformes
Familie
Pomacanthidae
Gattung
Pomacanthus
Art
imperator
Erstbeschreiber
Bloch, 1787
Synonyme
Holacanthus imperator

Morphologie

Körperform
Seitlich stark abgeflacht und hochrückig; die kompakte Silhouette erlaubt enge Manöver in Korallenriffen und Spalten.
Maulstellung
Das relativ kleine, vorstülpbare Maul dient dem gezielten Abweiden von Schwämmen, Aufwuchs und kleinen Wirbellosen in Ritzen und auf Korallen.
Rückenflosse Hartstrahlen
13 - 13
Rückenflosse Weichstrahlen
17 - 20
Afterflosse Hartstrahlen
3 - 3
Afterflosse Weichstrahlen
17 - 19
Geschlechtsunterschiede
Männchen werden im Mittel etwas größer und zeigen gelegentlich stärkere Verlängerungen an Rücken- oder Afterflossen; die Grundfärbung unterscheidet die Geschlechter jedoch kaum deutlich.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Paarungsbereite Paare laichen in der Regel als Freilaicher; die pelagischen Eier und Larven werden im offenen Wasser verteilt.
Laichtyp
Freilaicher mit pelagischen Eiern
Brutpflege
Es wird keine Brutpflege beobachtet; nach dem Abdrehen ins offene Wasser verbleiben Eier und Larven pelagisch.
Inkubation
20 Tage

Verhalten

Aktivität
Überwiegend tagaktiv; die Tiere sind tagsüber in Revierbereichen aktiv und ruhen in geschützten Spalten in der Nacht.
Sozialverhalten
Erwachsene kommen entweder einzeln oder paarweise vor; Revierverhalten gegenüber Artgenossen ist in geschützten Riffen ausgeprägt.
Wanderung
Permanente örtliche Bewohner mit guter Bindung an Korallenstrukturen; keine ausgeprägten Wanderungen bekannt.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Orientalis / Indomalaiische Region, Australis, Ozeanien

Nutzung

Fischerei
Kein bedeutender Speisefisch; die Art wird regional für den Aquarienhandel gefangen, was lokalen Druck erzeugen kann.
Aquakultur
Begrenzte Versuche in der Aquakultur existieren, doch die meisten Exemplare stammen noch aus Fischereientnahmen; Zucht ist aufwändig.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase, IUCN Red List, Lieske & Myers: Coral reef fishes

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 500 l

Temperatur

22 - 28 °C

pH-Wert

7.8 - 8.4

Schwimmzone

Mittlere Wasserschichten, Bodennah

Haltungsanspruch

Anspruchsvoll in der Pflege; benötigt große, etabliere Riffbecken und abwechslungsreiche Nahrung.

Gruppengröße

In Heimaquarien empfiehlt sich Einzelhaltung oder ein Paar in sehr großen Becken, da Revierverhalten gegenüber Artgenossen und ähnlichen Arten auftreten kann.

Vergesellschaftung

Vergesellschaftung mit ruhigen, robusten Riff-Bewohnern möglich; kleine Wirbellose und sessile Schwämme werden gefressen, daher ist die Art für empfindliche Wirbellosenaquarien ungeeignet.

Pflanzen

In reef-artigen Aquarien mit lebenden Korallen ist die Verträglichkeit gering, da Aufwuchs und manche Korallen geschädigt werden können.

Strömung & Sauerstoff

Mittlere bis kräftige Strömung in Bereichen mit guter Filtration und stabilem Wasserwechsel.

Futterannahme

Gewöhnt sich in Gefangenschaft an tiefgefrorene Krustentiere, Mysis, angereicherte Futtermischungen und spezialisierte Schwamm-Nahrung.

Nachzucht

Nachzucht ist selten und technisch anspruchsvoll; sie erfordert große Tauchbecken, stabile Wasserparameter und spezielle Futterentwicklung für Larven.

Nachzuchtanspruch

Nicht etabliert

Beleuchtung

Hell