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Eismeersaibling

Salvelinus alpinus

Eismeersaibling (Salvelinus alpinus), gehoert zur Familie Salmonidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

40 cm, max 107 cmmax 15 kgbis 25 Jahre0-70 m TiefeFleischfresser

Merkmale

  • Körperform: Der Eismeersaibling besitzt den stromlinienförmigen Körper eines Salmoniden; Salvelinus alpinus kann in Seen, Flüssen und anadromen Küstenbeständen vorkommen.
  • Maulstellung: Der Eismeersaibling hat ein endständiges Räubermaul, mit dem er Insektenlarven, Krebstiere und kleinere Fische erbeutet.
  • Der Eismeersaibling zeigt helle Punkte auf dunklem Rücken, silbrige Flanken und zur Laichzeit oft kräftig rote bis orange Bauchfarben.
  • Typisch für den Eismeersaibling sind die Fettflosse, die hellen Flecken und der stark variable Körperbau zwischen Zwerg-, See- und Wanderformen.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Eismeersaibling färben sich laichreife Männchen oft intensiver und entwickeln teils einen stärker hakenförmigen Unterkiefer.

Lebensraum

Der Eismeersaibling bewohnt kalte, sauerstoffreiche Seen, Flüsse und arktische Küstengewässer; viele Populationen sind an klare, nährstoffarme Gewässer gebunden.

Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser

Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See, Ästuar, Küstengewässer

Klimazone: Gemäßigt, Subpolar, Polar

Bodengrund: Kies, Fels / Stein, Kein Substratbezug

Temperatur: 0 - 16 Grad C

pH-Wert: 6 - 8.5

Der Eismeersaibling (Salvelinus alpinus) ist zirkumpolar verbreitet und bildet sowohl stationäre Süßwasserbestände als auch anadrome Wanderformen.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Fischfresser, Zooplanktonfresser

Der Eismeersaibling frisst Insektenlarven, Kleinkrebse, Zooplankton und mit zunehmender Größe auch Fische.

Beute: Beim Eismeersaibling stehen Chironomidenlarven, Gammariden, kleine Fische und in Seen auch planktonische Krebstiere auf dem Speiseplan.

Beim Eismeersaibling stehen Chironomidenlarven
Gammariden
kleine Fische und in Seen auch planktonische Krebstiere auf dem Speiseplan.

Verbreitung

Region: Europa, Nordamerika, Atlantik, Pazifik

Der Eismeersaibling (Salvelinus alpinus) ist zirkumpolar verbreitet und bildet sowohl stationäre Süßwasserbestände als auch anadrome Wanderformen.

Besonderheiten

  • Der Eismeersaibling ist in kaltem Wasser tag- und dämmerungsaktiv und nutzt je nach Jahreszeit unterschiedliche Tiefen.
  • Der Eismeersaibling kann in Seen lockere Trupps bilden, große Räuber leben aber auch einzeln.
  • Der Eismeersaibling tritt sowohl standorttreu als auch anadrom auf; Wanderformen ziehen zum Laichen in Süßwasser.
  • Der Eismeersaibling laicht auf kiesigem Grund in kaltem, sauerstoffreichem Wasser.
  • Beim Eismeersaibling bestehen für Menschen keine besonderen artspezifischen Risiken; Schutz- und Fangregeln sind lokal zu beachten.
Tagaktiv, DämmerungsaktivInsektenfresser, Krebstierfresser, Fischfresser...Der Eismeersaibling ist ein geschätzter Speise-...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Salmoniformes
Familie
Salmonidae
Unterfamilie
Salmoninae
Gattung
Salvelinus
Art
alpinus
Erstbeschreiber
(Linnaeus, 1758)

Morphologie

Körperform
Der Eismeersaibling besitzt den stromlinienförmigen Körper eines Salmoniden; Salvelinus alpinus kann in Seen, Flüssen und anadromen Küstenbeständen vorkommen.
Maulstellung
Der Eismeersaibling hat ein endständiges Räubermaul, mit dem er Insektenlarven, Krebstiere und kleinere Fische erbeutet.
Geschlechtsunterschiede
Beim Eismeersaibling färben sich laichreife Männchen oft intensiver und entwickeln teils einen stärker hakenförmigen Unterkiefer.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Der Eismeersaibling laicht auf kiesigem Grund in kaltem, sauerstoffreichem Wasser.
Laichtyp
Kieslaicher
Brutpflege
Der Eismeersaibling bewacht die Eier nach der Ablage nicht dauerhaft.
Inkubation
90 Tage

Verhalten

Aktivität
Der Eismeersaibling ist in kaltem Wasser tag- und dämmerungsaktiv und nutzt je nach Jahreszeit unterschiedliche Tiefen.
Sozialverhalten
Der Eismeersaibling kann in Seen lockere Trupps bilden, große Räuber leben aber auch einzeln.
Wanderung
Der Eismeersaibling tritt sowohl standorttreu als auch anadrom auf; Wanderformen ziehen zum Laichen in Süßwasser.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis, Nearktis

Nutzung

Fischerei
Der Eismeersaibling wird lokal kommerziell gefischt und in manchen Regionen gezielt bewirtschaftet.
Aquakultur
Der Eismeersaibling wird regional in kaltem Süßwasser als hochwertiger Speisefisch gezüchtet.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; GBIF; IUCN Red List; Eschmeyer's Catalog of Fishes.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer, Herbst, Winter

Angelzeit

Morgendämmerung, Abenddämmerung, Vormittag

Schwierigkeit

Schwer

Angelmethoden

Der Eismeersaibling wird mit Fliege, kleinen Blinkern, Spinnern, Schleppködern oder beim Eisangeln mit kleinen Ködern gefangen.

Empfohlene Köder

Für den Eismeersaibling eignen sich kleine Streamer, Nymphen, Blinker, Spinner und in erlaubten Gewässern Naturköder wie Würmer.

Fangplätze

Der Eismeersaibling steht an Kanten kalter Seen, Zuflüssen, Kiesbänken und im Sommer oft tiefer im sauerstoffreichen Wasser.

Ausrüstung

Beim Eismeersaibling ist feines bis mittleres Salmonidengerät mit dünner, abriebfester Schnur sinnvoll.

Wetter & Mond

Beim Eismeersaibling beeinflussen Licht, Wasserstand und Strömung die Fressaktivität.

Winterverhalten

Im Winter kann der Eismeersaibling unter dem Eis aktiv bleiben und in klaren Seen auf kleine Köder reagieren.

Bissanzeige

Beim Eismeersaibling hängt die Bissanzeige stark von Köder und Methode ab.

Drillverhalten

Der Eismeersaibling kann je nach Größe kurze, kräftige Fluchten zeigen.

Landung & Abhaken

Der Eismeersaibling sollte nur nach lokalen Regeln entnommen oder schonend im Wasser abgehakt und freigelassen werden.

Typischer Beifang

Beim gezielten Fang des Eismeersaibling können Arten aus demselben Habitat als Beifang auftreten; konkrete Angaben hängen stark vom Gewässer und der Methode ab.

Schnell erkennen

Der Eismeersaibling ist an hellen Punkten, Fettflosse und zur Laichzeit an roten Bauchfarben erkennbar.

Regelhinweis

Beim Eismeersaibling müssen lokale Schonzeiten, Mindestmaße, Schutzstatus und Entnahmeverbote vor dem Fang geprüft werden.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Fettgehalt

Mittelfett

Grätenstruktur

Beim Eismeersaibling ist der Grätenanteil mit sauberer Filetierung gut beherrschbar.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Der Eismeersaibling gilt kulinarisch als milder bis aromatischer Fisch, sofern die Art regional als Speisefisch genutzt wird.

Fleischstruktur

Das Fleisch des Eismeersaibling ist je nach Größe eher fest und eignet sich für einfache Fischgerichte.

Verwertbare Teile

Beim Eismeersaibling werden vor allem Filets und größere Seitenstücke verwertet.

Hautzubereitung

Die Haut des Eismeersaibling kann je nach Art geschuppt, abgezogen oder knusprig gebraten werden.

Zubereitungsarten

Der Eismeersaibling eignet sich je nach Fettgehalt zum Braten, Backen, Grillen oder Räuchern.

Garzeit

Der Eismeersaibling sollte nur so lange gegart werden, bis das Fleisch gerade undurchsichtig und saftig bleibt.

Kräuter & Gewürze

Zum Eismeersaibling passen Zitrone, Petersilie, Dill, Pfeffer und zurückhaltende Kräuter.

Beilagen

Der Eismeersaibling harmoniert mit Kartoffeln, Reis, Salat oder mildem Gemüse.

Getränke

Zum Eismeersaibling passen mineralisches Wasser, leichter Weißwein oder alkoholfreie Zitrusgetränke.

Vorbereitung

Der Eismeersaibling sollte vor dem Garen gekühlt, sauber ausgenommen und möglichst frisch verarbeitet werden.

Warnhinweise

Für den Eismeersaibling sind bei üblicher Küchenhygiene keine besonderen artspezifischen Giftwarnungen bekannt.