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Antennenwels

Ancistrus cirrhosus

Antennenwels (Ancistrus cirrhosus), gehoert zur Familie Loricariidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.

10 cm, max 15 cmbis 5 Jahre0-5 m TiefeAllesfresser

Merkmale

  • Körperform: Kompakt und bauchig mit breiter Unterseite; das Saugmaul und die gepanzerten Platten prägen die flachere, bodennahe Silhouette von Ancistrus cirrhosus.
  • Maulstellung: Das saugförmige Untermaul des Antennenwelses ermöglicht das Abschaben von Algen und Biofilm an Steinen, Holz und Pflanzenoberflächen.
  • Die Färbung ist meist braun bis dunkelbraun mit unregelmäßigen helleren Flecken oder Marmorierung; Jungtiere zeigen oft kontrastreichere Zeichnung, die mit dem Alter verblasst.
  • Der Körper des Antennenwelses ist durch Knochenplatten gepanzert und das Untermaul bildet eine haftende Saugscheibe; Männchen besitzen zusätzlich schnauzennahe Hautfortsätze.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Antennenwels entwickeln ausgewachsene Männchen charakteristische fleischige Fortsätze ("Antennen") am Schnauzenbereich; Weibchen bleiben glatter und haben kleinere oder fehlende Fortsätze.

Lebensraum

Ancistrus cirrhosus bewohnt ruhige bis langsam fließende Flussabschnitte, überschwemmte Uferbereiche und Altwasser mit reichlich Unterwasserholz und Verstecken.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Teich, Überschwemmungsgebiet, Sumpf

Klimazone: Tropisch, Subtropisch

Bodengrund: Fels / Stein, Detritus / Laub, Pflanzenbestand

Temperatur: 22 - 28 Grad C

pH-Wert: 6 - 7.5

In seiner natürlichen Verbreitung kommt Ancistrus cirrhosus in tiefliegenden, pflanzen- und holzreichen Zuflüssen des nördlichen Südamerikas vor; dort nutzt der Antennenwels Strukturlebensräume wie umgestürzte Baumstämme und Uferwurzeln.

Ernährung

Ernährungsweise: Allesfresser

Nahrungsschwerpunkte: Algenfresser, Bodentierfresser, Detritusfresser, Insektenfresser, Weichtierfresser

Der Antennenwels ernährt sich überwiegend von aufwachsenden Algen, Aufwuchs und Detritus; gelegentlich ergänzt er seine Nahrung durch kleine Wirbellose und sinkende Futtermittel.

Beute: Periphyton und Algenrasen, abgestorbene Pflanzenreste, kleine Schnecken und Insektenlarven.

Periphyton und Algenrasen
abgestorbene Pflanzenreste
kleine Schnecken und Insektenlarven.

Verbreitung

Region: Südamerika

Länder: Brasilien

In seiner natürlichen Verbreitung kommt Ancistrus cirrhosus in tiefliegenden, pflanzen- und holzreichen Zuflüssen des nördlichen Südamerikas vor; dort nutzt der Antennenwels Strukturlebensräume wie umgestürzte Baumstämme und Uferwurzeln.

Besonderheiten

  • Nachts und in der Dämmerung ist der Antennenwels am aktivsten; tagsüber zieht er sich in Höhlen und unter Holz zurück.
  • Männliche Antennenwelse sind territorial und belegen Höhlen als Bruthöhlen, während Jungtiere und subdominante Tiere eher einzelgängerisch um Nahrungsflächen streifen.
  • Keine ausgeprägten Wanderungen; lokale Habitatwechsel bei saisonalen Wasserstandsänderungen möglich.
  • Die Fortpflanzung erfolgt in Höhlen: Männchen locken Weibchen in die Bruthöhle, bewachen das Gelege und sorgen für Belüftung.
  • Kein besonderer Gefahrenhinweis; bei unsachgemäßer Handhabung können die harten Panzerschuppen schürfen, Verletzungsrisiko ist jedoch gering.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivAlgenfresser, Bodentierfresser, Detritusfresser...Ancistrus cirrhosus ist wegen seiner Algenfresser...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Siluriformes
Familie
Loricariidae
Gattung
Ancistrus
Art
cirrhosus
Erstbeschreiber
Valenciennes, 1840

Morphologie

Körperform
Kompakt und bauchig mit breiter Unterseite; das Saugmaul und die gepanzerten Platten prägen die flachere, bodennahe Silhouette von Ancistrus cirrhosus.
Maulstellung
Das saugförmige Untermaul des Antennenwelses ermöglicht das Abschaben von Algen und Biofilm an Steinen, Holz und Pflanzenoberflächen.
Rückenflosse Hartstrahlen
1 - 1
Rückenflosse Weichstrahlen
7 - 7
Afterflosse Hartstrahlen
1 - 1
Afterflosse Weichstrahlen
5 - 6
Geschlechtsunterschiede
Beim Antennenwels entwickeln ausgewachsene Männchen charakteristische fleischige Fortsätze ("Antennen") am Schnauzenbereich; Weibchen bleiben glatter und haben kleinere oder fehlende Fortsätze.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Fortpflanzung erfolgt in Höhlen: Männchen locken Weibchen in die Bruthöhle, bewachen das Gelege und sorgen für Belüftung.
Laichtyp
Höhlenlaicher mit Eifürsorge durch das Männchen.
Brutpflege
Der Antennenwels zeigt väterliche Brutpflege: Männchen bewachen die Eier in der Höhle bis zum Schlupf und fächeln Wasser zur Belüftung.
Inkubation
5 Tage

Verhalten

Aktivität
Nachts und in der Dämmerung ist der Antennenwels am aktivsten; tagsüber zieht er sich in Höhlen und unter Holz zurück.
Sozialverhalten
Männliche Antennenwelse sind territorial und belegen Höhlen als Bruthöhlen, während Jungtiere und subdominante Tiere eher einzelgängerisch um Nahrungsflächen streifen.
Wanderung
Keine ausgeprägten Wanderungen; lokale Habitatwechsel bei saisonalen Wasserstandsänderungen möglich.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Neotropis

Nutzung

Fischerei
Keine nennenswerte Bedeutung für die kommerzielle Fischerei; Sammelhandel für Aquarien ist lokal relevant.
Aquakultur
Für die kommerzielle Aquakultur von Speisefischen ohne Bedeutung; im Aquariumshandel werden Tiere gelegentlich gezielt vermehrt.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; SeriouslyFish; Aquarium-Fachliteratur

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 80 l

Temperatur

22 - 28 °C

pH-Wert

6 - 7.5

Schwimmzone

Bodennah

Haltungsanspruch

Der Antennenwels gilt als pflegeleicht; wichtig sind stabile Wasserwerte, Versteckmöglichkeiten und eine aufgewachsene Futterbasis aus Algen oder Algenersatz.

Gruppengröße

Kleine Gruppen oder mehrere Weibchen mit einem dominanten Männchen; aufgrund territorialer Männchen empfiehlt sich ein Grundbestand von 3–6 Exemplaren in ausreichend großem Aquarium.

Vergesellschaftung

Gut vergesellschaftbar mit ruhigen Gemeinschaftsfischen; aggressive oder sehr große Raubfische vermeiden, da Antennenwelse Bodenbewohner mit hang zu Höhlen sind.

Pflanzen

Pflanzenverträglichkeit gut, besonders robustere Arten; junge Pflanzen können jedoch beim Abschaben von Aufwuchs an Blättern leiden.

Strömung & Sauerstoff

Moderate Strömung bevorzugt: leicht bewegtes Wasser sorgt für gut belüftete Futterflächen und Höhlenzufuhr.

Futterannahme

In Gefangenschaft akzeptiert der Antennenwels Algenwafers, gedünstetes Gemüse (Zucchini, Gurke), sinkende Pellets und gelegentlich proteinreiches Zusatzfutter.

überwinterung

Für mitteleuropäische Gartenteiche ungeeignet, weil ganzjährige Wassertemperaturen über dem Gefrierpunkt nötig sind; Überwinterung im Hausaquarium ist erforderlich.

Nachzucht

Zur Nachzucht werden Höhlen (Tonrohre, Korkröhren), stabile Temperaturen um 24–26 °C und eine leicht saure bis neutrale Wasserchemie empfohlen; das Männchen übernimmt die Brutpflege.

Nachzuchtanspruch

Mittel

Beleuchtung

Gedämpft