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Goldbrasse

Sparus aurata

Goldbrasse (Sparus aurata), gehoert zur Familie Sparidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Allesfresser.

35 cm, max 70 cmmax 7 kg0-150 m TiefeAllesfresser

Merkmale

  • Körperform: Die Goldbrasse besitzt einen seitlich abgeflachten, hochrückigen Körper, der für die Familie Sparidae typisch ist und gut dem Namen Sparus aurata entspricht.
  • Maulstellung: Die Goldbrasse hat ein endständiges Maul, das ihr erlaubt, Saugbewegungen zur Aufnahme von Weichtieren und Krebstieren vom Bodengrund auszuführen.
  • Die Goldbrasse zeigt einen silbrig glänzenden Körper mit dunklerem Rücken und hellerem Bauch; das auffälligste Merkmal ist der goldfarbene Halbmond oder Streifen über dem Kopf zwischen den Augen, der der Art den deutschen Namen gab.
  • Die Goldbrasse verfügt über kräftige Backenzähne zur Aufschalung von Muscheln und Schalentieren; das prägende goldene Feld zwischen den Augen ist ein besonderes Erkennungsmerkmal.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Goldbrasse unterscheiden sich Männchen und Weibchen vor allem während der Paarungszeit durch intensivere Färbung der Männchen und eine verstärkte Goldfärbung der Stirnregion.

Lebensraum

Die Goldbrasse besiedelt flache Küstengewässer, Seegraswiesen, felsige Riffe, Buchten und Lagunen; die Art hält sich sowohl über sandigen als auch über felsigen Substraten auf.

Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser

Lebensraumtypen: See, Ästuar, Lagune, Küstengewässer, Felsriff, Seegraswiese, Sandgrund, Bodennah

Klimazone: Gemäßigt, Subtropisch

Bodengrund: Sand, Fels / Stein, Schlamm

Temperatur: 8 - 24 Grad C

Die Goldbrasse (Sparus aurata) kommt im östlichen Nordatlantik von den britischen Inseln bis vor die Küste Westafrikas und in allen Becken des Mittelmeers vor; sie nutzt küstennahe Habitate, Buchten und Lagunen als Lebensraum.

Ernährung

Ernährungsweise: Allesfresser

Nahrungsschwerpunkte: Weichtierfresser, Krebstierfresser, Bodentierfresser, Nahrungs-Generalist, Algenfresser

Die Goldbrasse ernährt sich überwiegend von benthischen Beutetieren wie Muscheln, Schnecken und Krebstieren, nimmt aber auch kleine Fische und Algen auf.

Beute: Der Goldbrasse bevorzugt Muscheln, Seeigel, Krabben und kleine Wirbellose; kräftige Backenzähne ermöglichen das Zerbeißen harter Schalen.

Der Goldbrasse bevorzugt Muscheln
Seeigel
Krabben und kleine Wirbellose

Verbreitung

Region: Mittelmeer, Atlantik, Europa, Westasien, Nordafrika

Länder: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei

Die Goldbrasse (Sparus aurata) kommt im östlichen Nordatlantik von den britischen Inseln bis vor die Küste Westafrikas und in allen Becken des Mittelmeers vor; sie nutzt küstennahe Habitate, Buchten und Lagunen als Lebensraum.

Besonderheiten

  • Die Goldbrasse ist überwiegend tagaktiv und nutzt Tageszeiten zur Nahrungssuche, kann aber in Dämmerungsphasen ebenso aktiv sein.
  • Die Goldbrasse ist meist gesellig und bildet kleine Schwärme zur Nahrungssuche; während der Laichzeit können territoriale Verhaltensweisen auftreten.
  • Die Goldbrasse zeigt keine langen Wanderungen, bewegt sich aber saisonal küstennah zur Laichzeit.
  • Der Goldbrasse laicht in küstennahen, flachen Gewässern; die Eier sind pelagisch und werden extern befruchtet.
  • Beim Goldbrasse-Verzehr sollte auf hygienische Zubereitung geachtet werden, da wie bei allen Meeresfischen bei unzureichender Verarbeitung parazitische oder bakterielle Risiken bestehen können.
Tagaktiv, DämmerungsaktivWeichtierfresser, Krebstierfresser, Bodentierfres...Die Goldbrasse ist sowohl als Speisefisch als auc...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Perciformes
Familie
Sparidae
Gattung
Sparus
Art
aurata
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758
Synonyme
Pagrus auratus, Sparus kilburni

Morphologie

Körperform
Die Goldbrasse besitzt einen seitlich abgeflachten, hochrückigen Körper, der für die Familie Sparidae typisch ist und gut dem Namen Sparus aurata entspricht.
Maulstellung
Die Goldbrasse hat ein endständiges Maul, das ihr erlaubt, Saugbewegungen zur Aufnahme von Weichtieren und Krebstieren vom Bodengrund auszuführen.
Rückenflosse Hartstrahlen
10 - 10
Rückenflosse Weichstrahlen
11 - 11
Afterflosse Hartstrahlen
3 - 3
Afterflosse Weichstrahlen
11 - 11
Geschlechtsunterschiede
Beim Goldbrasse unterscheiden sich Männchen und Weibchen vor allem während der Paarungszeit durch intensivere Färbung der Männchen und eine verstärkte Goldfärbung der Stirnregion.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Der Goldbrasse laicht in küstennahen, flachen Gewässern; die Eier sind pelagisch und werden extern befruchtet.
Laichtyp
Freilaicher in flachen Küstengewässern; die Eier sind pelagisch.
Brutpflege
Die Goldbrasse betreibt nach der Eiablage keine Brutpflege.
Inkubation
3 Tage

Verhalten

Aktivität
Die Goldbrasse ist überwiegend tagaktiv und nutzt Tageszeiten zur Nahrungssuche, kann aber in Dämmerungsphasen ebenso aktiv sein.
Sozialverhalten
Die Goldbrasse ist meist gesellig und bildet kleine Schwärme zur Nahrungssuche; während der Laichzeit können territoriale Verhaltensweisen auftreten.
Wanderung
Die Goldbrasse zeigt keine langen Wanderungen, bewegt sich aber saisonal küstennah zur Laichzeit.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis, Afrotropis

Nutzung

Fischerei
Die Goldbrasse ist ein wirtschaftlich wichtiger Zielart für Küstenfischerei und wird sowohl mit Stellnetzen als auch mit Schleppern gefangen.
Aquakultur
Die Goldbrasse wird intensiv in der Aquakultur gezüchtet und ist eine der wichtigsten marinen Kulturarten im Mittelmeerraum.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase, IUCN Red List, FAO species fact sheets

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer

Angelzeit

Morgendämmerung, Abenddämmerung

Schwierigkeit

Mittel

Angelmethoden

Der Goldbrasse wird hauptsächlich mit Stellnetzen, Reusen und Grundangeln gefangen; in der Freizeitfischerei sind Brandungs- und Bootsangeln verbreitet.

Empfohlene Köder

Für Angler auf Goldbrasse eignen sich Muscheln, kleine Fischchen, Garnelen und Miesmuscheln; die Goldbrasse nimmt sowohl natürliche Köder als auch kleine Kunstköder an.

Fangplätze

Die Goldbrasse wird häufig in Buchten, vor Seegraswiesen, an felsigen Küsten und in Lagunen gefangen, wo sie benthische Nahrung sucht.

Ausrüstung

Für den Fang der Goldbrasse empfiehlt sich mittelschweres bis schweres Küstentackle mit stabilen Haken und einer druckfesten Schnur, da die Art kräftig kämpft.

Wetter & Mond

Bei ruhigem bis mäßig windigem Wetter sind Küstenfänge auf Goldbrasse besonders erfolgreich; starker Seegang verlagert die Fische gelegentlich in tiefere Bereiche.

Winterverhalten

Im Winter reduziert die Goldbrasse ihre Aktivität und zieht sich meist in tiefere, stabilere Wasserschichten zurück.

Bissanzeige

Beim Goldbrasse sind vorsichtige Zupfer und kurze, kraftvolle Züge typisch; ein plötzliches Gewicht am Ende der Leine signalisiert oft Biss.

Drillverhalten

Der Goldbrasse zeigt kräftige, wiederholte Fluchtversuche und starke Kopfschläge, besonders bei größeren Exemplaren.

Landung & Abhaken

Die Goldbrasse sollte nach dem Fang mit nassen Händen oder einem nassen Tuch gegriffen und möglichst schnell schonend gelandet werden, um Schleimhautverletzungen zu vermeiden.

Typischer Beifang

Beim Fang der Goldbrasse fällt häufig Beifang aus anderen Spariden, Meeräschen und kleinen bodenbewohnenden Fischen an.

Schnell erkennen

Die Goldbrasse zeigt einen silbernen Körper mit einem goldenen Halbmond zwischen den Augen und einem hochrückigen, kompakten Körperbau.

Regelhinweis

Für die Goldbrasse gelten in vielen Anrainerstaaten Mindestmaße, Fangbeschränkungen und saisonale Schonzeiten; vor dem Befischen lokale Verordnungen prüfen.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Energie

140 kcal / 100 g

Eiweiß

20 g / 100 g

Fettgehalt

Mittelfett

Grätenstruktur

Die Goldbrasse hat einen moderaten Grätenanteil; beim Filetieren verbleiben wenige größere Gräten, die entfernt werden sollten.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Die Goldbrasse hat ein festes, mäßig fettiges Fleisch mit feiner, leicht süßlicher Note und gilt als geschätzter Speisefisch der mediterranen Küche.

Fleischstruktur

Das Fleisch der Goldbrasse ist fest und dennoch zart und eignet sich gut zum Grillen, Braten und Backen.

Verwertbare Teile

Filets und Rückenstücke sind die bevorzugten verwertbaren Teile beim Goldbrasse.

Hautzubereitung

Bei der Zubereitung der Goldbrasse empfiehlt es sich, die Schuppen zu entfernen und die Haut bei hohen Temperaturen knusprig zu braten oder zu grillen.

Zubereitungsarten

Die Goldbrasse eignet sich ausgezeichnet zum Grillen, Braten, Backen und Dämpfen; ganze Tiere werden oft im Ofen zubereitet.

Garzeit

Die Garzeit der Goldbrasse richtet sich nach Größe; ein 300–600 g Filet braucht beim Braten oder Grillen nur wenige Minuten pro Seite, ganze Fische brauchen im Ofen etwa 20–30 Minuten.

Kräuter & Gewürze

Zum Goldbrasse passen Zitrone, Petersilie, Thymian und Olivenöl sowie mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Oregano.

Beilagen

Als Beilage zur Goldbrasse eignen sich Ofenkartoffeln, mediterrates Gemüse oder ein frischer Salat.

Getränke

Zu Goldbrasse passen trockene Weißweine oder ein leichter Rosé sowie spritziges Mineralwasser mit Zitrone.

Vorbereitung

Beim Goldbrasse vor dem Garen die Haut leicht einschneiden, salzen und kurze Zeit ruhen lassen; dadurch gart sie gleichmäßig und bleibt saftig.

Warnhinweise

Die Goldbrasse kann wie andere Meeresfische Parasiten enthalten; roher Verzehr sollte nur nach Tiefkühlbehandlung oder fachgerechter Verarbeitung erfolgen.