Clownschmerle
Chromobotia macracanthus
Clownschmerle (Chromobotia macracanthus), gehoert zur Familie Botiidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Mit länglichem, seitlich leicht abgeflachtem Körper und kräftigem Vorderteil ist die Clownschmerle typisch für Botiidae; ausgewachsene Tiere wirken kompakt und robust.
- Maulstellung: Das unterständige Maul mit mehreren Barteln ermöglicht es der Clownschmerle, im Substrat nach Wirbellosen und Detritus zu suchen.
- Charakteristisch sind leuchtend orange bis rötliche Flanken mit drei bis vier breiten, schwarzen Längsbändern sowie ein hellerer Bauch; Jungtiere zeigen die Bänder oft stärker kontrastiert.
- Die Clownschmerle besitzt mehrfach ausgeprägte Barteln zum Aufspüren von Nahrung und eine suborbitale Abwehrspitze, die bei Bedrohung eingeklappt wird.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Clownschmerle unterscheiden sich Männchen und Weibchen äußerlich kaum; nur erfahrene Halter sehen in der Laichzeit leichte Unterschiede in Körperform und Kopfprofil.
Lebensraum
In langsam fließenden Flüssen, Nebenarmen und überschwemmten Waldgebieten sucht die Clownschmerle strukturierte Bereiche mit Wurzelwerk und Laub als Verstecke auf.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Überschwemmungsgebiet, Sumpf, Schlammgrund
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 24 - 30 Grad C
pH-Wert: 6 - 7.5
Die Clownschmerle (Chromobotia macracanthus) kommt natürlich in Flusssystemen von Borneo und Sumatra vor; Populationen außerhalb dieses Bereichs sind meist eingeführt oder handelbedingt verbreitet.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Bodentierfresser, Detritusfresser, Nahrungs-Generalist, Algenfresser, Aasfresser
Als vielseitiger Bodenfresser nimmt die Clownschmerle Insektenlarven, Krebstiere, Würmer, Aas und gelegentlich Algen auf und ergänzt ihre Nahrung mit organischem Substrat.
Beute: Bevorzugte Beute sind Insektenlarven, kleine Krebse und Bodentiere; in Aquarien werden auch Frost- und Lebendfutter sowie Granulate angenommen.
Verbreitung
Region: Südostasien
Länder: Indonesien, Malaysia
Die Clownschmerle (Chromobotia macracanthus) kommt natürlich in Flusssystemen von Borneo und Sumatra vor; Populationen außerhalb dieses Bereichs sind meist eingeführt oder handelbedingt verbreitet.
Galerie
Besonderheiten
- Bei Dämmerung und in der Nacht ist die Clownschmerle besonders aktiv, tagsüber verbleiben die Tiere oft in Gruppen versteckt unter Wurzeln und Steinen.
- Sehr geselliges Verhalten zeigt sich in stabilen Gruppen; die Clownschmerle bildet oft enge Schwärme und profitiert von der Sicherheit in der Gruppe.
- Stammtypisch sind keine weiten Wanderungen; lokale Verschiebungen in Regenzeiten sind möglich, großräumige Wanderungen fehlen.
- Paarbildung und Laichablage an Pflanzen oder Substrat ohne nennenswerte Brutpflege zeichnen die Fortpflanzung aus.
- Kann Parasiten oder externe Schadorganismen tragen; Aquaristische Einfuhr- und Quarantäne-Regeln sind zu beachten.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- ostariophysi
- Ordnung
- Cypriniformes
- Familie
- Botiidae
- Unterfamilie
- Botiinae
- Gattung
- Chromobotia
- Art
- macracanthus
- Erstbeschreiber
- Bleeker, 1852
- Synonyme
- Botia macracanthus
Morphologie
- Körperform
- Mit länglichem, seitlich leicht abgeflachtem Körper und kräftigem Vorderteil ist die Clownschmerle typisch für Botiidae; ausgewachsene Tiere wirken kompakt und robust.
- Maulstellung
- Das unterständige Maul mit mehreren Barteln ermöglicht es der Clownschmerle, im Substrat nach Wirbellosen und Detritus zu suchen.
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Clownschmerle unterscheiden sich Männchen und Weibchen äußerlich kaum; nur erfahrene Halter sehen in der Laichzeit leichte Unterschiede in Körperform und Kopfprofil.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Paarbildung und Laichablage an Pflanzen oder Substrat ohne nennenswerte Brutpflege zeichnen die Fortpflanzung aus.
- Laichtyp
- Substrat- und Pflanzenlaicher, Laich wird abgelegt und nicht weiter betreut.
- Brutpflege
- Die Clownschmerle zeigt nach der Ablage keine ausgeprägte Brutpflege; Eltern und Nachwuchs sind nicht eng geschützt.
Verhalten
- Aktivität
- Bei Dämmerung und in der Nacht ist die Clownschmerle besonders aktiv, tagsüber verbleiben die Tiere oft in Gruppen versteckt unter Wurzeln und Steinen.
- Sozialverhalten
- Sehr geselliges Verhalten zeigt sich in stabilen Gruppen; die Clownschmerle bildet oft enge Schwärme und profitiert von der Sicherheit in der Gruppe.
- Wanderung
- Stammtypisch sind keine weiten Wanderungen; lokale Verschiebungen in Regenzeiten sind möglich, großräumige Wanderungen fehlen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Orientalis / Indomalaiische Region
Nutzung
- Fischerei
- Handel und Sammelung für den Aquarienmarkt haben in der Vergangenheit erhebliche Bedeutung gehabt; Wildfänge wurden intensiv exportiert.
- Aquakultur
- Gelegentliche erfolgreiche Zuchten sind dokumentiert; im Handel kommen sowohl wildgefangene als auch gezüchtete Tiere vor.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; einschlägige Ichthyologie-Literatur; Fachartikel zur Botiidae und Aquaristik-Reports.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 500 l
24 - 30 °C
6 - 7.5
0 - 12 dKH
Bodennah, Mittlere Wasserschichten
Für die Haltung sind eine ausreichend große Gruppe, robuste Filterung und stabile Wasserwerte wichtig; adulte Tiere benötigen Platz und Verstecke, daher sollten Halter langfristig planen.
Für das Wohlbefinden empfiehlt sich eine Gruppe von mindestens sechs Tieren; kleiner gehaltene Einzeltiere zeigen oft Stress und verstecken sich dauerhaft.
Gut vergesellschaftbar mit friedlichen, größeren Gemeinschaftsarten; sehr kleine Fische und wirbellose Garnelen sind aufgrund von Fressverhalten gefährdet.
Pflanzen können durch Graben und Aktivität beschädigt werden; robuste Bepflanzungen und fest verankerte Wurzeln reduzieren Verluste.
Bevorzugt moderate Strömung mit gutem Sauerstoffangebot, gleichzeitig sind ruhige Bereiche für Verstecke wichtig.
In Gefangenschaft nimmt die Clownschmerle gut Granulate, gefrorenes und lebendes Futter an; abwechslungsreiche Fütterung fördert Farbe und Vitalität.
Zuchten sind möglich und werden durch Gruppenhaltung, saisonale Temperatur- und Futterwechsel sowie gute Versteckmöglichkeiten gefördert; Hobbynachzuchten kommen vor, bleiben jedoch nicht trivial.
Nur Zufallszuchten
Mittel

