Flussbarsch
Perca fluviatilis
Flussbarsch (Perca fluviatilis), gehoert zur Familie Percidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Flussbarsch hat einen hochrückigen, seitlich leicht abgeflachten Körper, der für schnelle Antriebsphasen geeignet ist.
- Maulstellung: Der Flussbarsch besitzt ein endständiges Maul, das ihm als Lauerjäger das gezielte Erfassen von Fisch- und Insektenbeute erlaubt.
- Der Flussbarsch zeigt dunkle, senkrechte Bänder auf einem olivgrünen Rücken und einen helleren Bauch, was beim Perca fluviatilis typisch ist.
- Der Flussbarsch verfügt über deutlich ausgeprägte, stachelige Hartstrahlen in der ersten Rückenflosse, die als Abwehr dienen.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Flussbarsch sind während der Laichzeit Männchen oft schlanker und farblich intensiver gezeichnet als Weibchen.
Lebensraum
Der Flussbarsch besiedelt stehende und langsam fließende Gewässer mit strukturiertem Uferbereich und kräftiger Pflanzen- oder Wurzelstruktur.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, See, Teich, Bodennah
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Fels / Stein, Pflanzenbestand
Temperatur: 4 - 24 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8.5
Der Flussbarsch (Perca fluviatilis) ist in Süßwassersystemen Europas und Teilen West- und Zentralasiens weit verbreitet und besiedelt Seen, Flüsse und langsam fließende Gewässer.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Insektenfresser, Zooplanktonfresser, Bodentierfresser
Der Flussbarsch ernährt sich überwiegend räuberisch von kleineren Fischen, Wirbellosen und Insektenlarven.
Beute: Der Flussbarsch frisst bevorzugt Rotaugen, kleine Barschartige und Großinsektenlarven; Jungfische nehmen vermehrt Zooplankton und Kleininsekten.
Verbreitung
Region: Europa, Westasien, Zentralasien
Länder: Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Schweden
Der Flussbarsch (Perca fluviatilis) ist in Süßwassersystemen Europas und Teilen West- und Zentralasiens weit verbreitet und besiedelt Seen, Flüsse und langsam fließende Gewässer.
Galerie
Besonderheiten
- Der Flussbarsch ist überwiegend tagaktiv und nutzt Lichtphasen zur Jagd in strukturreichen Bereichen.
- Der Flussbarsch zeigt saisonal territoriales Verhalten, außerhalb der Laichzeit treten Einzeltiere und lockere Gruppen auf.
- Der Flussbarsch bleibt meist standorttreu, Wanderungen sind lokal mit Laichbewegungen verbunden.
- Der Flussbarsch laicht in kühlen Monaten und legt Eier an Pflanzen und Substrat ab.
- Der Flussbarsch kann beim Handling durch die stacheligen Rückenstrahlen schmerzhafte Stichverletzungen verursachen; beim Ausnehmen ist Vorsicht geboten.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Unterordnung
- Percoidei
- Familie
- Percidae
- Gattung
- Perca
- Art
- fluviatilis
- Erstbeschreiber
- Linnaeus, 1758
Morphologie
- Körperform
- Der Flussbarsch hat einen hochrückigen, seitlich leicht abgeflachten Körper, der für schnelle Antriebsphasen geeignet ist.
- Maulstellung
- Der Flussbarsch besitzt ein endständiges Maul, das ihm als Lauerjäger das gezielte Erfassen von Fisch- und Insektenbeute erlaubt.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 12 - 13
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 14 - 17
- Afterflosse Hartstrahlen
- 2 - 2
- Afterflosse Weichstrahlen
- 7 - 8
- Seitenlinie
- 45 - 60
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Flussbarsch sind während der Laichzeit Männchen oft schlanker und farblich intensiver gezeichnet als Weibchen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Der Flussbarsch laicht in kühlen Monaten und legt Eier an Pflanzen und Substrat ab.
- Laichtyp
- Substratlaicher, oft an Wasserpflanzen oder an seichten Uferbereichen.
- Brutpflege
- Der Flussbarsch betreibt nach der Eiablage in der Regel keine Brutpflege.
- Inkubation
- 7 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Der Flussbarsch ist überwiegend tagaktiv und nutzt Lichtphasen zur Jagd in strukturreichen Bereichen.
- Sozialverhalten
- Der Flussbarsch zeigt saisonal territoriales Verhalten, außerhalb der Laichzeit treten Einzeltiere und lockere Gruppen auf.
- Wanderung
- Der Flussbarsch bleibt meist standorttreu, Wanderungen sind lokal mit Laichbewegungen verbunden.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Der Flussbarsch wird lokal befischt, spielt jedoch keine dominante Rolle in der kommerziellen Großfischerei.
- Aquakultur
- Der Flussbarsch hat nur geringe Bedeutung für die Aquakultur und wird meist nicht gezielt großtechnisch gezüchtet.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, IUCN, Fachliteratur zu Percidae
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer
Morgendämmerung, Abenddämmerung
Mittel
Der Flussbarsch wird mit Spinnködern, Posenruten und beim Eisangeln gefangen; typische Methoden sind Spinnfischen und Posenangeln in strukturreichen Bereichen.
Beim Flussbarsch sind kleine Kunstköder wie Wobbler und Gummifische sowie Naturköder wie Würmer und Maden erfolgreich.
Flussbarsch findet man bevorzugt in Uferbereichen mit Krautbänken, umgestürzten Bäumen und unterspülten Kanten.
Für den Flussbarsch empfiehlt sich leichtes bis mittelschweres Spinninggerät mit monofiler oder geflochtener Schnur und kleinen Haken bzw. Kunstködern.
Bei stabilem Wetter sind Flussbarsche aktiver; starke Wind- oder Luftdruckänderungen können das Beißverhalten reduzieren.
Im Winter ist der Flussbarsch träger und steht meist in tieferen, stratifikationsbedingt wärmeren Bereichen; feine Posenmontagen sind dann erfolgversprechend.
Der Flussbarsch zeigt oft vorsichtige, kurze Zupfer bis kräftige Ausschläge an der Pose beim Anbiss.
Der Flussbarsch kämpft mit kurzen, kräftigen Fluchten und kopfausreißenden Schlägen, wobei mittelstarke Geräte ausreichend sind.
Beim Flussbarsch sollte man die Rückenstacheln meiden und den Fisch mit nassen Händen oder einem Netz schonend landen.
Beim Flussbarschangeln kann als Beifang Rotauge, Rotfeder und kleine Karpfen auftreten.
Der Flussbarsch zeichnet sich durch senkrechte dunkle Bänder, zwei Rückenflossen (erste mit Hartstrahlen) und einen hochrückigen Körper aus.
Lokale Schonzeiten und Mindestmaße für den Flussbarsch können gelten; vor dem Angeln regionale Bestimmungen prüfen.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung95 kcal / 100 g
20 g / 100 g
Mager
Der Flussbarsch hat einen mittleren Grätenanteil, beim Filetieren ist Sorgfalt erforderlich.
Mittel
Der Flussbarsch (Perca fluviatilis) liefert mageres, festes Fleisch mit feinem Geschmack, das in vielen Zubereitungen beliebt ist.
Das Fleisch des Flussbarsches ist fest bis zart und lässt sich gut braten oder pochieren.
Filets
Die Haut des Flussbarsches kann beim Braten knusprig belassen oder vor dem Pochieren entfernt werden.
Der Flussbarsch eignet sich gut zum Braten, Pochieren und Räuchern; klassische Zubereitungen sind gebratene Filets und pochierter Fisch.
Dünne Filets des Flussbarsches sind bei mittlerer Hitze in wenigen Minuten durchgegart; dickere Portionen 8–12 Minuten.
Beim Flussbarsch passen Dill, Zitronen, Petersilie und leichter Pfeffer gut.
Als Beilage zum Flussbarsch passen Salzkartoffeln, gedämpftes Gemüse und frische Kräuter.
Leichte Weißweine oder helle Biere ergänzen den delikaten Geschmack des Flussbarsches.
Beim Flussbarsch vor dem Garen die Gräten sorgfältig entfernen und Filets trocken tupfen, um schöne Bräunung zu erzielen.
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 2000 l
4 - 24 °C
6.5 - 8.5
4 - 15 dKH
Mittlere Wasserschichten, Bodennah
Der Flussbarsch ist für Aquarien ungeeignet, da er große Beckengrößen und lebende Beute benötigt.
Der Flussbarsch sollte einzeln oder in sehr großen Teichen mit ausreichend Struktur gehalten werden; Gruppenhaltung ist selten praktikabel.
Vergesellschaftung mit kleineren, robusten Süßwasserfischen ist möglich, wobei der Flussbarsch als Lauerjäger kleinere Arten fressen kann.
Der Flussbarsch schont größere Pflanzen weniger; weiche Bepflanzung kann bei intensiver Prädation zurückgehen.
Der Flussbarsch bevorzugt mäßige Strömung und klar strukturierte Zonen zum Ansitzen.
Der Flussbarsch nimmt in Gefangenschaft lebende und gefrorene Beutefische sowie Pellets und größere Frostfutterstücke an.
Der Flussbarsch überwintert in tiefen Bereichen; bei Gartenteichen sollte dem Flussbarsch ein ausreichend großes, mindestens 2.000 l fassendes Habitat angeboten werden.
Die Nachzucht des Flussbarsches ist technisch möglich, erfordert aber große Becken und gezielte Laichsubstrate sowie Temperatur- und Photoperiodensteuerung.
Schwer
Anpassungsfähig

