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Flussbarsch

Perca fluviatilis

Flussbarsch (Perca fluviatilis), gehoert zur Familie Percidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

25 cm, max 60 cmmax 3 kgbis 22 Jahre0-30 m TiefeFleischfresser

Merkmale

  • Körperform: Der Flussbarsch hat einen hochrückigen, seitlich leicht abgeflachten Körper, der für schnelle Antriebsphasen geeignet ist.
  • Maulstellung: Der Flussbarsch besitzt ein endständiges Maul, das ihm als Lauerjäger das gezielte Erfassen von Fisch- und Insektenbeute erlaubt.
  • Der Flussbarsch zeigt dunkle, senkrechte Bänder auf einem olivgrünen Rücken und einen helleren Bauch, was beim Perca fluviatilis typisch ist.
  • Der Flussbarsch verfügt über deutlich ausgeprägte, stachelige Hartstrahlen in der ersten Rückenflosse, die als Abwehr dienen.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Flussbarsch sind während der Laichzeit Männchen oft schlanker und farblich intensiver gezeichnet als Weibchen.

Lebensraum

Der Flussbarsch besiedelt stehende und langsam fließende Gewässer mit strukturiertem Uferbereich und kräftiger Pflanzen- oder Wurzelstruktur.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Fluss, See, Teich, Bodennah

Klimazone: Gemäßigt

Bodengrund: Sand, Fels / Stein, Pflanzenbestand

Temperatur: 4 - 24 Grad C

pH-Wert: 6.5 - 8.5

Der Flussbarsch (Perca fluviatilis) ist in Süßwassersystemen Europas und Teilen West- und Zentralasiens weit verbreitet und besiedelt Seen, Flüsse und langsam fließende Gewässer.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Insektenfresser, Zooplanktonfresser, Bodentierfresser

Der Flussbarsch ernährt sich überwiegend räuberisch von kleineren Fischen, Wirbellosen und Insektenlarven.

Beute: Der Flussbarsch frisst bevorzugt Rotaugen, kleine Barschartige und Großinsektenlarven; Jungfische nehmen vermehrt Zooplankton und Kleininsekten.

Der Flussbarsch frisst bevorzugt Rotaugen
kleine Barschartige und Großinsektenlarven
Jungfische nehmen vermehrt Zooplankton und Kleininsekten.

Verbreitung

Region: Europa, Westasien, Zentralasien

Länder: Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Schweden

Der Flussbarsch (Perca fluviatilis) ist in Süßwassersystemen Europas und Teilen West- und Zentralasiens weit verbreitet und besiedelt Seen, Flüsse und langsam fließende Gewässer.

Besonderheiten

  • Der Flussbarsch ist überwiegend tagaktiv und nutzt Lichtphasen zur Jagd in strukturreichen Bereichen.
  • Der Flussbarsch zeigt saisonal territoriales Verhalten, außerhalb der Laichzeit treten Einzeltiere und lockere Gruppen auf.
  • Der Flussbarsch bleibt meist standorttreu, Wanderungen sind lokal mit Laichbewegungen verbunden.
  • Der Flussbarsch laicht in kühlen Monaten und legt Eier an Pflanzen und Substrat ab.
  • Der Flussbarsch kann beim Handling durch die stacheligen Rückenstrahlen schmerzhafte Stichverletzungen verursachen; beim Ausnehmen ist Vorsicht geboten.
TagaktivFischfresser, Insektenfresser, Zooplanktonfresser...Der Flussbarsch hat als Sport- und Speisefisch so...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Acanthopterygii
Ordnung
Perciformes
Unterordnung
Percoidei
Familie
Percidae
Gattung
Perca
Art
fluviatilis
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758

Morphologie

Körperform
Der Flussbarsch hat einen hochrückigen, seitlich leicht abgeflachten Körper, der für schnelle Antriebsphasen geeignet ist.
Maulstellung
Der Flussbarsch besitzt ein endständiges Maul, das ihm als Lauerjäger das gezielte Erfassen von Fisch- und Insektenbeute erlaubt.
Rückenflosse Hartstrahlen
12 - 13
Rückenflosse Weichstrahlen
14 - 17
Afterflosse Hartstrahlen
2 - 2
Afterflosse Weichstrahlen
7 - 8
Seitenlinie
45 - 60
Geschlechtsunterschiede
Beim Flussbarsch sind während der Laichzeit Männchen oft schlanker und farblich intensiver gezeichnet als Weibchen.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Der Flussbarsch laicht in kühlen Monaten und legt Eier an Pflanzen und Substrat ab.
Laichtyp
Substratlaicher, oft an Wasserpflanzen oder an seichten Uferbereichen.
Brutpflege
Der Flussbarsch betreibt nach der Eiablage in der Regel keine Brutpflege.
Inkubation
7 Tage

Verhalten

Aktivität
Der Flussbarsch ist überwiegend tagaktiv und nutzt Lichtphasen zur Jagd in strukturreichen Bereichen.
Sozialverhalten
Der Flussbarsch zeigt saisonal territoriales Verhalten, außerhalb der Laichzeit treten Einzeltiere und lockere Gruppen auf.
Wanderung
Der Flussbarsch bleibt meist standorttreu, Wanderungen sind lokal mit Laichbewegungen verbunden.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Der Flussbarsch wird lokal befischt, spielt jedoch keine dominante Rolle in der kommerziellen Großfischerei.
Aquakultur
Der Flussbarsch hat nur geringe Bedeutung für die Aquakultur und wird meist nicht gezielt großtechnisch gezüchtet.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase, IUCN, Fachliteratur zu Percidae

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer

Angelzeit

Morgendämmerung, Abenddämmerung

Schwierigkeit

Mittel

Angelmethoden

Der Flussbarsch wird mit Spinnködern, Posenruten und beim Eisangeln gefangen; typische Methoden sind Spinnfischen und Posenangeln in strukturreichen Bereichen.

Empfohlene Köder

Beim Flussbarsch sind kleine Kunstköder wie Wobbler und Gummifische sowie Naturköder wie Würmer und Maden erfolgreich.

Fangplätze

Flussbarsch findet man bevorzugt in Uferbereichen mit Krautbänken, umgestürzten Bäumen und unterspülten Kanten.

Ausrüstung

Für den Flussbarsch empfiehlt sich leichtes bis mittelschweres Spinninggerät mit monofiler oder geflochtener Schnur und kleinen Haken bzw. Kunstködern.

Wetter & Mond

Bei stabilem Wetter sind Flussbarsche aktiver; starke Wind- oder Luftdruckänderungen können das Beißverhalten reduzieren.

Winterverhalten

Im Winter ist der Flussbarsch träger und steht meist in tieferen, stratifikationsbedingt wärmeren Bereichen; feine Posenmontagen sind dann erfolgversprechend.

Bissanzeige

Der Flussbarsch zeigt oft vorsichtige, kurze Zupfer bis kräftige Ausschläge an der Pose beim Anbiss.

Drillverhalten

Der Flussbarsch kämpft mit kurzen, kräftigen Fluchten und kopfausreißenden Schlägen, wobei mittelstarke Geräte ausreichend sind.

Landung & Abhaken

Beim Flussbarsch sollte man die Rückenstacheln meiden und den Fisch mit nassen Händen oder einem Netz schonend landen.

Typischer Beifang

Beim Flussbarschangeln kann als Beifang Rotauge, Rotfeder und kleine Karpfen auftreten.

Schnell erkennen

Der Flussbarsch zeichnet sich durch senkrechte dunkle Bänder, zwei Rückenflossen (erste mit Hartstrahlen) und einen hochrückigen Körper aus.

Regelhinweis

Lokale Schonzeiten und Mindestmaße für den Flussbarsch können gelten; vor dem Angeln regionale Bestimmungen prüfen.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Energie

95 kcal / 100 g

Eiweiß

20 g / 100 g

Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Der Flussbarsch hat einen mittleren Grätenanteil, beim Filetieren ist Sorgfalt erforderlich.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Der Flussbarsch (Perca fluviatilis) liefert mageres, festes Fleisch mit feinem Geschmack, das in vielen Zubereitungen beliebt ist.

Fleischstruktur

Das Fleisch des Flussbarsches ist fest bis zart und lässt sich gut braten oder pochieren.

Verwertbare Teile

Filets

Hautzubereitung

Die Haut des Flussbarsches kann beim Braten knusprig belassen oder vor dem Pochieren entfernt werden.

Zubereitungsarten

Der Flussbarsch eignet sich gut zum Braten, Pochieren und Räuchern; klassische Zubereitungen sind gebratene Filets und pochierter Fisch.

Garzeit

Dünne Filets des Flussbarsches sind bei mittlerer Hitze in wenigen Minuten durchgegart; dickere Portionen 8–12 Minuten.

Kräuter & Gewürze

Beim Flussbarsch passen Dill, Zitronen, Petersilie und leichter Pfeffer gut.

Beilagen

Als Beilage zum Flussbarsch passen Salzkartoffeln, gedämpftes Gemüse und frische Kräuter.

Getränke

Leichte Weißweine oder helle Biere ergänzen den delikaten Geschmack des Flussbarsches.

Vorbereitung

Beim Flussbarsch vor dem Garen die Gräten sorgfältig entfernen und Filets trocken tupfen, um schöne Bräunung zu erzielen.

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestteich

ab 2000 l

Temperatur

4 - 24 °C

pH-Wert

6.5 - 8.5

Karbonathärte

4 - 15 dKH

Schwimmzone

Mittlere Wasserschichten, Bodennah

Haltungsanspruch

Der Flussbarsch ist für Aquarien ungeeignet, da er große Beckengrößen und lebende Beute benötigt.

Gruppengröße

Der Flussbarsch sollte einzeln oder in sehr großen Teichen mit ausreichend Struktur gehalten werden; Gruppenhaltung ist selten praktikabel.

Vergesellschaftung

Vergesellschaftung mit kleineren, robusten Süßwasserfischen ist möglich, wobei der Flussbarsch als Lauerjäger kleinere Arten fressen kann.

Pflanzen

Der Flussbarsch schont größere Pflanzen weniger; weiche Bepflanzung kann bei intensiver Prädation zurückgehen.

Strömung & Sauerstoff

Der Flussbarsch bevorzugt mäßige Strömung und klar strukturierte Zonen zum Ansitzen.

Futterannahme

Der Flussbarsch nimmt in Gefangenschaft lebende und gefrorene Beutefische sowie Pellets und größere Frostfutterstücke an.

überwinterung

Der Flussbarsch überwintert in tiefen Bereichen; bei Gartenteichen sollte dem Flussbarsch ein ausreichend großes, mindestens 2.000 l fassendes Habitat angeboten werden.

Nachzucht

Die Nachzucht des Flussbarsches ist technisch möglich, erfordert aber große Becken und gezielte Laichsubstrate sowie Temperatur- und Photoperiodensteuerung.

Nachzuchtanspruch

Schwer

Beleuchtung

Anpassungsfähig